Heute Gestern Abend fand im Rahmen der Mannheimer Schlossfestspiele ein Deutsch-Israelisches Freundschaftskonzert statt, von dem wir bis zu jenem Zeitpunkt mal wieder absolut nichts wussten. Nach einem verdient kühlen Feierabendbier die Straßen der Innenstadt entlang und heimwärts schlendernd jedoch zogen uns unvermittelt seltsam bekannte Klänge an, die in der lauen Luft eines angenehm frischen Sommerabends die Häuserschluchten der Quadratestadt hinunter schwebten. Am Quell der tönenden Magie angelangt konnten wir im Rücken einer großen Tribüne die Dimensionen des Klangkörpers nur entfernt erahnen, was uns - zusammen mit anderen zufällig verweilenden Passanten - nicht davon abhielt, auf dem Bürgersteig sitzend oder an Absperrungen lehnend andächtig der dargebotenen Musik zu lauschen.
Vollkommen unverhofft überraschte eine sympathische Geste des angestellten Sicherheitpersonals die versammelten und einigermaßen verdutzten Zaungäste, welche gute zwanzig Minuten vor Ende der Aufführung leise in den Innenraum gebeten wurden, um den bombastischen Finalsatz von Beethovens neunter Sinfonie und Schillers Ode an die Freude hautnah miterleben zu können, aufgeführt vom Haifa Symphony Orchestra und dem Mannheimer Festspielchor, dirigiert von Noam Sheriff.
In jenen Momenten liebe ich diese Stadt.
Vielleicht gibt’s am Sonntag ein verrauschtes Erinnerungsfoto meines mobilen Telefonieapparates - bis dahin nämlich verweile ich erst einmal nach dem morgig heute erledigten Arbeitstag bei meiner stets vermissten Sippe in Freiburg, um ein wenig die eigene Seele baumeln zu lassen.
Update: Es ist Montag geworden, doch sind’s der Bilder dafür vier.