Bedürfnisse
Aus der dem Musikliebhaber und Kunden entgegengebrachten Verachtung wird mittlerweile kaum noch ein Hehl gemacht - der eigene Einfluß der großen Konzerne und Verbände scheint das Selbstbewußtsein nachhaltig zu stärken. Ganz offen werden neuere Möglichkeiten abseits der Ein-Wege-Rezeption angeprangert, mit Hilfe derer die Hörer das ausgestrahlte Material flexibel und personalisiert aufzeichnen, verändern und sammeln könnten. Es wäre offenbar unvorstellbar zu viel des Guten, würde der Kunde zeitgemäßen Komfort und technischen Mehrwert nicht mit saftigen Preisaufschlägen verbunden sehen.
Doch Technologien haben keine Bedürfnisse, Menschen haben sie. Es ist an der Zeit, diesen auf legislativer Ebene gegen den zuletzt übermächtigen und kaum legitimierten Einfluß der Musikindustrie hier und jenseits des Atlantiks wieder mehr Rechnung zu tragen. Wer alle Ideen anderen überläßt, sollte Geschichte werden, aber diese nicht aufhalten.
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