Vor etwa zwei Monaten erwähnte ich in
lobenden Worten die Pläne der Musikindustrie, ein gestaffeltes Preissystem für Audio CDs einzuführen. Mit einem Verkaufspreis von 10 Euro pro digitalem Tonträger kamen die Ankündigungen des BMG Chefs Maarten Steinkamp an meine Vorstellungen von gerechtfertigten Endverbraucherpreisen nahe heran - ganz deckten sich Anspruch und Wirklichkeit jedoch nicht, sollte es zu diesem Tarif doch nur eine “Selbstgebrannte” geben, rudimentär bedruckt und ohne jedes Booklet. Immerhin, es waren zumindest eigene Ideen eines zu Recht gebeutelten Industriezweiges zu erkennen, der sonst nur mit dem Vergraulen der eigenen Kundschaft beschäftigt zu sein schien. Sebastian entdeckte auf Amazon nun eines der ersten Exemplare, das bereits nach diesem Preissystem ausgezeichnet ist. In seinem Blog
“quod erat demonstrandum” findet sich dazu sein Kommentar
“Neues Preissystem für CDs: 2raumwohnung fängt an”.
Nach wie vor sehe ich mit 10 Euro einen für mich akzeptablen Preis erreicht, auch wenn ich diesen eher für eine CD mit anständigem Booklet auszugeben bereit wäre. Die jedoch firmiert unter dem Label der “STANDARD” Variante und soll entsprechend mit 12,99 Euro entlohnt werden. Zu neuen Kaufräuschen wird mich diese Preispolitik also noch nicht hinreißen, ein Schritt in die richtige Richtung scheint dennoch gemacht - aber auch nur dann, wenn die Ware nicht durch unsinnige Kopierschutzmechanismen verkrüppelt den Käufer entmündigen will.