/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Musikalisches 2006

Aus dem Stegreif würde ich, befragt nach den Interpreten der besten Alben des Jahres 2006, die Editors und Dendemeier Dendemann als heiße Anwärter nennen - wären die Briten mit “The Backroom” nicht schon 2005 auf den Markt und die Beats des Herrn Ebel auch nur annähernd so inspiriert wie seine abgecheckte Rhetorik daher gekommen. Die Red Hot Chili Peppers haben’s dagegen mit einem Doppelalbum versaut, das passend zurecht gestutzt richtig groß hätte werden können - groß genug, um an’s unerreichte “Blood Sugar Sex Magic” anzuknüpfen. Perlen dafür barg es genug, leider eben auch entsprechend viele Belanglosigkeiten. Manchmal ist weniger einfach mehr.

Was also berieselte 2006? Neben den Editors vor allem John Scofield, John Coltrane, Miles Davis, Thelonius Monk und Frank Zappa, Interpol, die Kaiser Chiefs und Franz Ferdinand, sowie, deutsche Reime reimend, Textor und Quasimodo von den Kinderzimmer Productions. Auf immer und ewiglich natürlich auch verdammt viel Björk und Lamb und Tricky. Daneben massig Funk, klar beherrscht von Parliament und Funkadelic. Alles ganz groß und alle entweder aufgelöst, tot oder vereint durch das Fehlen diesjähriger Neuerscheinungen.

Nominiere ich also die diejenigen, derer ich mich ohne große Kompromisse gerne erinnere:

Ja, ganau, die Strokes, ohne wertende Reihenfolge dennoch bewußt an prominenter Stelle plaziert. “First Impressions Of Earth” war - zumindest in meinen Ohren - eines der besten und vielleicht auch gewagtesten Alben der New Yorker. Und natürlich sind die Arctic Monkeys sehr viel kleiner als ihr Hype - der erfrischend unkomplizierte Auftritt von “Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not” kommt dann aber doch ganz gut. Charlotte Gainsbourgh dagegen schafft es, auf wundersame Art und Weise entführend einzulullen. Ganz knapp daneben, dennoch vorbei an dieser Liste: Squarepushers “Hello Everything”, welches zu langsam wächst, am Schluß aber doch noch recht prall wird.

Einsprüche?

Musikalisches Stalken hier.

“People are fragile things you should know by now, be careful what you put them through.” (Editors, “Munich”)

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