BILDblog fotografiert zurück
Die Kampagne vergilt damit - auf etwas alttestamentarische Art und Weise - des Schmierenblatts unsägliche “Leser-Reporter”-Aktion, im Rahmen derer die ethisch verlotterte Zielgruppe die Privatsphäre Prominenter zu mißachten lernt, gelockt von ansehnlichen Prämien. Diekmann suche “bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer”, urteilte dem entsprechend schon 2003 das Landgericht Berlin - er dürfte deshalb wohl “weniger schwer durch die Verletzung seines eigenen Persönlichkeitsrechtes belastet” sein.
Interessant könnte es werden, sollte Diekmann zur Wahrung der eigenen Persönlichkeitsrechte vor Gericht ziehen: er würde argumentativ den übelriechenden Sumpf seines “journalistischen” Treibens selbst trockenlegen müssen. Eventuell ist aber auch gerade dieser Umstand Kalkül.

andre tobaschus
14 Okt 2006
jirjen?!
14 Okt 2006
Alex
14 Okt 2006
Die Tatsache, daß der Presserat nicht für Internet-Inhalte dieser Art zuständig ist ändert sich dadurch nicht.
basquiat
15 Okt 2006
Eine ganz andere Qualität erlangen dagegen die Kampagnen der Bildzeitung. Mit einer verkauften Auflage von 3,5 Millionen Exemplaren und einer angenommenen Reichweite von fast zwölf Millionen Lesern (laut Wikipedia) hat man Verantwortung - eine Verantwortung, der das Machwerk mit den großen Lettern kaum bis garnicht nachkommt, im Gegenteil. Wissen mögen es alle, dokumentieren aber tut es das Bildblog. Ein ganzes Volk, mit Handykameras bewaffnet bereit zum Abschuss des nächsten Prominenten oder Schwerverletzten: das ist Hatz, ohne Anführungszeichen.
Partymaus
17 Okt 2006
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