/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Musical Fair Trade

Magnatune - “We are not evil”

Amarok, Audioplayer meines uneingeschränkten Vertrauens, brachte mir mit Release-Version 1.4.4 erstmalig Magnatune näher, einen Online-Musicstore ohne DRM, dafür aber mit seltsam vertraut klingender “We are not evil”-Attitüde. Den Preis für die tönenden Konserven bestimmen hier die Kunden selbst, einzig die untere Grenze ist mit $5 ebenso festgelegt wie ein Maximum von $18 - wer sich nach einem ausführlichen Probehören zum Erwerb entschließt, spült 50% des Verkaufspreises eines Albums direkt in die Taschen der Künstler (und darf den Downloadlink an bis zu drei weitere Personen versenden). Der gemeine Podcaster zahlt nichts. Darüber hinaus wird in allerlei Formatvariationen serviert: Vom unkomprimierten WAV über’s verlustfrei zusammengestauchte FLAC bis hin zu OGGs und MP3s in verschiedenen Qualitätsabstufungen, selbst AAC-kodiertes für Apples iTunes. A dream comes true?

Der Lobhudelei folgen die Wermutstropfen: Neben all den großen Plänen und laut verkündeten Prinzipien wirkt das Repertoire des 2003 von John Buckman gegründeten Unternehmens derzeit noch reichlich bescheiden, was sicherlich auch ein Ergebnis der handverlesenen Auswahl an Künstlern ist. Ich bin gespannt, was sich hier in den nächsten Monaten entwickeln wird.

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Fünfstellig

Laut Audioscrobbler habe ich also seit dem 22. Dezember vergangenen Jahres über 10.000 Tracks gelauscht. Eigentlich wollte ich die “runde” Zahl festhalten, doch der Server der musikalischen Datensammler hatte einmal mehr einen leichten Schluckauf, so dass ich erst bei Song 10009 zum Blitzlichten kam:

Was letzte Woche auf meinem virtuellen Plattenteller einer schweren Rotation unterworfen war, verdeutlicht die “Weekly Artist Chart”, eine von mehreren Statistiken, die Audioscrobbler dem fanatischen Musikkonsumenten anheim stellt:

Der ungeschlagene König in Sachen Audiosrobbler-Support (und anerkannter Überplayer für MP3, Ogg, FLAC & Co) sei in diesem Kontext einmal mehr unverhohlen beworben: amaroK. Rediscover your music!

Und nun auf zur Sechsstelligkeit! ;-)

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amaroK, so fern und doch so nah...

Smarte und optisch bevorteile Menschen nutzen irssi zur Kommunikation im IRC, so man der Tagline von irssi.de glauben schenken darf. Eben jener Client läuft bei mir zentralisiert auf meinem Router, um auch fernab der Heimat meine gewohnte Umgebung zum flauschigen Plausch im Netz vorfinden zu können.

Musikalisch hingegen lasse ich mich von amaroK verwöhnen, dem KDE-Audioplayer, der nicht nur einfach reichlich schnieke aussieht, sondern sich der stetig wachsenden Zahl an durchdachten Features wegen zur wahren Killerapplikation entwickelt. Neben dem Covermanager begeistert so vor allem die vorbildliche Audioscrobbler-Einbindung, die ein weiteres, nettes Gimmick möglich macht: “Suggested Songs”. Im Rahmen der von Audioscrobbler erstellten Statistiken schlägt amaroK zum aktuell gesplielten Song weitere, auf der eigenen Platte vorhandene Tracks vor, die meist erstaunlich gut zum Kontext passen. Nicht selten habe ich mich damit stilsicher durch meine Sammlung gehangelt und schon vergessene Songs immer wieder neu entdeckt. Genial auch: “Smart Playlists”, mit denen man nach den unterschiedlichsten Kriterien gefiltert, sortiert und begrenzt die eigene Beschallung zusammenstellen kann. Kurzum: “amaroK - rediscover your music”.

Was mir bisher allerdings fehlte war die Möglichkeit, den Audioplayer von meinem IRC Client aus zu kontrollieren, ohne dafür das Fenster wechseln oder die Hände von der Tastatur nehmen zu müssen. Und zugegeben: Auch ich lasse die uninteressierte Umwelt im IRC gerne wissen, was mich aural gerade in höchste Verzückung versetzt - wenn auch nicht in terrorisierend kurzen Intervallen. Wie schon beschrieben laufen amaroK und irssi jedoch auf verschiedenen Rechnern, so dass eine solche Funktionalität bis dato schmerzlich vermisst wurde. Heute nun entdeckte ich amarok_ssh.pl von Tobias Wulff auf scripts.irssi.org, das unter Zuhilfenahme von SSH und DCOP meinen Wünschen fast vollends entgegenkommt:

/amarok song [loud]
   Prints the artist and title of the song which is currently played.
   If the argument loud is given, all users in the current channel can
   see what song you are currently listening.
/amarok time [loud]
   Prints the total time of the song as well as the played time
   and remaining time. Same behaviour for given argument loud
   as above.
/amarok pause
   Pauses (or unpauses) the current song.
/amarok play
   Plays the current song (again).
/amarok stop
   Stops the current song.
/amarok next
   Skips to the next song.
/amarok prev
   Skips to the previous song.
/amarok seek [+|-]secs|min:secs
   Seeks to the given position. If + or - is given amaroK seeks
   relatively the amount of minutes and/or seconds to the
   current position.
/amarok vol [0 to 100]
   Prints or changes the output volume of amaroK.
/amarok mute
   Toggles between volume 0 and the last used volume.

Settings you can change with /SET
   amarok_use_ssh:    Enable or disable remote amaroK’ing
   amarok_ssh_client: IP or hostname of the remote pc
   amarok_dcop_user:  user who is running dcop and amaroK

Nun endlich kann ich meinen favorisierten Audioplayer von jedem Rechner auf jedem Rechner bequem über meinen favorisierten IRC Client fernbedienen - danke dafür!

Übrigens: Wer nicht nur seinen IRC Client, sondern auch seinen Audioplayer zentralisieren will, der ist mit dem Music Player Daemon gut beraten: “Music Player Daemon (MPD) allows remote access for playing music (MP3, Ogg Vorbis, FLAC, AAC, Mod, and wave files) and managing playlists. MPD is designed for integrating a computer into a stereo system that provides control for music playback over a local network. It is also makes a great desktop music player, especially if you are a console junkie, like frontend options, or restart X often.”.

Das Allerletzte: Mein Audioscrobbler-Profil. Etwaige Peinlichkeiten sind natürlich ausschließlich der Zufallswiedergabe zu verdanken, das Allermeiste ist jedoch vollkommen Ernst gemeint! ;-)

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