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Microsoft, Patente und Open Source

Es ist keine neue Erkenntnis und wird seit langem vermutet: Microsoft könnte sein umfangreiches Patentportfolio aktiv zum Nachteil von Open Source Projekten instrumentalisieren, um so gegen die ungeliebte Konkurrenz freier Software vorzugehen. In der möglichen Schusslinie Redmond’scher Klagen oder Forderungen sehen viele neben den großen Projekten wie Apache oder Samba und Distributoren wie SuSE oder Red Hat auch Firmen, die Open Source Software in irgendeiner Form einsetzen oder unterstützen, beispielsweise Intel, IBM oder Oracle. Nun ist ein zwei Jahre altes Memo des Hewlett Packard Managers Gary Campbell aufgetaucht, in dem eben diese Überlegungen abgehandelt werden. Campbell selbst bezieht sich unter anderem auf den Paragraph §7 der GPL, der die Verbreitung patentierter Techniken unter der GNU General Public License verbietet. Seinen Schlussfolgerungen allerdings widersrpicht Eben Moglen, Rechtsprofessor an der Columbia Law School in New York und Vorstandsmitglied der Free Software Foundation (FSF).

Bisher jedoch sind Schritte von Seiten Microsofts in diese Richtung ausgeblieben. Beobachter vermuten aber, dass Microsoft vor allem auf Grund der laufenden Kartellverfahren in den USA und Europa Zurückhaltung an den Tag legt. Es sollte dabei nicht übersehen werden, dass der Riese aus Redmond derzeit vehement dabei ist, neue Patente zu lizensieren und nach eigenem Bekunden plant, diese in Zukunft auch aktiv zu verwerten. Die noch ausstehende Entscheidung der EU zum Thema Softwarepatente spielt in diesem Kontext sicherlich ebenfalls keine ganz unbedeutende Rolle.

Die Zeit des “If you can beat ‘em, buy ‘em” scheint vorrüber. “If you can’t buy ‘em, sue ‘em!” - Oder patentiere es wenigstens!

Relevante Links:

Microsoft könnte Software-Patente gegen Open Source verwenden
Befürchtungen um einen “Patentkrieg” Microsofts gegen Open Source

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