/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Gerne auch rauchig

Ich bin kein militanter Nichtraucher, auch nicht als viel bemühter Ehemaliger - über Jahre hinweg habe ich täglich mal eine halbe, mal eine ganze Schachtel durch meine Bronchien gejagt. Das Aufhören kam schleichend, unbewußt, passierte einfach, ist lange her und von Vorteil. Die Diskussion über ein öffentliches Rauchverbot ist die meine nicht, obwohl ich qualmfreies Essen und Trinken in Restaurants und Kneipen als äußerst angenehm empfinde. In meinen Augen ist die Überlegenheit der Argumente für eine öffentliche Verdammnis evident, doch sehe ich andere Menschen wie auch mich selbst nur ungerne mit Verboten konfrontiert. Doch natürlich stinken Raucher.

Ein Blick aus dem Fenster meines Zimmers, hinüber auf die Balkone des angrenzenden Hauses, welche in unregelmäßigen Abständen für ein paar hastige Züge von einsam zusammengekauert zitternden Gestalten bei nun doch einbrechenden Minustemperaturen zwischen gelben Müllsäcken und schmucklosen Wäscheständern bevölkert werden, läßt mich am klassischen Klischee des kurzatmigen Gemeinschafts- und Genussmenschen zweifeln. Genuss? Welch ein Schauspiel! Da ziehe ich den Spießer in mir vor und labe mich im Warmen an Rotwein und Single Malt - letzteren gerne auch rauchig.

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  • Geht mir genauso... ex-Raucher, Malt-Trinker (bevorzugt Islay). Vorletztes Jahr in Irland als nochRaucher fand ich das Rauchverbot dort recht unkommunikativ: das Wetter war schlecht.
    Als wir letztes Jahr dann nochmal dort waren - da war ich dann nichtmehrRaucher - haben sich die Vorteile des Rauchverbots (für Nichtraucher) genau so gezeigt, wie Du sie beschrieben hast.
  • Langsam aber sicher könnten wir ein Fanblog der Anhänger torfiger Islay-Rüpel - zu denen ich mich auch zählen darf - gründen, dünkt mir. Aber zum Rauchen: Ich glaube nicht, dass ein Rauchverbot letzlich auf Dauer unkommunikative Kneipen schaffen würde, am Anfang eventuell jedoch diesen Effekt haben könnte - es sind eben lieb gewonnene Gewohnheiten.

    Mir reicht’s, wenn meine Kleider nach einer langen Nacht nur nach kaltem Schweiss müffeln, einmal Räuchern macht’s da auch nicht besser, im Gegenteil. ;-)
  • So siehts aus... und trotzdem geh ich nachher in meinen Lieblings-Irish-Pub und lass mich zustinkeen. Die Klamotten dazumüssen eh in die Wäsche ;-)

    In diesem Sinne, grüße aus Böblingen und so long!
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