Musical Fair Trade
Amarok, Audioplayer meines uneingeschränkten Vertrauens, brachte mir mit Release-Version 1.4.4 erstmalig Magnatune näher, einen Online-Musicstore ohne DRM, dafür aber mit seltsam vertraut klingender “We are not evil”-Attitüde. Den Preis für die tönenden Konserven bestimmen hier die Kunden selbst, einzig die untere Grenze ist mit $5 ebenso festgelegt wie ein Maximum von $18 - wer sich nach einem ausführlichen Probehören zum Erwerb entschließt, spült 50% des Verkaufspreises eines Albums direkt in die Taschen der Künstler (und darf den Downloadlink an bis zu drei weitere Personen versenden). Der gemeine Podcaster zahlt nichts. Darüber hinaus wird in allerlei Formatvariationen serviert: Vom unkomprimierten WAV über’s verlustfrei zusammengestauchte FLAC bis hin zu OGGs und MP3s in verschiedenen Qualitätsabstufungen, selbst AAC-kodiertes für Apples iTunes. A dream comes true?
Der Lobhudelei folgen die Wermutstropfen: Neben all den großen Plänen und laut verkündeten Prinzipien wirkt das Repertoire des 2003 von John Buckman gegründeten Unternehmens derzeit noch reichlich bescheiden, was sicherlich auch ein Ergebnis der handverlesenen Auswahl an Künstlern ist. Ich bin gespannt, was sich hier in den nächsten Monaten entwickeln wird.

