/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Ein Umdenken seitens der Musikindustrie?

Wer hätte das gedacht? Meine Selbstherrlichkeit findet doch noch lobende Worte für die nicht ganz zu unrecht darbende Musikindustrie. Zumindest hat es den Anschein, als würde nun endlich ein Umdenken in den Chefetagen der großen Konzerne stattfinden. BMG spielt den Part des Vorreiters und möchte in Zukunft Neuerscheinungen in drei verschiedenen Preisstufen anbieten. Heise berichtet:
Die billigste Variante soll laut BMG-Chef Maarten Steinkamp für 9,99 Euro wie eine “Selbstgebrannte” ohne gedrucktes Cover daherkommen und lediglich auf der Scheibe selbst die Liste der enthaltenen Titel mitbringen. Die regulär ausgestattete CD wird 12,99 Euro kosten, für 17,99 Euro gibt es eine Luxusversion.

Damit rücken die von mir so oft geforderten 9.99eypo als Richtpreis für im Laden erhältliche Audio-CDs in greifbare Nähe, wenn auch ohne Booklet und ansprechende Optik. Seit dem Aufkommen der kleinen CDs geraten kunstvoll gestaltete Cover jedoch an sich immer mehr in den Hintergrund, was bei einer so begrenzten Präsentationsfläche irgendwo auch verständlich erscheint. Mit Wehmut kann man da nur die vergleichsweise großflächigen Kunstwerke auf den Kartonagen gekauften Vinyls bewundern.

Bleibt zu hoffen, das BMG und Nachahmer auch auf gängelndene Kopierschutzmechanismen verzichten, die bekanntlich absolut keinen besonderen Schutz vor illegalen Vervielfältigungen bieten und damit nur den ehrlichen Käufer bestrafen.

Sollten die hier genannten Punkte wirklich so in die Realität umgesetzt werden, wäre das in meinen Augen ein innovativer Schritt in die richtige Richtung seitens BMG - ein Schritt, den man eventuell hätte unternehmen sollen, bevor man zwei Drittel der eigenen Künstlerschaft vor die Tür setzt.

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  • Das ist zwar alles schön und gut. Nur: 10€ sind immer noch viel zu teuer. Max. 50¢ pro Titel halte ich für angemessen. Sprich >5€ für eine CD. Aber vielleicht ist das trotzdem ein erster Schritt. Hoffen wir auf einen Preiskampf in der Musikbranche ;)
  • Nun ja, mit 10eypos pro Audio CD kann ich zumindest leben - am liebsten natürlich mit Cover und ohne Kopierschutz. Das Vorhaben von Bertelsmann ist für mich der erste Schritt in diese Richtung und immerhin ein Umdenken dahin gehend, dass die mangelnde Akzeptanz auch an überhöhten Preisen liegen kann (was ja in einer wie auch immer gearteten Marktwirtschaft keine allzu revolutionäre Erkenntnis ist, eigentlich).

    Für 5eypos pro CD würde ich aller Wahrscheinlichkeit nach regelmässig wahre Konsumschlachten in den CD-Läden dieser Republik veranstalten und letzlich mehr Geld ausgeben als bei einem Preis von 10eypos pro Titel. Dennoch halte ich 5eypos beim derzeitigen Verteilungsschlüssel für unrealistisch.
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