Pro-Linux veröffentlichte heute ein Interview mit
Georg Greve, dem Präsidenten der
Free Software Foundation Europe (FSFE), vielen sicherlich auch durch seine monatliche - unter anderem im
Linux Magazin erscheinende - GNU Kolumne “Brave GNU World” bekannt. Zur aktuellen Diskussion um Softwarepatene und intellektuelles Eigentum merkt Greve an, Softwarepatente seien in erster Linie nicht nur eine Bedrohung Freier Software, sondern zögen durchaus auch proprietären Code und damit Unternehmen jeder Größe in Mitleidenschaft. Eine Fokusierung der Problematik auf Freie Software sei kontraproduktiv und von den Befürwortern solcher Patente aus diesem Grund teilweise auch gewollt. Es sei weiterhin wichtig, auch andere Entwicklungen als akute Gefährdung eines freien Informationszeitalters wahrzunehmen - Greve führt hier die
European Copyright Directive (EUCD), die Intellectual Property Rights Enforcement Directive (IPRED), die Broadcasting Direktive der World Intellectual Property Organization (WIPO) sowie “
die allgemeinen politischen Vorkommnisse von regionaler Ebene bis hin zum World Summit on the Information Society (WSIS), bei dem es proprietären Lobbyisten in der US-Delegation fast gelungen wäre, Freie Software und die Teilhabe an Wissen zu Undingen zu deklarieren” als Beispiele an.
Im weiteren Verlauf nimmt Greve auch zu kritischen Fragen hinsichtlich der Struktur der FSFE Stellung, skizziert in kurzen Worten das bisher Erreichte und zeigt die dringende Notwendigkeit weitergehender, finanzieller Unterstützung der FSFE auf, um die eigenen Aktivitäten nicht einschränken zu müssen, sondern im Gegenteil ausweiten zu können.
Lesen: Das komplette Interview von Pro-Linux mit Georg Greve.