Spiel's noch einmal, Ken!
Browns umfangreiche Interviews mit Ritchie bestanden also in einer einzigen E-mail, in der Ritchie auf die Beispielfragen Browns einging, die zur Vorbereitung für ein eigentliches Interview dienen sollten - angeblich. Der Inhalt dieser Mail ist auf Groklaw zu lesen.
Schon die Fragen Browns lassen nur mehr den einen Schluss zu, dass dieser nicht an einer methodisch sauberen Aufarbeitung der Unix-Historie interessiert ist, sondern Antworten vorgeben und den Befragten intendiert in eine Richtung drängen will. Dennoch wird Ritchie relativ eindeutig, wenn es um die Verfügbarkeit der Unix-Spezifikationen geht:
Wie auch schon bei Andrew Tanenbaum scheitert jetzt wiederholt der Versuch Browns, große Namen der Unix-Szene für seinen Feldzug gegen Linux und freie Software im Allgemeinen zu instrumentalisieren. Nachdem nun zwei der von ihm in die Wagschaale geworfenen Persönlichkeiten den Darstellungen Browns öffentlich widersprachen und ein mehr als düsteres Licht auf seine Arbeitsweise werfen, kann mittlerweile nur noch von einer Selbstdemontage Browns und seines Arbeitgebers, der Alexis de Tocqueville Instituion, gesprochen werden.
Ich wünsche ihm viel Erfolg dabei.
