/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

The Catholic Church in a Nutshell

The Intelligence² Debate - Stephen Fry (Unedited)

Mit messerscharfem Verstand und einnehmender Rhetorik brilliert Stephen Fry im Rahmen der Intelligence Squared Debatte zum Themenkomplex “Motion: The Catholic Church - A force for good in the world”.

Der Schriftsteller, Drehbuchautor, Schauspieler und Regisseur bedient sich in der Beschreibung seines persönlichen Verhältnisses zur katholischen Kirche dabei grandioser Metaphern und zielsicherer Argumente, um im Angesicht manch verbal getroffener Kirchenvertreter doch nie die Contenance des britischen Gentlemans unwaidmännisch vermissen zu lassen.

Ein nicht mehr ganz taufrischer Ausschnitt vom Oktober des letzten Jahres, der aktueller denn je erscheinen will. Unbedingt repetetiv rezeptionswürdig.

»I genuinely believe that the Catholic Church is not, to put it at its mildest, a force for good in the world.«
»It’s perhaps unfair of me, as a gay man, to moan at this enormous institution [...] It’s hard for me to be told that I’m evil, because I think of myself as someone who is filled with love, whose only purpose in life was to achieve love [...] We certainly don’t need the stigmatisation [...] when people say you’re a disordered, morally evil individual. [...] The kind of cruelty in Catholic education, [...] the kind of child rape that went on systematically for so long, let’s imagine that we can overlook this and say that it has nothing whatever to do with the structure and nature of the Catholic Church, and the twisted and neurotic and hysterical way that its leaders are chosen, the celibacy, the nuns, the monks, the priesthood - this is not natural and normal, ladies and gentlemen, in 2009, it really isn’t.«
»It’s a strange thing about this church that it is obsessed with sex, absolutely obsessed. Now, they will say we with our permissive society and our rude jokes, we are obsessed, but no, we have a healthy attitude, we like it, it’s fun, it’s jolly, because it’s a primary impulse. It can be dangerous and dark and difficult, it’s a bit like food in that respect, only even more exciting. The only people who are obsessed with food are anorexics and the morbidly obese, and that in erotic terms is the Catholic Church in a nutshell.«

Die komplette Debatte ist auf den Seiten des britischen Intelligence Squared Forums zu sehen, ein inoffizielles Transkipt existiert.

Was aber, sollte Fry völlig daneben liegen? Richard Dawkins antwortet.

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Castell de Santueri

Das Castell de Santueri auf Flickr.

Ein erster Eindruck eines spätsommerlichen Abstechers an die Ostküste Mallorcas, welche mich einmal mehr um David Foster Wallace trauern ließ, der zweifelsohne schrecklich amüsante Reisebereichte auch über diesen geriatrischen Vorhof zur Hölle zu verfassen gehabt hätte. Unser Mietwagen als Fluchtfahrzeug ins bäuerliche Hinterland, das der Insel zur Ehrenrettung gereichte.

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Eine Jobsuche

Ein kreatives Feuerwerk als Ausdruck des eigenen Potentials, das gekonnte Wildern in unzähligen Fototechniken als unwiderlegbarer Beweis der eigenen Handwerkskunst - so sieht sie aus, die Initiativ-Bewerbung von Ross Ching in Form einer spektakulären und wunderbar zu bewundernden Videoarbeit, unterlegt mit den Klängen von Death Cab for a Cutie. Noch ist Ross’ vorgestellte Arbeit kein offizielles Video der Band, doch diese Hommage dürfte wohl auch in Zeiten der viel beschworenen Krise den einen oder anderen Auftrag generieren können, weil: atemberaubend grossartig!

Via StyleSpion.

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Du bist Terrorist.

»Gemeinsam für ein sicheres Deutschland« - der Schwung vergangener Kampagnen für ein behütetes Jetzt: Du bist Terrorist.

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Eine Polemik

»Es ist selten, dass eine Äußerung eines Politikers bei mir tatsächlich dazu führt, dass mich nicht nur ein gewisses Unbehagen, sondern vielmehr eine tatsächliche Übelkeit überkommt. Zu sehr bin ich an Dummheit, Arroganz und Unwissen gewöhnt - “ölgetränkt” würde eine Bekannte von mir sagen. Es passiert noch seltener, dass nicht nur Hilflosigkeit oder Wut auftreten, sondern der Wunsch, denjenigen, der sich gerade äußert, zu schütteln und ihn anzuschreien. Natürlich wird in mir kein Wunsch nach härteren Mitteln wach [...], aber ich gebe zu, dass es derzeit jemanden gibt, der mir mit fast jeder Äußerung den Tag verdirbt.«

Bettina Winsemann AKA Twister über Ursula von der Leyen. Seltsam bekannte Gefühlsregungen eines denkenden und fühlenden Menschens - und damit unbedingt lesenswert. Für die der Thematik immernoch unbedarfteren bietet der Heise Verlag darüber hinaus Analysen zur Verschleierungstaktik.

Via c0t0d0s0.

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Aprilfinger

Während Aprilfinger unsere Körper in die Wolken zeichnen, hängst du mit deinem nutzlosen Freund in geometrischen Gärten auf unaufgeräumtem Glück. Selig sind wieder da, musikalisch mal durchwachsen, doch stets wortgewaltig wie eh und je. Danke dafür.

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Heilslehren an deutschen Schulen: Pro-Reli

Argumente gegen eine an staatlichen Schulen durch kirchliche Protagonisten verbreitete Heilslehre als ordentliches Schulfach tat ich schon vor über vier Jahren in “Glaubenssache” und “Einseitigkeiten” kund, dachte, man könne es dabei belassen und dem Lauf der Dinge mit felsenfestem Glauben an einen aufgeklärten Geist harren - doch weit gefehlt. Kurz vor dem hauptstädtischen Plebiszit beziehen die Glaubenskrieger selbst in den hiesigen Lokalblättern der weit abgelegenen Metropolregion ihre Position, als hätte es die Entwicklung zum säkularen Staatsgebilde nie gegeben. Dabei ist doch von einem Abschaffen des Religionsunterrichtes nirgends die Rede.

»Rote Angst« phantasiert ein Schreiber des Mannheimer Morgens in die Haltung des Berliner Senats und beweist alleine schon im Stil seiner Ausführungen, warum es für mehr wohl nie gereicht hatte:

Dabei liegt es nahe, das Grundgesetz umzusetzen, das Religionsunterricht zum ordentlichen Lehrfach bestimmt - anstatt zur bloßen Nachmittags-AG. Der Verein “Pro Ethik” müsste “Anti Religion” heißen. Er blendet etwa aus, welche für das Gemeinwesen grundlegenden Werte das Christentum verkündet. Und er übersieht, dass ein Islam-Unterricht an staatlichen Schulen die Kinder aus den Hinterhöfen zu holen hilft - ein wesentlicher Beitrag zur Integration.

Wiederholt möchte ich entgegnen: Es existiert kaum ein einleuchtendes Argument, warum staatliche Schulen die dogmatische Verbreitung irgendwelcher Heilslehren fördern sollten, im Gegenteil. Aufgabe einer modernen Bildungspolitik muß neben dem Vermitteln bloßer Fakten und Fähigkeiten die Formung eines kritischen Geistes sein, der breit informiert aus einem fundierten Wissen heraus Schlüsse ziehen und aus bekannten Alternativen wirklich frei wählen kann - ganz unbenommen, ob das spätere Ergebnis dieser individuellen Entscheidung dann weltlicher oder religiöser Natur sein wird.

So spricht also einiges für den neutralen Werteunterricht, der die Vielfalt der verschiedenen Religionen beleuchtet und darüberhinaus auch philosophische Weltbilder abseits klerikaler Verklärung bietet, wenig dagegen für eine durch die Protagonisten der einzelnen Religionen gesteuerte Einseitigkeit. Integration schliesslich fängt mit dem Wissen um die eigene Herkunft an und ist mit dem unabdingbaren Verständnis anderer Kulturen, Religionen und Denkweisen noch lange nicht am Ziel.

Doch der Mannheimer Morgen berichtet weiter tendenziös:

Der Regierungschef und sein rot-roter Senat haben allen Schülern zwischen der 7. und 10. Klasse Ethik als Pflichtfach verordnet - mit der Folge, dass der freiwillige Religionsunterricht häufig in die späten Nachmittagsstunden fällt und entsprechend schlecht angenommen wird. Wowereit allerdings stört das nicht: “Wenn die Eltern es schaffen, ihre Kinder zum Ballettunterricht zu bringen”, sagt er schnoddrig, “dann werden sie es wohl noch schaffen, dass sie aus Überzeugung zu ihrem Glauben stehen und in den Religionsunterricht gehen.”

Was ist so entsetzlich falsch daran?

Inspiriert von Spreeblick und Kris.

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Beatboxing Bumble Bee

Ich bin kein allzu großer Fan von Jethro Tull oder schnöden Hiphop-Rhythmen, doch Greg Pattillo felst evident offensichtlich. Und wem Rimski-Korsakows Hummelflug schon immer zu profan war, der unterlege sich das Ganze eben zeitgleich mit unmenschlich menschlichen Perkussionsbeigaben.

Angesteckt von Martin, der jenes twitterte.

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The Girl with the Cap

EP VII on Flickr.

Ein weiteres Bild, welches bei unserer gestrigen Ostermontags-Session entstanden ist und zu meinen Favoriten davon zählt. Wollte ich der Welt ein kleines bisschen stolz nicht vorenthalten. ;-)

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No more self portraits

EP I on Flickr.

Gelogen, zugegeben: In Fällen akuter Schübe chronisch-pathologischer Eitelkeiten wird ein Selbstbildnis ab und an unausweichlich bleiben, auch und gerade aus Gründen fotografischer Neugierde. Eine überaus fotogene Partnerin voller Anmut vor und mich hinter der Linse empfinde ich dennoch als das natürlichere Setting, und so hatten wir an diesem Ostermontag in eben dieser Konstellation ein wenig Zeit und viel Spass. Das handwerklich etwas wackelig am Manfrotto-Stativ fixierte Ringlicht Marke Eigenbau verrichtete seinen Dienst zur vollen Zufriedenheit aller Teilnehmer, und für ein erstes Mal ernsthafterer Beschäftigung mit meinem Bastelwerk finde ich die Ergebnisse recht passabel und bin zufrieden damit.

Weitere Bilder unserer österlichen Fotosession werden nach und nach auf Flickr und in der Fotocommunity aufschlagen. Für konstruktive Kritik bin ich dankbar - in meinen Gehversuchen steckt schliesslich noch jede Menge Verbesserungspotential, das es für mich zu entdecken und zu erlernen gilt. Aufgeben jedoch kann ich mangels Talent jegliche Annäherung an das Sujet des männlich grunzenden Heimwerkers. Mithin, mein kreisrundes Illumationswerkzeug erfüllt seinen Zweck, doch optisch ansprechend oder sicher im Betrieb sind andere Sportarten.

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