Der Stadtrat in München hat heute offiziell das Projekt
“LiMux” abgesegnet. Damit ist die Migration der städtischen Arbeitsplatz PCs auf das freie Betriebssystem GNU/Linux beschlossene Sache. Rund 16.000 Mitarbeiter, die aktuell in der Hauptsache Produkte des amerikanischen
Quasimonopolisten aus Redmond verwenden dürften, werden von dem mit 30 Millionen Euro veranschlagten Projekt betroffen sein. Für eine unabhängige Zukunft unter der Ägide des stets freundlich lächelnden Pinguins stimmten die Mitglieder der rot-grünen Koalition sowie Vertreter der FDP, ÖDP und PDS. Alleine den Amigos der CSU war soviel Freiheit wohl nicht geheuer.
Heise berichtet:
Die in Bayern allein regierende CSU votierte gegen den Einzug des Pinguins in die Amtsstuben. Konservative Politiker äußerten Bedenken, dass die “Feierabendprogrammierer” aus der Open-Source-Ecke die IT-Wirtschaft Münchens zerstören würden.
So weit, so gut. Ich möchte die Gelegenheit am Schopfe ergreifen und hier meine Bedenken äußern, was das kompetenzbefreite Gebaren erzkonservativer Feierabendpolitiker aus der Stammtischecke betrifft. Es darf spekuliert werden, aus welchen Kassen der altbekannte Lobbyismus der Amigos dieses Mal genährt wird. Das propagandistische Gekläffe klingt dann doch noch allzu (alt)bekannt. Vielleicht mag es aber auch einfach sein, dass die Vertreter der CSU durch das eigene, mit ihrer großen Schwesterpartei auf bundespolitischer Ebene zelebrierte Vabanquespiel zu verwirrt sind, um noch sinnbehaftetes Handeln zeigen zu können.