/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

X.Org 6.8

NOSX!

Nach dem Hin und Her ob der Veröffentlichung des X.Org Servers in der Version 6.8 war es heute endlich soweit: Das neue, offizielle Release ist erschienen. Nach dem Kompilieren des umfangreichen Quelltextes sieht erst einmal alles wie gehabt aus, ich bilde mir ein, glxgears würde etwas besser performen. Um die neuen Features wie echte Transparenz oder Fensterschatten zu aktivieren bedarf es folgenden Eintrags in der xorg.conf:

Section “Extensions”
        Option “Composite” “Enable”
EndSection

Per “xcompmgr” und “transset” lassen sich so händisch Fensterschatten setzen und einzelnen Fenstern beliebig intensive Transparenzstufen zuweisen. Die neuen Bonbons dürfen zur Zeit aber eher als “Proof of concept” angesehen werden: fluxbox kam mit “xcompmgr” überhaupt nicht klar und produzierte nur wirre Graphikfehler, KDE dagegen verdaut das Ganze etwas besser und akzeptiert neu zugewiesene Attribute eher, wird aber unbenutzbar langsam und ist auch nicht 100%ig frei von kleinen, optischen Unstimmigkeiten. X selbst frisst derweil nicht unbeträchtliche CPU Ressourcen. Dennoch: Deskmoddern und anderen Fetischisten dürften mit den nächsten Releases nach und nach die geheimsten Wünsche erfüllt werden, so die Desktop Entwickler ihren Windowmanagern die passende Funktionalität angedeihen lassen - wovon auszugehen ist. Schön zu sehen, dass das Entwicklungstempo seit dem Fork von X.Org wieder an Fahrt aufgenommen hat.

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  • Wow, die GUI ist ja von der Menuzeile, über durchsichtige Fenster, bis hin zu den Reitern komplett von OS X abgekupfert. Immerhin vom richtigen abgekugt.
  • Ach, nun sag sowas doch nicht. Ain’t it all Xerox? Zugegeben, Apple konnte schon immer alles schön verpacken - von kleinen Ausrutschern wie den tragbaren Klobrillen im Bonbon Design einmal abgesehen. Nobody’s perfect, und seit die Jungs aus Cupertino nun auch endlich wassergekühlte Rechenpower anbieten, werden wahre Männerrechner sicherlich auch bald in deren Sortiment auftauchen. Die Transparenz setzt sich dann endlich auch beim Rechnergehäuse durch, schliesslich gehören zu solchen Aggregaten auch die passenden Neonröhren, um das gebotene Spektakel ins richtige Licht zu rücken. ;-)

    Und nun ernsthaft (bei “Apple” bekomm ich immer meine 5 Minuten, beg your pardon, no offense): OS X sieht schon sehr Sahne aus, nur - nervt das nicht irgendwann? Entsprechende Skins schalte ich in der Regel nur für mehr oder weniger eindrucksvolle Screenshots, zur alltäglichen Nutzung falle ich dann doch meist auf gediegenere Designs zurück.
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