/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Niggemeier über BILD

Bildblogger Stefan Niggemeier vertraut sich in 39 Antworten der Netzeitung an:
Und “Bild” ist eine schlimme Zeitung. Ich glaube, von Günter Wallraff stammt der pathetische Satz, dass Deutschland ohne die “Bild”-Zeitung ein besseres Land wäre. Das klingt nach einer maßlosen Überschätzung der Zeitung, aber es stimmt. Fast zwölf Millionen Leute lesen sie täglich, und die Wirkung dieser Zeitung ist meiner Meinung nach fast ausschließlich negativ.

Ein Kommentar auf Spreeblick reicht Max Goldt nach, zitiert aus “Mein Nachbar und der Zynismus”:

Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muß so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun.

Aus dem Herzen gesprochen.

Via Spreeblick.

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BILDblog fotografiert zurück

In einem als “Experiment” bezeichneten Aufruf sucht das BILDblog die besten Fotos von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann, “in Badehose am Strand oder in einer Bäckerei oder auf dem Parkplatz oder am Flughafen oder im Flugzeug oder eingenickt im Flugzeug oder beim Shopping oder beim Nase-Bohren nachdenklich oder frischverliebt auf Sylt oder mit seiner Familie aus einem Nobel-Restaurant kommend oder in einer Tankstelle oder beim Italiener oder bei der Arbeit oder ganz ungeschminkt oder ganz entspannt mit einem Bierchen in einer Bar oder beim Pinkeln oder oder...”

Die Kampagne vergilt damit - auf etwas alttestamentarische Art und Weise - des Schmierenblatts unsägliche “Leser-Reporter”-Aktion, im Rahmen derer die ethisch verlotterte Zielgruppe die Privatsphäre Prominenter zu mißachten lernt, gelockt von ansehnlichen Prämien. Diekmann suche “bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer”, urteilte dem entsprechend schon 2003 das Landgericht Berlin - er dürfte deshalb wohl “weniger schwer durch die Verletzung seines eigenen Persönlichkeitsrechtes belastet” sein.

Interessant könnte es werden, sollte Diekmann zur Wahrung der eigenen Persönlichkeitsrechte vor Gericht ziehen: er würde argumentativ den übelriechenden Sumpf seines “journalistischen” Treibens selbst trockenlegen müssen. Eventuell ist aber auch gerade dieser Umstand Kalkül.

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