/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Abmahnungsabonnements

Etliche Blog-Installationen bieten die praktische Möglichkeit, Kommentare zu bestimmten Artikeln zu abonnieren, um fortlaufende Diskussionen mitverfolgen zu können - bei einem neuen Kommentar wird der Subscriber auf Wunsch per E-Mail informiert. Prinzipiell eine gute Sache, der Haken dabei: Wird die dort angegebene Mail-Adresse nicht ausreichend verifiziert, kann ein jeder eintragen, was im Lichte der eigenen Intention opportun erscheint - und so ein Blog gegebenenfalls zur Spamschleuder umfunktionieren.

Droht hier die nächste Abmahnwelle? Zumindest ein Fall scheint schon bekannt. In Relation zum generierten Mehrwert des Plugins erscheint mir das Risiko einer kostenbewehrten Unfreundlichkeit zu hoch, und auch anderen sei ans Herz gelegt, Installationen von Blogsystemen und ähnlichem auf derartige Funktionalitäten abzuklopfen.

Kris zeigt in einfachen Schritten, wie man unter Serendipity dem Abmahnspass entgeht. Mit dem nächsten Major-Release des besten Blogs von Welt in Version 1.4 steht offenbar ein Double-Opt-In für Kommentarabonnements ins Haus; bis dahin bleiben diese hier deaktiviert.

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Farbprofile mit Firefox 3

Der Ärger über Fotos, die sich auf Flickr oder der eigenen Website plötzlich ganz anders als im Bildbearbeitungsprogramm zeigen, ist vielerorts zu vernehmen. Farben wirken flau oder zu dick aufgetragen, in jedem Fall aber nicht so, wie es das digitale Original eigentlich vorschreibt. Neben Apples Safari unterstützt nun auch Firefox in Version 3 unterschiedliche Farbräume. Ob der eigene Browser ein korrektes Farbmanagement implementiert, lässt sich schnell an einem Beispiel in der Fotocommunity überprüfen - fehlt es, passen hier Farben und Beschriftungen des Kreises nicht zusammen, aktiviert stimmt beides überein.

Die weitaus meisten Browser unterstützen ausschliesslich den sRGB-Farbraum und sind deshalb gezwungen, andere Farbräume (wie z.B. Adobe RGB) zu interpolieren, oder besser: fehl zu interpretieren. Falsche Farben sind vorprogrammiert, wenn das verwendete Bildmaterial den bekannten Trampelpfad des sRGB-Farbraums verlässt.

Farbprofile lassen sich mit Firefox 3 sowohl manuell als auch per Plugin aktivieren. Nach dem Aufruf von about:config (mit anschliessendem Abnicken der mahnenden Worte) lassen sich die ensprechenden Einstellungen vornehmen:

Manuelles Aktivieren des Farbmanagements in Firefox 3

Eventuell wirkt die intuitivere Oberfläche des Color Management Plugins auf manchen Zeitgenossen etwas beruhigender, oder wird als bequemer empfunden:

Das Color Management Plugin für Firefox 3

Geschätzte 95% der Internetnutzer verwenden Browser, die kein Farbmanagement unterstützen oder im Auslieferungszustand deaktiviert lassen. Beim Einsatz von Bildmaterial mit erweitertem Farbraum wird ein großer Teil der potentiellen Betrachter damit “farbenblind” bleiben, so dass je nach anvisierter Zielgruppe ein vorheriges Konvertieren in den erwähnten sRGB-Farbraum die bessere Alternative sein kann. Darüber hinaus soll das aktivierte Farbmanagement signifikante Performance-Einbußen mit sich bringen, die zumindest ich jedoch beim alltäglichen Arbeiten so nicht bemerken kann. Letzlich bleibt alles eine Sache eigener Präferenzen.

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Mankind is no Island

Sie sind der diesjährige Gewinner des Tropfest 2008 in New York, dem Spin-Off des australischen Originals: die 3½ Minuten Kurzfilm von Jason van Genderen, ausschliesslich aufgenommen mittels eines Mobiltelefons.

Via Isotopp.

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My lovely Picture Riot

Tapfere und treue Leser, von der Bilderflut der letzten Wochen und Monate unbeeindruckt, werden es zweifelsohne bemerkt haben: die Fotografie ist ein neues Steckenpferd geworden, ein Hobby, das mit dem Kauf einer digitalen Spiegelreflexkamera vor einem knappen Jahr den recht abprupten Anfang nahm. Seitdem strauchele ich noch etwas unbeholfen durch’s Terrain und versuche, dem vielfältigen Zusammenspiel von Brennweiten, Blendenöffnungen und Belichtungszeiten Herr zu werden. Meine Bilder sind keine Kür, aber erste ernsthafte Versuche, essentielles Handwerkszeug zu erlernen und ein Auge für stimmige Kompositionen und gelungene Bearbeitungen zu entwickeln. Das Fotografieren ist für mich eine intensivere Form des Sehens und Wahrnehmens, bedeutet zu entdecken, zu spielen, kreativ zu sein, sich auszuprobieren, vor allem aber das eine: Spass zu haben, auch am Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten (es gibt eine Menge hervorragender - auch deutschsprachiger - Blogs zum Thema), am Beobachten der eigenen Bemühungen und Fortschritte, am neudeutschen Gadget und dem damit verbundenen Techie-Palaver.

Die Lawine an visuell Erbrochenem wirkte in diesem Blog auf Dauer etwas deplaziert, sie liess die (in letzter Zeit zu seltenen) Texteinträge in buntem Rauschen untergehen. Ein dediziertes Fotoblog soll’s richten und neue Bilder in blogtypisch chronologischer Reihenfolge ansprechender präsentieren. Die Wahl fiel auf Pixelpost und ein mich begeisterndes Dark Matter Theme von Marco van Hylckama Vlieg:

fotoblog.basquiat.de - my lovely picture riot

Pixelpost bietet in dieser Installation Kommentarfunktionen mit Gravatar-Support, die Darstellung der wichtigsten EXIF-Tags, darüber hinaus RGB-Histogramme und natürlich RSS-Feeds, verpackt in reichlich stylegepimptem AJAX- und JavaScript mit den entsprechenden Fallbacks für Sicherheitsbewußte und Ewiggestrige. Mit dem Launch von fotoblog.basquiat.de verschwinden die unzähligen textfreien Fotoeinträge aus diesem Blog - auch wenn sich natürlich weiterhin der ein oder andere Post mit fotografierelevanten Sujets beschäftigen wird.

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FrOSCon 2008

Mein zweites Mal St. Augustin für ein erstes Mal FrOSCon. Ganz in der Nähe unserer geschätzten Kollegen fand die zweitägige Konferenz zum Themenkomplex “Free Software and Open Source” an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg statt, es war nach den Jahren 2006 und 2007 die dritte Veranstaltung ihrer Art. Das fast schon symbolische und darüber hinaus drei Flaschen Club-Mate inkludierende Eintrittsgeld bot den Besuchern eine hervorragend organisierte Veranstaltung in einem angenehm überschaubaren Rahmen. Während die Aula der Fachhochschule die Stände diverser Projekte und Fachverlage beherbergte, fanden in den fünf genutzten Vorlesungsräumen meist parallel Vorträge für Entwickler, Administratoren und Nutzer freier Software statt, sowohl in Inhalt und Anspruch unterschiedlich zielgruppend.

Absolutes Highlight waren ohne jeden Zweifel die hochkarätigen Keynotes von Andrew S. Tanenbaum und Rasmus Lerdorf. Der durch seinen Disput mit Linus Torvalds legendär gewordene MINIX-Entwickler erwies sich als begnadeter, hochsympathischer Redner, dem es gelang, seine Konzepte und Ideen hinter dem prinzipientreu verfochtenen Microkernel-Konzept allgemein verständlich darzulegen. Auch der Mann hinter PHP wusste seinen Standpunkt zu vertreten und berichtete dem ungläubig kopfschüttelnden Zuhörer - nicht ganz ohne jedes Augenzwinkern - von den Bedrohungen unserer Umwelt in den Zeiten angeblich grüner IT. Vernichtende Benchmarks, anklagende Klassendiagramme und schockierende Syscall-Tabellen zeigten ein ums andere Mal das Gegenteil von skalierender Eleganz und somit ihre Wirkung: PHP frameworks kill your environment.

Doch auch die kleineren Perlen sollen nicht verschwiegen werden. Erkan Yanar weckte - eventuell ein wenig zu flapsig präsentiert - den administrativen Spieltrieb und lädt so zu Experimenten mit OpenVZ ein, während Sebastian Kügler KDE 4.1 und ein paar bescheidene Sneak Previews aus dem aktuellen SVN-Branch vorstellte. Praxisnahe Vorträge zu den Themen Proxytunnel von Dag Wieers und IPsec- und SSL-VPNs von Johannes Hubertz waren wie auch die Einführungen zu Nagios von Debian-Paket-Maintainer Alexander Wirt und dem Linux-HA-Clusterprojekt von Michael Schwartzkopff für den Berufsadmin quasi Pflichtprogramm. Offenbar waren eher Einsteiger in die jeweiligen Technologien und Tools als Zuhörer anvisiert, was mir neben manchem Denkanstoss oft leider nicht allzuviel neues offenbarte. Kollektive Seufzer und leidgeprüftes Kopfnicken lösten “Programmdokumentation leicht gemacht” von Carola Kummert und die unterhaltsame, mit “Systemadministration++” passend betitelte Präsentation (siehe auch adminzen.org) von Grml-Vater Michael Prokop aus. Auch hier waren es weniger die bahnbrechenden Neuigkeiten als vielmehr eine gruppendynamische Katharsis, welche durchaus zu neuen oder zumindest wieder ausgegrabenen Sichtweisen führen konnte. Etwas zuviel Inhalt wollte Fabrizio Manfredi in seinen Vortrag “How to design and build an inexpensive distributed file system” legen - nach einer Einführung in die Geschichte und Funktionsweise von OpenAFS blieb zu wenig Zeit für Hadoop, Ceph & Co. Den größten Funfaktor schliesslich brachten Geert-Dietger Hoffmann und Dag Wieers durch ihren Einsatz der Wiimote als Präsentationswerkzeug (Slides als PDF) mit, von wirklich praktisch über herrlich skurill bis hin zur vollkommen bespassten Sinnbefreiung.

Fazit: Die FrOSCon 2008 hat Spass gemacht. Neben den guten Talks beeindruckte das auf vielen gross gewachsenen Veranstaltungen verloren geglaubte Communityfeeling - oft versammelte sich ein nicht unerheblicher Teil der eigenen Blogroll zum gleichen Vortrag. Ein Wunsch zur Verbesserung des hohen Niveaus der FrOSCon bleibt das Kennzeichnen des inhaltlichen Anspruchs der Veranstaltungen - ob für Einsteiger, Intermediates oder illuminiert Initiierte. Sollte 2009 terminlich passen, bin ich auf jeden Fall gerne wieder mit dabei - ein dickes Lob an wahrhaft felsende Organisatoren und Helfer!

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Neophobic Scrobblers?

Last.fm - erklärter “Web 2.0”-Favorit des Hauses - hat nach Monaten der Betaphase ein neues Erscheinungsbild. The times they are a-changin’, doch nicht jedem passt das aktuelle Konzept: keine Evolution, sondern blutige Revolution, kein Facelift, sondern zuviel Wannabe-Facebook, kein Fortschritt, sondern schlichter Rückschritt im Design, so die zahlreichen Aufschreie im empörten Teenagerslang. Dabei hat die Arbeit der Last.fm-Macher durchaus auch Lob verdient: gescrobbelte Updates sollen nun in Echtzeit ihren Niederschlag in dynamisch generierten Hitlisten finden, das Handling der eigenen Library hat sich vor allem mit Blick auf die Verwaltung persönlicher Favoriten stark verbessert.

Das Design - nun, Geschmackssache, aber keinesfalls die apokalyptische Katastrophe, die vom neuen Layout offensichtlich überraschte Nutzer schon nach dem ersten Klick in Blog- und Forenkommentaren an die Wand malten. Zeit zum Umgewöhnen gab man sich nicht - »Fuck you, this layout sucks, bring back the old style, I’ll quit my subscription, CAPITAL CAPITAL EXCLAMATION MARK« fasst das Niveau der meisten Diskussionen hinreichend zusammen. Auch wenn nicht alles perfekt gelöst und stellenweise überladen erscheint, empfinde ich das neue Design als erfrischender, interaktiver, schlicht spannender im Vergleich zum Aussehen des Vorgäners.

Hinter dem Relaunch der Website stecken auch handfeste, wirtschaftliche Gründe, und so mancher wird Befürchtungen bestätigt sehen, die mit dem Kauf von Last.fm durch CBS eine kommerziellere Neuorientierung des Angebots voraussagten. So will Last.fm nun mit stark personalisierter Werbung zielgruppenorientiert auf Kundenfang gehen - »Interactive advertising will be at the heart of the next generation of web marketing, says the social music site« berichtet Times Online und führt aus:

»A new type of web advertising that interacts with the site on which it appears is to make its debut on Last.fm, the social music site. [...] An example of the new ‘smart’ adverts displays an image of a mobile phone handset which changes according to what the Last.fm user is doing. For instance, if someone is listening to Bon Jovi, the phone would appear to start playing a Bon Jovi track, showing off its MP3 player. Hotel chains will be able to tap into a Last.fm user’s list of favourite artists and display adverts for hotels in cities where those artists have upcoming gigs.

Vorhersehbar wird diese Art der personalisierten Werbung nicht nur Zustimmung finden, und so lesen sich manche Antworten von Russ Garrett auf entsprechende Fragen rechtfertigend, ja fast verteidigend:

We honestly don’t want advertising on the site (and I think we’ve done pretty well so far), but unfortunately we have to run a business and so advertising is a fact of life. We try and keep it low-key, but if someone offers us a vast amount of money for doing something which doesn’t completely run against our whole ideals then we kind of have to do it to stay alive. We’re currently wallpapering some of our landing pages for advertisers, which I don’t think looks too bad, especially if you’re not keen on our new white background. Personally, I think this is unfortunate timing. As I mentioned in my previous post, we aren’t trying to squeeze as much money as we can out of our users. That certainly wasn’t the point of the site design. But (cynically speaking) it’s also a good selling point to try and get advertisers to buy space. Such is life.

Das sind Informationen, die man an anderen, prominenteren Stellen der Last.fm-Präsenz vermisst, eine fehlende Transparenz, die zu Recht kritisiert werden kann. Möge sich ein jeder eine eigene Meinung bilden, vorzugsweise nicht im Affekt, sondern mit etwas abwägendem Abstand. Wer mit personalisierter Werbung wenig Probleme hat und sein ästhetisches Empfinden mit der neuen Präsentationsfrom in Einklang bringen kann, wird vermutlich weiterhin dem Service der selbsternannt sozialen Musikrevolution treu bleiben, andere wieder werden - ebenso verständlich - entgegengesetzte Konsequenzen ziehen. Die Diskussion läuft, ob mit Notbremse zum oben verlinkten Blogpost oder innerhalb der eigenen Last.fm-Feedback-Foren.

Meiner einer wird tapfer weiterscrobbeln.

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PicLens Browser Plugin

Fast schon Web 3.0 ist das definitiv ziemlich abgefahrene PicLens Browser-Plugin von Cooliris. Die standesgemäß transparent reflektierende Effekthascherei verleiht dem Surfen durch beliebigen Filckr oder Youtube-Content im Fullscreen-Modus einen nicht zu unterschätzenden Funfaktor. Prinzipiell lassen sich alle per Media-RSS syndizierten Seiten in der reichlich gepimpten Darstellungsvariante geniessen - von Amazon über DeviantArt, Facebook und MySpace bis hin zu Webgallerien wie Googles Picasa. Auch die eigene Website lässt sich nach Anleitung präparieren, ein Plugin für von Wordpress getriebene Blogs existiert.

Entsprechende Erweiterungen gibt’s vorerst für Firefox, den Internet Explorer und Safari, womit derzeit leider nur Windows (hier getestet mit Firefox 3.0 unter Vista Ultimate 64) und OS X gangbare Optionen darstellen. Eine etwaige Version für freilaufende Pinguine wird auf sich warten lassen: »Our ideal plan is to eventually make our Firefox version work cross-platform, but its timing is not yet clear due to our current resource constraints. We’re trying to make sure our currently supported platforms are fully stabilized and robust before supporting other platforms.«.

Die Homepage des Herstellers sowie YouTube liefern Bewegtbilder als visuellen Anreiz zur Installation. Worth a look!

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Kopflos

Mit Adolf Hitler (oder seinen vermeintlichen Tagebüchern) lässt sich gutes Geld verdienen, nicht nur auf den Titelseiten von BILD, Stern und anderen Regenbogenblättern im In- und Ausland, sondern auch mit Guido Knopp im ZDF oder eben ganz in Wachs bei Madame Tussauds in Berlin. Es dürfte einigermaßen unumstritten sein, dass Adolf Hitler die deutsche Geschichte über lange Jahre leidbringend geprägt und darüber hinaus bis heute beeinflußt hat, und somit gehört der große Unsympath ebenso unstrittig in jeden - auch kommerziell - ausgestellten Kontext deutscher Historie, der sich nicht einen blinden Fleck von der Größe des antarktischen Ozonlochs zu eigen machen will.

Der völkermordende Diktator nämlich war eines gewiss nicht: ein Monster, welches man Kraft eigenen Vergessens aus dem allgemeinen Bewusstsein vertreiben oder dem posthum das modellierte Haupt vom Rumpf zu trennen ist. Das hier doch etwas verspätet inszenierte Heldentum scheint mir eine offenkundig wirkungslose und darüber hinaus zu billige Variante der Geschichtsbewältigung zu sein.

Der Bagatellisierung Hitlers entgegenzutreten bedeutet, ihn schlicht als Menschen anzuerkennen, um damit die offenbar eben doch nicht ganz so unvorstellbare Perversität und Grausamkeit seines Handelns auch heute noch als potentielle Konsequenz geschürter Ängste gegenüber Minderheiten und Andersdenkenden aktuell zu halten.

So unopportun dies dem herrschenden Common Sense auch erscheinen mag.

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Bionade - der Preis des Originals

»Wir sind das Original. Und das Original muss immer am teuersten sein.« (Peter Kowalsky, Geschäftsführer Bionade)

Schade eigentlich. So schnell der Aufstieg des “offiziellen Getränks für eine bessere Welt” von Hamburgs Szenekneipen in die Regale der Republik gelang, so schnell hatte auch ich die etwas andere Limonade zu schätzen gelernt. Doch während die Preise an Deutschlands Zapfsäulen mich einigermaßen peripher berühren, schockte das samstägliche Nahrungsmittelshoppen bei Feinkost Albrecht und Neukauf mit deutlich ausgezeichneten 90 Eurocent, wo vor wenigen Tagen an gleicher Stelle ein ganzes Drittel weniger den Kassenbon belastete.

Kowalsky führt weder höhere Energiekosten, teurere Rohstoffe noch den gerne bejammerten Lohnfaktor zur Erklärung des immensen Preissprungs ins Feld, sondern verweist schlicht auf marktstrategische Überlegungen. Die vielen Nachahmer, die dem Produkt der kleinen Brauerei aus Ostheim in Bayern mittlwerweile Konkurrenz machen, seien häufig teurer als das erklärte Original selbst. »Darauf müssen wir reagieren, sonst nimmt Bionade ein tragisches Ende«, bezieht der Chef des Hauses Stellung. Investieren wolle man, keine Villen bauen oder Hubschrauber kaufen, sondern expandieren und exportieren. Vom sympathischen Underdog mit Prinzipien zum betriebswirtschaftlich werteentwerteten Bussiness as Usual?

Es ist weniger der absolute Preis als ein dümmlich-arrogantes Selbstverständnis, das Bionade vorerst sein tragisches Ende in meinem Kühlschrank finden lässt. Mag die Preisbildung bei vermeintlichen Luxus- und Lifestylegütern aus betriebswirtschaftlicher Sicht auch anders funktionieren, hier ist Image nichts und Durst alles, oder so ähnlich.

Zitate aus Bionade: Der Preis des Originals (FAZ) und Bionade: Preisschub bei Bio-Brause (FOCUS Money).

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MUTO - Bewegende Wandmalerei

Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie oft der Auslöser hier gedrückt werden musste oder wie lange der gesamte Schaffensprozess an sich gedauert haben mag - es ist das Ergebnis, welches mir bekannt ist und sich mit Superlativen gerecht bewerten lässt. “MUTO - A wall-painted Animation” von BLU aus Buenos Aires. Atemberaubend.

Via Hannes Blog.

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