/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Kurzevaluation mutt-ng

“All mailers suck - but mutt sucks less.” Mutt sucks less - but it still sucks!

Eine kleine Kurzevaluation von “mutt-ng”, des vielbeschworenen ersten Eindrucks wegen: Die wohl offensichtlichsten Neuerungen bestehen in der Integration einer optional zuschaltbaren Sidebar, die sich im laufenden Betrieb ein- und ausblenden lässt, sowie der Möglichkeit, einen frei konfigurierbaren Titel für das von mutt-ng genutzte Terminal zu setzen. Für letzteres stehen die aus $status_format bekannten Variablen zur Verfügung.

Ein paar kleine Macken sind der Sidebar noch eigen, wenn auch keine größeren Schwächen mehr - so wünschte ich mir beispielsweise ein mitlaufendes Markieren des aktuellen Folders beim gewohnten “Ordnerzapping”. Etwas eigenartig ist auch, dass der Zähler für die Anzahl an Nachrichten eines Ordners auf Null zurückgesetzt wird, sobald man diesen betritt. Der Screenshot illustriert auch dieses Verhalten.

Nach vielen endlosen Diskussionen und einigem dogmatischen Starrsinn auf Seiten der mutt-Entwickler beweist die neue Flexibilität von mutt-ng endlich Interesse an den Wünschen zahlreicher Nutzer, was die gesetzte umask beim Abspeichern von Dateien betrifft. Der Anwender hat nun sinnvollerweise die Qual der Wahl, der Default bleibt wie gewohnt bei 077 - warum nicht gleich so?

Ansonsten flossen unter anderem der von mir schon seit einiger Zeit genutzte Patch zum Cachen von Maildir- und IMAP-Headern und ein weiterer Patch zum erneuten Reconnect bei abgebrochenen IMAP-Verbindungen in das Projekt mit ein. Damit wurde wieder ein kleiner und notwendiger Schritt in die richtige Richtung gemacht, um so mutt und IMAP einander ein wenig näher zu bringen.

Der standardmässig hinzugekommene NNTP-Support ist eine weitere Neuerung, infolge derer mutt-ng nun auch als Newsreader größere Verbeitung finden dürfte. Ich allerdings bleibe meinem slrn bis auf weiteres treu.

Mittlerweile gibt es ein sehr informatives Wiki in Sachen mutt-ng, und auch das development blog hält den interessierten Leser regelmässig auf dem Laufenden.

Zurück zum ersten Eindruck: Vielversprechend!

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amaroK, so fern und doch so nah...

Smarte und optisch bevorteile Menschen nutzen irssi zur Kommunikation im IRC, so man der Tagline von irssi.de glauben schenken darf. Eben jener Client läuft bei mir zentralisiert auf meinem Router, um auch fernab der Heimat meine gewohnte Umgebung zum flauschigen Plausch im Netz vorfinden zu können.

Musikalisch hingegen lasse ich mich von amaroK verwöhnen, dem KDE-Audioplayer, der nicht nur einfach reichlich schnieke aussieht, sondern sich der stetig wachsenden Zahl an durchdachten Features wegen zur wahren Killerapplikation entwickelt. Neben dem Covermanager begeistert so vor allem die vorbildliche Audioscrobbler-Einbindung, die ein weiteres, nettes Gimmick möglich macht: “Suggested Songs”. Im Rahmen der von Audioscrobbler erstellten Statistiken schlägt amaroK zum aktuell gesplielten Song weitere, auf der eigenen Platte vorhandene Tracks vor, die meist erstaunlich gut zum Kontext passen. Nicht selten habe ich mich damit stilsicher durch meine Sammlung gehangelt und schon vergessene Songs immer wieder neu entdeckt. Genial auch: “Smart Playlists”, mit denen man nach den unterschiedlichsten Kriterien gefiltert, sortiert und begrenzt die eigene Beschallung zusammenstellen kann. Kurzum: “amaroK - rediscover your music”.

Was mir bisher allerdings fehlte war die Möglichkeit, den Audioplayer von meinem IRC Client aus zu kontrollieren, ohne dafür das Fenster wechseln oder die Hände von der Tastatur nehmen zu müssen. Und zugegeben: Auch ich lasse die uninteressierte Umwelt im IRC gerne wissen, was mich aural gerade in höchste Verzückung versetzt - wenn auch nicht in terrorisierend kurzen Intervallen. Wie schon beschrieben laufen amaroK und irssi jedoch auf verschiedenen Rechnern, so dass eine solche Funktionalität bis dato schmerzlich vermisst wurde. Heute nun entdeckte ich amarok_ssh.pl von Tobias Wulff auf scripts.irssi.org, das unter Zuhilfenahme von SSH und DCOP meinen Wünschen fast vollends entgegenkommt:

/amarok song [loud]
   Prints the artist and title of the song which is currently played.
   If the argument loud is given, all users in the current channel can
   see what song you are currently listening.
/amarok time [loud]
   Prints the total time of the song as well as the played time
   and remaining time. Same behaviour for given argument loud
   as above.
/amarok pause
   Pauses (or unpauses) the current song.
/amarok play
   Plays the current song (again).
/amarok stop
   Stops the current song.
/amarok next
   Skips to the next song.
/amarok prev
   Skips to the previous song.
/amarok seek [+|-]secs|min:secs
   Seeks to the given position. If + or - is given amaroK seeks
   relatively the amount of minutes and/or seconds to the
   current position.
/amarok vol [0 to 100]
   Prints or changes the output volume of amaroK.
/amarok mute
   Toggles between volume 0 and the last used volume.

Settings you can change with /SET
   amarok_use_ssh:    Enable or disable remote amaroK’ing
   amarok_ssh_client: IP or hostname of the remote pc
   amarok_dcop_user:  user who is running dcop and amaroK

Nun endlich kann ich meinen favorisierten Audioplayer von jedem Rechner auf jedem Rechner bequem über meinen favorisierten IRC Client fernbedienen - danke dafür!

Übrigens: Wer nicht nur seinen IRC Client, sondern auch seinen Audioplayer zentralisieren will, der ist mit dem Music Player Daemon gut beraten: “Music Player Daemon (MPD) allows remote access for playing music (MP3, Ogg Vorbis, FLAC, AAC, Mod, and wave files) and managing playlists. MPD is designed for integrating a computer into a stereo system that provides control for music playback over a local network. It is also makes a great desktop music player, especially if you are a console junkie, like frontend options, or restart X often.”.

Das Allerletzte: Mein Audioscrobbler-Profil. Etwaige Peinlichkeiten sind natürlich ausschließlich der Zufallswiedergabe zu verdanken, das Allermeiste ist jedoch vollkommen Ernst gemeint! ;-)

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Icon Grid

Die umfangreichen Sourcen des neuen KDE Paketes haben mittlerweile auf zwei Rechnern sauber durchkompiliert, dank distcc hielt sich der Zeitaufwand in einem überschaubaren Rahmen. Version 3.3 fühlt sich (noch) schneller an als der ebenfalls schon sehr performante Vorgänger und bietet unzählige, kleine Verbesserungen im Detail - die Messlatte für Desktop Environments unter unixoiden Betriebssystemen wurde von den KDE Entwicklern einmal mehr ein kleines Stückchen höher gelegt. Einer der wenigen, offensichtlichen Negativpunkte ist der per Default viel zu große, vertikale Abstand zwischen den Icons bei deren Positionierung im Raster auf dem Desktop - nicht nur in meinen Augen, wie dieser Bugvote unschwer erkennen lässt. Eine Konfigurationsmöglichkeit bieten die bekannten Einstellungsdialoge nicht, jedoch ermöglicht das händische Editieren der Konfigurationsdatei
~/.kde/share/config/kdeglobals

die Ausrichtung des Icon Grids nach eigenen Vorstellungen:

[DesktopIcons]
DesktopGridSpacing=x,y

Werte von x=62 und y=0 sorgen hier für brauchbarere Ergebnisse als die Defaults der KDE Entwickler.

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KDE 3.3

Mit nur einem Tag Verspätung haben die KDE Entwickler eine fast punktgenaue Landung hingelegt und ihren ehrgeizigen Release Plan vorbildlich in die Tat umgesetzt: KDE 3.3 hat heute offiziell das Licht der Welt erblickt. Zum verdienten, gegenseitigen Schulterklopfen bietet sich allen Beteiligten nun die aKademy (das KDE World Summit 2004) vom 21. bis zum 29. August in Stuttgart an - auf dem Programm stehen Workshops, Vorträge, Entwickerssessions und vieles mehr. Mittlerweile ist der neue KDE Release auch schon in den ~x86 Zweig des Gentoo Portage Trees gelangt, so dass ich am heutigen Abend meine Maschinen mit kollektiven Compilerläufen vor frühzeitigen Verfettungserscheinungen bewahren kann. Ein weiterer Grund zur Freude: In einem Interview mit golem.de kündigten die Entwickler des FreeNX Projektes an, noch während der aKademy eine erste Betaversion des auf NX 1.4 basierenden FreeNX Servers zu veröffentlichen - Zeit, auch hier mal etwas tiefer einzutauchen.

Der wahnsinnig symbolträchtige, 100. Beitrag auf www.basquiat.de sei damit Danksagung und Beglückwünschung zugleich, quasi eine Ode an alle Entwickler freier und quelloffener Software. Ernsthaft: Danke!

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Neuer Katalog für GNOME und GTK Applikationen

Anwender des GNOME Desktops und Liebhaber von GTK-basierten Applikationen dürfen sich nach dem Launch von gnome-look.org über eine weitere Ressource freuen: gnomefiles.org. Die Seite will eine ausgewählte Übersicht in Sachen GTK-basierter Software bieten und Programme vorstellen, die auf das Gnome Desktop Environment zugeschnitten sind. Im Gegensatz zu Datenbanken wie Freshmeat sollen die User hier nur speziell auf ihre favorisierte Arbeitsumgebung angepasste Software vorfinden. Die Einträge auf gnomefiles.org sind in Kategorien geordnet und können über ein Bewertungssystem beurteilt werden. Noch befindet sich die Seite nach Meinung der Verantwortlichen im Betastadium, was ihrer Benutzbarkeit allerdings keinen Abbruch tut.
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