/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Pola(d)roid

Es ist noch nicht all zu lange her, da verabschiedete sich Polaroid krisengebeutelt vom wohl bekanntesten und beliebtesten Produkt des Hauses, dem Sofortfilm. Polaroids gelten mal als fotografisches Fast-Food oder anerkannte Kunstform, sind in jedem Fall aber mitnichten überstrapaziert: ein Kult. Der digitalen Revolution zum Opfer gefallen erlebt die ureigene Optik der nostalgisch anmutenden Schnappschuss-Bildchen - wie so viele andere analoge Verfahren auch - in Form von Plugins und Filtern ein binäres Revival im elternmordenden Rechner. Mittelfrisitg geht daran kaum noch ein Weg vorbei, wird die nahende Einstellung der Produktion entsprechende Filme doch zu einem knappen und hochpreisigen Gut avancieren lassen.

Poladroid-Tagset auf Flickr.

Poladroid ist ein eben solcher Filter, verwirklicht als Standalone-Applikation für Apple-Rechner unter Mac OS X 10.4 und höher, lauffähig auf PPC- und Intel-Plattformen. Das kostenlose Virtual-Gadget mit dem passenden Interface bringt Spass, es klickt und entwickelt und verlangt Cartridge nach Cartridge. Auch Windows-User sollen demnächst in Genuss des imateriellen Sofortfilmers kommen, so dass sich ein regelmäßiger Blick auf die Website lohnen kann. Großzügige Spenden sind den Entwicklern natürlich jederzeit willkommen!

Poladroid-Screenshot

Via Bruderherz.

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Im direkten Vergleich: Apple teuer

Erstaunte Blicke beim Wochenendeinkauf.

Die Diskussion ist eine alte, und natürlich werden unverbesserliche Fanboys fernab jeder Realität weiterhin von angeblichen Vorzügen schwadronieren, die teures plötzlich preiswert erscheinen lassen sollen. Hier kommt jede Hilfe zu spät: Im direkten Vergleich wird die überteuerte Bepreisung sowie der designtechnisch marginalisierte Vorsprung von Apple zur direkten Konkurrenz unanfechtbar offensichtlich. Da ist auch der Gang vom hochgestylten Applestore in volksnähere Neukauf-Filialen nur noch als Akt purer Verzweiflung zu deuten.

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An Open Letter to Steve Jobs

Eine öffentliche Antwort auf die medienwirksam publizierten Gedanken von Steve Jobs formuliert die Anti-DRM-Kampagne der Free Software Foundation, Defective by Design - und fordert etwas mehr als die gewohnt gut klingenden Phrasen des charismatischen Rollpulloverträgers ein:

Steve Jobs, how genuine is your pledge? We have identified three ways you could show your sincerity about DRM. Taking action on any one of these fronts would be a powerful demonstration that you mean business:

  • Drop DRM on iTunes for independent artists
  • Drop DRM on iTunes for Disney movies and video
  • Take a public stand against DRM and legislation mandating DRM by funding a campaign to repeal the Digital Millenium Copyright Act’s (DMCA) prohibitions

An Open Letter to Steve Jobs. Wer Taten Worten vorzieht, mag dort virtuell Beifall bekunden.

Via Netzpolitik.org.

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PC vs. Mac?

Während des unkontrolliert nächtlichen Stöberns auf KDE-Look.org (“Eyecandy for your Desktop”) gefunden:

In response to the poor minded guys behind the “I’m a PC” or “I’m a Mac” campaign... Why should anybody feel the need to identify with a PC or a Mac? I can think by myself... I’m Myself, Thanks :)

Grabenkämpfe befeindeter Fanblöcke sind in der Open-Source-Szene glücklicherweise ein vollkommen unbekanntes Phänomen. Gute Nacht!

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Bill Gates vs. Steve Jobs

“Whats that?” - “It’s an iHouse!” - “Uh, but it has no windows?” - “Exactly!”

Via Camael.

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I hate Macs

Katharsis?

»I hate Macs. I have always hated Macs. I hate people who use Macs. I even hate people who don’t use Macs but sometimes wish they did. Macs are glorified Fisher-Price activity centres for adults; computers for scaredy cats too nervous to learn how proper computers work; computers for people who earnestly believe in feng shui.«

[...]

»If you truly believe you need to pick a mobile phone that “says something” about your personality, don’t bother. You don’t have a personality. A mental illness, maybe - but not a personality.«

Was muss Charlie Brooker nur für ein herrlich selbstverliebtes Grinsen auf den Lippen gehabt haben, als er diese Zeilen danieder schlug? Engländer machen eben nicht nur die besseren Automagazine - dieser Rant im breitesten Britisch, er wäre ein Fall für’s Hörbuch.

Via Basic Thinking.

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Apple's Thoughts on Music

Auch Steve Jobs möchte nicht mehr böse sein. Nachdem die Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Digital Restriction Managements mittlerweile auch branchenintern immer häufiger öffentlich ausgesprochen werden, scheint der Marktführer unter den kostenpflichtigen Musikdownload-Anbietern reagieren zu müssen, wohl auch und gerade unter dem Eindruck des verstärkten Engagements europäischer Verbraucherverbände:

Imagine a world where every online store sells DRM-free music encoded in open licensable formats. In such a world, any player can play music purchased from any store, and any store can sell music which is playable on all players. This is clearly the best alternative for consumers, and Apple would embrace it in a heartbeat.

Erleben wir hier die Wandlung vom Saulus zum Paulus? Bisher jedenfalls setzte Apple auch in Gerichtsprozessen mit Nachdruck alles daran, die eigene Plattform geschlossen zu halten - ein klassisches Beispiel künstlich erzeugter Marktabschottung. Das Errichten solcher Barrieren indes ist ein eher übliches Vorgehen gewinnorientierter Unternehmen, um die Früchte der eigenen Arbeit nicht mit anderen Wettbewerbern teilen zu müssen - sicherlich aber keines, das zum Vorteil der Kunden gereicht. Wie sehr auch Apple in erster Linie auf die Wahrung der eigenen Pfründe bedacht ist, verdeutlicht die ungewohnt martialische Reaktion auf die Ankündigung eines weiteren Unternehmens, das eigene Restriction Management auch auf dem iPod umzusetzen - man scheut selbst vor einer Instrumentalisierung des Digital Millennium Copyright Acts nicht zurück:

We are stunned that RealNetworks has adopted the tactics and ethics of a hacker to break into the iPod, and we are investigating the implications of their actions under the DMCA and other laws. We strongly caution Real and their customers that when we update our iPod software from time to time it is highly likely that Real’s Harmony technology will cease to work with current and future iPods.

Geschickt reicht Steve Jobs jetzt also opportun den Schwarzen Peter an die Musikindustrie weiter: Alleine ihrem Zwang sei der Einsatz des Digital Restriction Managements auf Apples Downloadplattformen zu verdanken, eine komplette (und damit für alle Konkurrenten ebenfalls verbindliche) Abschaffung dieses Systems werde man begeistert aufnehmen. Ein mit Blick auf die vermutete Halbwertszeit des Restriction Managements strategisch geschickt vorgenommener Schachzug, der einen bisherigen Nutznießer des Systems einmal mehr als visionären Vordenker in das Licht der Öffentlichkeit rückt. Auch so funktioniert Marketing. Andere meinen es ernst.

Abseits aller wahren Motivation hinter Steve Jobs’ neuem Pamphlet: Eine breitere Öffentlichkeit für eine ehrlich geführte Diskussion über die Unverschämtheiten des Digital Restriction Managements ist zu begrüßen, ganz gleich, ob diese nun von Apple, Microsoft oder ähnlich glaubwürdigen Vertretern der Branche initiiert wird. Alleine die Meinungsführerschaft sollte nicht aktionärsgetriebenen Konzernvorstehern oder gar der Musikindustrie selbst überlassen werden.

Via c0t0d0s0.

Updates: Einige kritische Anmerkungen zum neuen Selbstverständnis von Apple in Sachen DRM veröffentlicht DeCSS- und FairPlay-Hacker Jon Lech Johansen hier, hier und hier. Natürlich gibt’s was auf Heise, und noch mehr innerhalb der Blogosphäre:

Steve Jobs mag eigentlich gar kein DRM
Will Steve Jobs drop iTunes DRM in a heartbeat?
It’s a dirty Jobs but someone’s got to do it
Reading Between the Lines of Steve Jobs’s “Thoughts on Music”

Auch Edward Felten und Lawrence Lessig äußern sich. Eine ganz anderen Gesichtspunkt bringt #!/bin/blog/ in die Diskussion ein: “Kopierschutz - Welches Übel hätten’s denn gern?”

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Der Imperativ, die Ideologie und Ich - der iKapitalismus

Die Onlineausgabe der Sueddeutschen in Person des Christian Kortmann schreibt über das bekannte Phänomen des auf Käuferschichten induzierten Reality Distortion Fields, beziehungsweise - umganssprachlicher und massenkompatibler - den kaum mehr nachvollziehbaren Hype um die schillernde Produktpalette eines grossen Konzerns aus Cupertino, Kalifornien. Ein unwirkliches und manchmal tatsächlich beängstigendes Mysterium, das so auch in meiner näheren Umgebung nach wie vor geschätzte Sozialkontakte zeitweise ihres kritischen Verstandes zu berauben in der Lage war - und immernoch ist.

Der gekonnt polarisierend betitelte Zweiseiter “Die Apple-Lüge” - wobei eine jede Kritik an eben jener Firma dieser Tage zu Polarisieren scheint, trifft sie stets doch offenbar weniger die Produkte selbst als ein vielerorts verinnerlichtes Lebensgefühl - ist in meinen Augen eher mäßig, beinhaltet aber Absätze, die bereits Gedachtes und Gesagtes schön paraphrasieren. Vielerorts, pun intended.

Der Markenfetischismus, der in den 1980er-Jahren in der Subkultur der Popper erblühte, ist heute ein Massenphänomen: Wir sind im Zeitalter des iKapitalismus angekommen. Dieser ist eine gegenaufklärerische Bewegung, denn die Wahnvorstellung, Apple-Produkte seien etwas Besonderes, hat sich in den Köpfen fest gesetzt.

[...]

Dieser Mechanismus zeigt, wie virtuos Apple die Klaviatur der Konsumentenmanipulation bedient. Die Zeitspanne zwischen der Ankündigung des iPhone und seiner Verfügbarkeit erzeugt eine Periode der Erwartung und Vorfreude, die bekanntlich die größte Sehnsucht auslöst. Ein adventlich-nervöser Glanz kehrt in die Augen der Apple-Jünger zurück, den man noch aus der Kindheit kennt: An den Weihnachtsmann glauben sie zwar nicht mehr, dafür haben sie jetzt Steve Jobs!

[...]

Die Apple-Verklärung ist das schlagendste Beispiel für die Momente, in denen auch bei kritischen Zeitgenossen das Reflexionsvermögen aussetzt und sie blind den Wahrnehmungskanälen folgen, die das Marketing für sie bereit stellt.

[...]

Der Wunsch nach neuen Dingen erzeugt beim Konsumenten einen persönlichen Mangel und damit eine sinnlose Unzufriedenheit.

Stichwort: Kognitive Dissonanz. Allgemeinplätze, nicht nur - aber eben auch - bei Apple.

Via Netzpolitik.org.

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Musikalische Backsteine

In Zeiten, in denen geistig verwahrloste Lemminge auf Apples Hausmessen vor lauter Begeisterung über hochpreisige Barebone Lookalikes und nicht minder überteuerte MP3 Player in hysterische Schreikrämpfe ausbrechen, erinnert sich doch noch der ein oder andere an historische Begebenheiten. Nein, auch die digitale Musikrevolution hat nicht Apple aus der Taufe gehoben, das haben - wie so oft - andere, bereits lange zuvor, getan. Schon vor über 5 Jahren existierten auf Festplatten basierende MP3 Player, die bereits damals mit tauglichen Köpfhörern, welche bei Apple noch heute nur gegen Aufpreis die Ohren der hörigen Anhänger klanglich verwöhnen dürfen, ausgeliefert wurden. Manche werden es sich schon denken können: Ich rede über meine gute, alte PJB 100. Schön, dass sie noch einmal Erwähnung findet:
The world’s first iPod - Credit for this goes to Compaq’s Systems Research Center and the Palo Alto Advanced Development group -- essentially a bunch of engineers from Compaq’s laptop division who realized that hard drives could replace flash memory in MP3 players and enable them to hold far more music. When I reviewed the MP3 player these groups created (the Hango/Remote Solutions Personal Jukebox PJB-100), I was blown away by the then-unheard-of 6GB capacity, crystal-clear sound, and ample display, as compared with the skimpy 32MB devices I’d seen previously, such as the MPMan and the Rio.”

[ Introducing the world’s first MP3 player (Cnet) ]

Welch bittere Ironie der Geschichte: Compaq und später auch Hewlett-Packard, die sich Compaq einverleibten, verkannten das Potential der PJB. Man verkauft heute iPods mit eigenem Firmenbranding. Traurig.

Relevante Links:

Personal Jukebox

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Schein und Sein

Schnäppsche?

Um Apple ranken sich seit jeher seltsame, fast schon religiös anmutende Mythen. Geschicktes Marketing und exquisites Design haben der Firma nicht nur zahlreiche Product Placements in Film und Fernsehen eingebracht, sondern ihre Erzeugnisse fast schon zu Lifestyle Accessoires mutieren lassen. Statt pickeliger Nerds und bierbäuchiger System Administratoren sind Hochlglanzbarbies im Stile von “Sex And The City” die neuen Aushängeschilder der Firma aus Cupertino. Apple ist eben anders - oder etwa doch nicht? Was diese Firma anfasst, muss gut und innovativ sein, folgt man den Argumentationslinien ihrer ergebenen Jünger. Dass dem mitnichten so ist, möchte ich nun keineswegs an den Beispielen von “OS X” AKA “NeXT / OpenSTEP / BSD” oder der seltsamen Bilanz von Geben und Nehmen des Konzerns gegenüber der freien Entwicklergemeinschaft verdeutlichen - dieser Rant wäre ein anderer, längerer. Beschränken wir uns also auf aktuelle Vorkommnisse...

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