Der Patriotismus in Deutschland werde gebraucht,
“um endlich vom Schuldkult runterzukommen”, damit
“Deutschland nie wieder von Multi-Kulti-Schwuchteln in Berlin regiert wird”. So zumindest eine
unzweideutige Ansage des CDU-Bundestagsabgeordneten Henry Nitzsche, der seine Wortwahl nun natürlich bedauert: Im Nachhinein musste er (vermutlich vollkommen überrascht) feststellen, dass die von ihm geäußerten Ausscheidungsprodukte
“mehr als missverständlich waren”.
In der CDU sieht man nach so viel aufrichtiger Reue keinen Grund, Konsequenzen zu ziehen, schließlich habe man Nitzsche deutlich gemacht,
“dass ein derartiges Fehlverhalten nicht noch einmal vorkommen dürfe”.
Nicht noch einmal nach CDU-Wahlkampfparolen aus dem Dunstkreis von NPD und französischen Nazikollaborateuren (von Roland Koch bekannt brutalstmöglich verteidigt), nicht noch einmal nach dem “letzen Ali aus der letzten Moschee”, dem als Muslim eher “die Hand abfaulen” würde, als dass er CDU wähle. Michael Luther, Vorsitzender der sächsischen Landesgruppe der Unions-Bundestagsfraktion, zeigt moralisches Rückgrat: er schließlich “wüsste nicht, was angemessen wäre an Konsequenzen”. Ein Ausschlussverfahren werde es nicht geben.