/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Abmahnungsabonnements

Etliche Blog-Installationen bieten die praktische Möglichkeit, Kommentare zu bestimmten Artikeln zu abonnieren, um fortlaufende Diskussionen mitverfolgen zu können - bei einem neuen Kommentar wird der Subscriber auf Wunsch per E-Mail informiert. Prinzipiell eine gute Sache, der Haken dabei: Wird die dort angegebene Mail-Adresse nicht ausreichend verifiziert, kann ein jeder eintragen, was im Lichte der eigenen Intention opportun erscheint - und so ein Blog gegebenenfalls zur Spamschleuder umfunktionieren.

Droht hier die nächste Abmahnwelle? Zumindest ein Fall scheint schon bekannt. In Relation zum generierten Mehrwert des Plugins erscheint mir das Risiko einer kostenbewehrten Unfreundlichkeit zu hoch, und auch anderen sei ans Herz gelegt, Installationen von Blogsystemen und ähnlichem auf derartige Funktionalitäten abzuklopfen.

Kris zeigt in einfachen Schritten, wie man unter Serendipity dem Abmahnspass entgeht. Mit dem nächsten Major-Release des besten Blogs von Welt in Version 1.4 steht offenbar ein Double-Opt-In für Kommentarabonnements ins Haus; bis dahin bleiben diese hier deaktiviert.

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Neophobic Scrobblers?

Last.fm - erklärter “Web 2.0”-Favorit des Hauses - hat nach Monaten der Betaphase ein neues Erscheinungsbild. The times they are a-changin’, doch nicht jedem passt das aktuelle Konzept: keine Evolution, sondern blutige Revolution, kein Facelift, sondern zuviel Wannabe-Facebook, kein Fortschritt, sondern schlichter Rückschritt im Design, so die zahlreichen Aufschreie im empörten Teenagerslang. Dabei hat die Arbeit der Last.fm-Macher durchaus auch Lob verdient: gescrobbelte Updates sollen nun in Echtzeit ihren Niederschlag in dynamisch generierten Hitlisten finden, das Handling der eigenen Library hat sich vor allem mit Blick auf die Verwaltung persönlicher Favoriten stark verbessert.

Das Design - nun, Geschmackssache, aber keinesfalls die apokalyptische Katastrophe, die vom neuen Layout offensichtlich überraschte Nutzer schon nach dem ersten Klick in Blog- und Forenkommentaren an die Wand malten. Zeit zum Umgewöhnen gab man sich nicht - »Fuck you, this layout sucks, bring back the old style, I’ll quit my subscription, CAPITAL CAPITAL EXCLAMATION MARK« fasst das Niveau der meisten Diskussionen hinreichend zusammen. Auch wenn nicht alles perfekt gelöst und stellenweise überladen erscheint, empfinde ich das neue Design als erfrischender, interaktiver, schlicht spannender im Vergleich zum Aussehen des Vorgäners.

Hinter dem Relaunch der Website stecken auch handfeste, wirtschaftliche Gründe, und so mancher wird Befürchtungen bestätigt sehen, die mit dem Kauf von Last.fm durch CBS eine kommerziellere Neuorientierung des Angebots voraussagten. So will Last.fm nun mit stark personalisierter Werbung zielgruppenorientiert auf Kundenfang gehen - »Interactive advertising will be at the heart of the next generation of web marketing, says the social music site« berichtet Times Online und führt aus:

»A new type of web advertising that interacts with the site on which it appears is to make its debut on Last.fm, the social music site. [...] An example of the new ‘smart’ adverts displays an image of a mobile phone handset which changes according to what the Last.fm user is doing. For instance, if someone is listening to Bon Jovi, the phone would appear to start playing a Bon Jovi track, showing off its MP3 player. Hotel chains will be able to tap into a Last.fm user’s list of favourite artists and display adverts for hotels in cities where those artists have upcoming gigs.

Vorhersehbar wird diese Art der personalisierten Werbung nicht nur Zustimmung finden, und so lesen sich manche Antworten von Russ Garrett auf entsprechende Fragen rechtfertigend, ja fast verteidigend:

We honestly don’t want advertising on the site (and I think we’ve done pretty well so far), but unfortunately we have to run a business and so advertising is a fact of life. We try and keep it low-key, but if someone offers us a vast amount of money for doing something which doesn’t completely run against our whole ideals then we kind of have to do it to stay alive. We’re currently wallpapering some of our landing pages for advertisers, which I don’t think looks too bad, especially if you’re not keen on our new white background. Personally, I think this is unfortunate timing. As I mentioned in my previous post, we aren’t trying to squeeze as much money as we can out of our users. That certainly wasn’t the point of the site design. But (cynically speaking) it’s also a good selling point to try and get advertisers to buy space. Such is life.

Das sind Informationen, die man an anderen, prominenteren Stellen der Last.fm-Präsenz vermisst, eine fehlende Transparenz, die zu Recht kritisiert werden kann. Möge sich ein jeder eine eigene Meinung bilden, vorzugsweise nicht im Affekt, sondern mit etwas abwägendem Abstand. Wer mit personalisierter Werbung wenig Probleme hat und sein ästhetisches Empfinden mit der neuen Präsentationsfrom in Einklang bringen kann, wird vermutlich weiterhin dem Service der selbsternannt sozialen Musikrevolution treu bleiben, andere wieder werden - ebenso verständlich - entgegengesetzte Konsequenzen ziehen. Die Diskussion läuft, ob mit Notbremse zum oben verlinkten Blogpost oder innerhalb der eigenen Last.fm-Feedback-Foren.

Meiner einer wird tapfer weiterscrobbeln.

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PicLens Browser Plugin

Fast schon Web 3.0 ist das definitiv ziemlich abgefahrene PicLens Browser-Plugin von Cooliris. Die standesgemäß transparent reflektierende Effekthascherei verleiht dem Surfen durch beliebigen Filckr oder Youtube-Content im Fullscreen-Modus einen nicht zu unterschätzenden Funfaktor. Prinzipiell lassen sich alle per Media-RSS syndizierten Seiten in der reichlich gepimpten Darstellungsvariante geniessen - von Amazon über DeviantArt, Facebook und MySpace bis hin zu Webgallerien wie Googles Picasa. Auch die eigene Website lässt sich nach Anleitung präparieren, ein Plugin für von Wordpress getriebene Blogs existiert.

Entsprechende Erweiterungen gibt’s vorerst für Firefox, den Internet Explorer und Safari, womit derzeit leider nur Windows (hier getestet mit Firefox 3.0 unter Vista Ultimate 64) und OS X gangbare Optionen darstellen. Eine etwaige Version für freilaufende Pinguine wird auf sich warten lassen: »Our ideal plan is to eventually make our Firefox version work cross-platform, but its timing is not yet clear due to our current resource constraints. We’re trying to make sure our currently supported platforms are fully stabilized and robust before supporting other platforms.«.

Die Homepage des Herstellers sowie YouTube liefern Bewegtbilder als visuellen Anreiz zur Installation. Worth a look!

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Nieder mit der IT!

Die Kabarettisten Pigor & Eichhorn rechnen resignierend mit dem multimedialisierten Informationszeitalter ab - ein kruder Mix aus Sprechgesang, Slam Poetry und grimassierend degeniertem Grenzmonarchentum. Pigor singt, Benedikt Eichhorn muss begleiten. Und Ulf.

Via Keimform.

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Limerick

There once was a message to test
Repeated unto being a pest
    While marked to ignore
    It was seen more and more
Until other begged, “Give it a rest!”

Darren Chandler auf OpenBSD-misc als Reaktion auf die allseits beliebten Fernfunktionsevaluationen hochfrequentierter Mailinglisten.

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Von Arbeitgebern und Angestellten

»I wouldn’t wish anything on anybody, but Alonso could slip over in the bath, couldn’t he?«

Ron Dennis im Jahr 2005 über einen damaligen Konkurrenten und späteren Angestellten. Schon früh also beste Voraussetzungen für ein herzliches Miteinander und ein durchgehend angenehmes Klima am Arbeitsplatz - die Spätfolgen sind hinlänglich bekannt.

Via Kanalmitinsasse xlk.

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US-Senator verklagt Gott

Manchmal können sie richtig sympathisch wirken, die Amerikaner. Ein US-Senator verklagt Gott wegen andauernder Terrordrohungen und verweist auf fürchterliche Fluten, Erdbeben, schreckliche Stürme, Pest, Hunger und Dürre.

Chambers will daher vom Richter eine Verfügung, die Gott ein für alle mal derartige “zerstörerische Aktionen” oder die Androhung von solchen untersagt. Ein mögliches juristisches Problem für den Senator: Normalerweise muss ein Zivilkläger den Beklagten davon unterrichten, dass er Klage eingereicht hat oder zumindest vor Gericht nachweisen, dass er sich nach besten Kräften um eine solche Unterrichtung bemüht hat. Aber hier hat der Senator schon ein Argument parat: Gott, so sagt er, muss nicht informiert werden, da er allgegenwärtig ist und deshalb sowieso schon alles weiß.

Gross. Ich hätte da noch ein paar Punkte für die Anklageschrift.

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Video: Planet unter Beobachtung

Hiermit sei der gelungene Remix von Alexander Svensson zur Vorratsdatenspeicherung im Sinne von netzpolitik.org »weiterdistributiert«. Wem genannte Links noch unbekannt erscheinen: die eingehendere Lektüre ist lohnenswert.

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Keine Geschenkidee.

The awful truth.

Dankend abgelehnt. Via information aesthetics.

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Sexy girls moaning your IP

Das “Ruf! Mich! An!” des Internetzeitalters.

Frisch von der CCNA-Schulung in Köln: Ein weiteres Argument für IPv6. Via EDV.

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