Contentdiebe
Zeilenschmarotzer waren ab und an auch Thema dieser Veranstaltung, doch der Vandalismus der Netzasozialen nimmt neue Formen an. Herrlich!
/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot
Zeilenschmarotzer waren ab und an auch Thema dieser Veranstaltung, doch der Vandalismus der Netzasozialen nimmt neue Formen an. Herrlich!
Haben will.
Via Gigold.de
Nun sind Blogs aber vor allem das eine: “mein Senf”. Was hier dazugegeben wird, kann überflüssig oder bereichernd sein, ausgewogen berichten oder sprachlich versiert polarisieren - das Urteil darüber schließlich fällt je nach Peer Group unterschiedlich aus. Ein Duschvorhang Ein Blog kann journalistischen Ansprüchen genügen wollen, muss es aber nicht. Dem potentiellen Rezipienten wird sich der informative Mehrwert der viel gescholtenen Blogosphäre nur bei ausreichend vorhandener Medienkompetenz erschließen - der Wille und die Möglichkeit, sich selektiv des eigenen Verstandes zu bedienen, sei hier vorausgesetzt.
Insofern ist es müßig, wortlauten Protagonisten Befangenheit oder mangelnde Objektivität zu unterstellen - kaum einer der Angesprochenen wird das ernsthaft bestreiten wollen. Eine klare Sprache sorgt für klare Fronten. Der verbale Dampfhammer muss und will nicht immer selbst ein Teil der Lösung sein, läßt aber immerhin einen Standpunkt verorten und der eigenen Bewertung zugänglich werden. Don’t judge a book by it’s cover. Handkantenharte Fakten bedürfen keiner Geschenkverpackung, sondern einer kritischen Würdigung - mein Fazit muss nicht das Deinige sein.
Haben Blogs also eine Verantwortung, und wenn ja: welche? Die virtuelle Parallelwelt des Netzes existiert schon lange nicht mehr im rechtsfreien Raum, die eigene Meinungsfreiheit findet ihre Grenzen. Das kritiklose Wiederkäuen von vermeintlichen Informationen kann Lawinen ebenso ins Rollen bringen wie eine fundierte Recherche. Diese selbstreferentielle Natur des Mediums treibt den Verantwortlichen aus PR und Marketing den Angstschweiß ins Gesicht. Waren sie bisher vor allem gewohnt, zu lenken und zu steuern, so scheint das Gefühl des Kontrollverlustes ein unwirkliches zu sein, mit dem sich kaum anzufreunden ist.
Das Biotop ist vielfältig, reich an echten Inhalten, an differenzierenden Sichtweisen, an Ausgewogenheit und Kompromissbereitschaft. Es enthält Lügen und verleumdet, ist einseitig und gnadenlos, ausführlich und verkürzend, auf den Punkt bringend und entstellend. Begnadete Schreiber teilen sich mit Artikulationsopfern und Meinungsmacher mit Trittbrettfahrern das Terrain. Choose your enemy - die Qual der Wahl. Wer nicht wie ein Kind behandelt werden will, der sollte sich nicht wie ein Student Kind benehmen. Der Leser ist gefordert. Es mag sein, dass er hier Dinge erlernt, die der eigenen Wahrnehmung auch etablierter Medien zum Vorteil gereichen.
Schon lange vor der Entstehung der neuzeitlichen Blogosphäre existierten soziale Strukturen im Netz, die trotz ihres losen Zusammenhalts eine Art Netzkultur definierten. Diese Kultur wurde, oft gegen allerhand Widerstände, regelmäßig neu positioniert, die selbst auferlegten, geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze passten sich dem Lauf der Dinge an oder verschwanden ganz. Die Blütezeiten des Usenet, der großen und kleinen Mailbox-Systeme und späteren Mailinglisten wechselten sich gegenseitig ab, allesamt waren es Medien mit jeweils ureigenen Regeln und Traditionen. Rhetorisch geschliffene Flamewars und stilloses Gepöbel, es zielgruppte auf fast jeden Geisteszustand. Menschen wussten sich verbal anzufassen, auszuteilen und einzustecken, waren sich der Gepflogenheiten bewußt und kamen ohne Hausjustiziar selbst mit gelegentlichen Tiefschlägen klar. Damals war alles besser.
Von vielen erst und immernoch als neumodische, vor Medienbrüchen nur so strotzende Hyperfluidität abgetan, erlangten Weblogs in einem mittlerweile durch und durch durchkommerzialisierten Netz in Windeseile erhebliche Aufmerksamkeit. Alte Hasen konvertierten und konnten einen reichhaltigen Fundus miterlebter und mitgestalteter Netzgeschichte aufbieten, neue Gesichter bereicherten oder schockierten durch neue Blickwinkel. Das Internet erlebte nicht den ersten Clash Of Cultures, doch immernoch lassen sich viele Verständnisprobleme auf die unterschiedliche Netzsozialisation ihrer Akteure zurück führen.
Mehr »Bisher habe ich Planeten nicht als Brutstätten geistigen Diebstahls wahrgenommen. Die meisten mir bekannten Vetreter dieser Gattung machen sich mitnichten fremde Inhalte zu eigen, sie weisen im Gegenteil klar Quellen und Herkunft der gelisteten Beiträge aus, verlinken diese in der Regel mehrfach und sind offensichtlich als Zusammenfassung externer Artikel zu verorten. Planeten sind ein vitaler Teil der Blogosphäre, die trotz aller Heterogenität von der gemeinsamen Vernetzung und Kategorisierung von Inhalten lebt. Auch wenn der geäußerte Wunsch auf Exkludierung eigener Inhalte zu respektieren ist, so erscheint das Selbstverständnis des selbstempfundenen Beklauten ein merkwürdiges zu sein, stellt das regelmäßige Interesse der aufgebotenen Referenzen doch vor allem eine Anerkennung der eigenen Schreibe dar. Nicht wenige Blogs finden so immer wieder neue Leser, denen sich gerade auf öffentlichen Aggregationsplätzen reichlich Gelegenheit zum neugierigen Weiterhangeln bietet.
Wie die meisten privat betriebenen Planeten ist planet basquiat nicht Selbstzweck, sondern zweierlei: Nonkommerziell und Nebensache, dabei für mich die äußerst komfortable Möglichkeit, in meinen favorisierten Blogs von beliebigen Rechnern und Standorten aus jederzeit stundenaktuell nach Lust und Laune zu stöbern, ohne die zigfach verteilte Masse an Informationen mit Klimmzügen bewältigen zu müssen. Der im Raum stehende Vorwurf der Eigenwerbung durch Instrumentalisierung fremder Inhalte wirkt schon bei einem Blick auf die Regelmäßigkeit hier erscheinender Beiträge absurd, denn Bloggen ist zumindest hier noch so ursprünglich, wie es vielleicht einmal war: Ein Hobby ohne kommerzielle Interessen oder Wettkampfabsichten. In meiner laienhaften Naivität kann zumindest ich mich so eher darüber freuen, wenn mein Blog das offensichtliche Interesse eines aggregierenden Netznachbarn geweckt hat, dessen Einbeziehung meiner Inhalte für mich eher Lob denn Diebstahl, wenn nicht sogar ein klein wenig Werbung ist.
Herrn Vetter habe ich aufgrund seiner geäußerten Einstellung zu Planeten selbstverständlich von meiner Liste zu aggregierender Blogs genommen, nicht ohne Enttäuschung. Im diesem Zuge werde ich zeitnah alle weiteren, auf planet basquiat gelisteten Blogs anschreiben, um einem etwaigen Wunsch auf Herausnahme aus meinem Planeten nachkommen zu können.
Dem Macher des Law Blogs danke ich für einige sehr gelungene Artikel. Es hat Spass gemacht, sie zu lesen.
Es begab sich also an einem 27. oder 28. Dezember des vergangenen Jahres, so ganz genau weiss ich das nicht mehr, als mein Bruder und ich im trauten, noch weihnachtlich gestimmten Familienkreis überdurchschnittlich gut gemästet die Nicht-Erreichbarkeit unseres Servers zur Kenntnis nehmen mussten. Bis dato war die Domäne “basquiat.de” eine von vielen auf meines Bruders Root-Server, dem Tummelplatz unzähliger Websites, Zielgruppen und “Kunden”. Ein Anruf beim damaligen Provider offenbarte ernüchterndes, war der komplette Rechner doch aufgrund ausgehender DoS-Attacken vom Netz genommen worden, eine Wiederbelebung möglich, aber mit einer saftig bewehrten Verstragsstrafe bei erneuten Vorkommnisen verbunden - 5050 Euro (Zitat: “In Worten: fünftausendfünfzig Euro”) sollte eine jede Zuwiderhandlung nach sich ziehen. Die Stimmung zu diesem Zeitpunkt war auf unserer Seite verständlicherweise ein wenig gedämpft, und so machten wir uns auf die Suche nach Alternativen. Da weder mein Bruder noch ich grosse Lust verspürten, die eigenen Freizeit in die regelmässigere Wartung eines Servers zu investieren, fiel unsere Wahl schliesslich auf ein vom Provider gepflegtes System, das damit zwar weniger Flexibilität, aber eben auch weniger Arbeit bedeutete. Backup und Restore kosteten ihre Zeit, waren aber im Vergleich zur Dauer der anfallenden Domänentransfers vernachlässigbar. Im klaren Bewußtsein darüber, dass die Sicherheit der eigenen Server ureigenste Verantwortung ist, möchte ich dennoch dem intellektuell offenbar reichlich entkernten Individuum für seine Handlungen und ein paar versaute Festtagsstunden sowie reichlich anschliessende Mühen danken.
Sei es drum, “basquiat.de” präsentiert sich in leicht erneuerter Pracht. Das Design ist “runder” und nicht mehr ganz so deckend weiß, wobei sich besagte Rundungen bei Gecko-basierten Browsern dank der (noch nicht) standadisierten “-moz-border-radius”-Property durchaus im wörtlichen Sinne bemerkbar machen. Warten wir ab, was CSS3 bringt. Zu einer abschliessenden Entscheidung, ob ich das Runde nun dem Eckigen vorziehe, bin auch ich noch nicht gelangt.
Zugegeben, etwas Wehmut schwingt sicherlich auch bei diesem Relaunch mit. Was habe ich nicht alles verpasst! Unzählige Vorlagen zu ausschweifenden (und manchesmal sogar guten) Rants zogen ungenutzt an mir vorbei, die immer skurillere Politik (verdanke ich dieses Adjektiv nun der Lektüre von Anton Wilson und Robert Shea?) ebenso wie sich das in Teilen nun wirklich unabstreitbar suspekt entwickelnde Bloggertum betreffend. Nein, irgendwann gehören die bemüht nachdenklichen Sprecher der immer mehr Verbreitung findenden Podcasts ordentlich abgewatscht, und auch manche Selbstgefälligkeit bekannter Schreiberlinge bringt einen immer näher an die Schmerzgrenze - mal sehen, inwieweit ich da mithalten kann...
Abschließend der wirklich gerechtfertigte und hiermit ehrlichst gehuldigte Dank meinem Bruder, der den Großteil des Schlamassels über sich hatte ergehen lassen müssen, obwohl auch er gerade dieser Tage mehr als ausreichend in andere Dinge eingespannt ist. Danke!
Sollte manches noch etwas unrund laufen, so bin ich für einen Hinweis hierüber stets dankbar. Ich würde mich sehr wundern, hätte ich in der Eile keinen gröberen Schnitzer an der einen oder anderen Stelle verbockt.
Kallisti!
(Siehe auch: Totgeglaubte leben länger)
Nachtrag:
Auch Spreeblick (noch mehr hier) war zwischenzeitlich das Opfer herumirrender Netzasozialer - dort hat’s allerdings nur eine Weiterleitung erwischt. Dennoch wenig erbaulich, und hoffentlich keine aufkommende Trendsportart - “Shoot my Blog”.
Es wird wohl eher zu einem Nebeneinander denn zu einem Gegeneinander kommen, zu Menschen, die sich verschiedener Diskussions- oder Publikationskanäle bedienen und zu Menschen, die aus Prinzip und selbstgewonnener Erfahrung nur das eine oder andere Medium zu nutzen und zu schätzen wissen. Das Usenet, Mailinglisten, Blogs: Alle haben ihre Vor- und Nachteile, die Probleme allerdings sind nicht immer deckungsgleich.
Blogs sind, bei aller Theorie, nicht äquivalent zum Usenet - sie können und wollen auch nicht das Gleiche leisten. Der dezentrale Ansatz birgt den Vorteil, den eigenen Vorgarten sauber halten zu können, und bringt so durchaus manchesmal Artikelsammlungen von erstaunlicher Qualität zum Vorschein. Durch die willentliche Vernetzung untereinander entstehen Pfade, die Einladen und damit auch Ausgrenzen, ein Qualitätsmanagement ganz eigener Art. Das Problem der einzeln verlinkten Inseln wird mit immer brauchbareren Akregatoren und RSS-Feeds kleiner, den ursprünglichen Komfort einer (wenn auch nicht physisch) zentralen und (gemeint) strikt themenorientierten Lösung wie der des Usenets aber können auch diese Programme nicht bieten.
Der Beißreflex manches Urgesteins zum Thema Blogs allerdings zeigt nur, mit welchen Problemen man es im Usenet wirklich zu tun hat. Spammer und vereinzelte Trolle sind handhabbar, Starrsinn ist es nicht. Da wird jeder Medienbruch zur Katastrophe, das Trafficproblem überlanger Signaturen in zweihundert ausschweifenden Beiträgen jedesmal auf’s neue erörtert. Die quälend unerträgliche Realnamediskussion hat mich so von einem Befürworter in der Sache zu einem (stillen) Gegner der Apologeten werden lassen.
Natürlich liest sich das deutschsprachige Usenet formal vergleichsweise angenehm, das Einhalten gewisser Mindeststandards sollte jedem Kommunikationsteilnehmer nicht nur dort Anliegen aus eigenem Interesse sein. Gleichzeitig ist das Klima vielerorts vergiftet - neben den immernoch zahlreichen, wertvollen Beiträgen scheint es ein ganzes Heer an selbsternannten Nutznetzpädagogen der ältesten, urpreussischen Schule zu geben, die oft nur auf das nächste Opfer warten. Usenet kann Spass machen, der Aufwand zur Filterung allerdings wird immer größer (und damit sicherlich immer seltener frei von Kollateralschäden). Usenet ist ein offenes Medium, und das ist eigentlich auch gut so. Besitzstandsdenken führt im gemeinschaftlichen Raum jedoch unweigerlich in die Irre, das Herausekeln unerwünschter Personen verdirbt am Ende allen die Atmosphäre. Es ist die Entdeckung des eigenen Lieblingsclubs durch die doppeldeutig breite Masse, das Avancieren vom Geheimtip zum überlaufenen Szenetreff. Eine Türsteherpolitik aber kann es im Usenet nicht geben - auf Mailinglisten dagegen durchaus, dort - wie könnte es anders sein - nicht selten wiederum Anlass zu neuen Problemen und neuem Diskussionsstoff.
Menschlich verständlich: Immer und immer wieder auf Gleiches hinzuweisen, das kostet Geduld, und je lernresistenter die hereinströmenden Neuankömmlinge, desto wahrscheinlicher der Umschwung vom Oberlehrerhaften ins Persönliche. Das Usenet ist nicht tot, es liegt auch nicht in hinsiechender Agonie. Die Gegend hat sich verändert, es streifen mehr Fremde durch’s Dorf. Auch wenn das eigentlich dem Genpool zum Vorteil gereichen sollte: Man traut sich nur noch im Asbestanzug mit Scheuklappen auf die Strasse. Klar, dass sich manch einer darin zu albern vorkommt.
Sonstiges:
Dennoch gibt dieser für die Berliner Betreiber offenbar notwendig gewordene Schritt Anlass und Zeit zum Nachdenken. Es steht ausser Frage, dass die Arbeit der Administatoren an der FU ihr Geld wert ist und auch schon in der Vergangenheit wert gewesen wäre. Das Problem ist anders gelagert: Das Medium selbst stellt sich in Frage. Ganz so weit wie Kristian Köhntopp, der in seinem Blog seinen Abschied aus dem Usenet bekannt gibt, möchte ich nicht gehen. Meine Beiträge dort beschränkten sich schon von jeher mehr auf das selektive Lurken denn auf eine nennenswerte Teilnahme an irgendeiner, wie auch immer gearteten, Community. Vielleicht kann ich gerade dieser Distanziertheit wegen weniger nostalgisch auf die Entwicklung des Usenets der letzten Jahre zurück blicken. Jahre, in denen es nicht gelang, die nachwachsenden Nestbeschmutzer Netzbenutzer in gewachsene Strukturen zu integrieren. Der sinnbildliche September lässt grüßen. Fronten verhärteten, Traditionen wurden zum Selbstzweck. Wenn Altersstarrsinn auf spätpubertäres Revoluzzertum trifft, kommt meist wenig mehr als der tausendste Endlosthread zum immer gleichen Thema zig Mal wiedergekäut hinten raus. Ohne das Scoring mit der Axt ist die Signal-To-Noise-Ratio kaum noch in ertäglichen Maßen zu halten, viele Gruppen erinnern mehr an einen Kampf hoffnungslos übersteigerter Egos denn an eine Kommunikation unter Gleichgesinnten.
Manche Gruppen werde ich ungeachtet all dieser Einschränkungen hin und wieder weiter verfolgen, gut gefiltert und mit einem wachen Auge auf die vielen Schreiberlinge dort, von denen ich lesend lernen durfte. Ob mir das einen kostenpflichtigen Zugang wert ist? Eine Frage, die sich so kaum stellt, ist die Bezahlung des moderaten Nutzungsentgeldes doch offensichtlich nur über Firstgate möglich. Wider jede Heuchelei: Auch bei Verfügbarkeit von mir bevorzugter Zahlungsmethoden denke ich nicht, für die aus eigenem Antrieb heraus sehr eingeschränkte Nutzung dieses Dienstes Geld investieren zu wollen - hier tut es für seltenere Besuche auch der Server des eigenen Providers. Trotzdem gilt mein Dank und mein Respekt der Arbeit der Berliner Newsgarde, die nicht Grund, aber Stein des Anstosses waren, an dieser Stelle über bisher Unreflektiertes nachzudenken.
Ein weiterer, wie üblich interessanter Ansatz kommt von Kai: Es geht ihm ebenfalls kaum um die jährlichen 10 Euro, vielmehr stellt er die Frage in den Raum, warum unter Zwang eingetriebene GEZ Gebühren für nie nachgefragte Webauftritte der Öffentlich-Rechtlichen und Millionen für “mieserable Portale” wie das unserer Arbeitsagentur zur Verfügung stehen, ein providerunabhängiger Usenetzugang zur demokratischen Meinungs- und Willensbildung aber offenbar keiner Subvention würdig ist.
Weitere Diskussionen darüber finden ausser in der Blogosphäre - wenig verwunderlich - auch im Usenet statt. Man beschäftigt sich eben allerorten am liebsten mit sich selbst. ;-)
Nachtrag:
Ja, auch ich finde Forensysteme als Kommunikationsplattform grausam und denkbar ungeeignet. Am heimeligsten fühle ich mich derzeit in diversen Mailinglisten, die nicht immer frei von einer ähnlichen Symptomatik sind, im Krankheitsverlauf aber oft sehr viel schneller regenerieren. Konzeptuell könnte das Usenet überzeugen - nur eben ohne Menschen. Ein fehlgeschlagenes Experiment?

Und nun: Ein Blog, auch hier. Spielwiese und Meinungsmultiplikator, spannend spannungsabbauend. Der Beat, die Harmonie, der Kontrapunkt? Die Komposition ist am enstehen, nun geboren und schon prinzipbedingt für immer unvollendet.
Dennoch: Keine großen Pläne, kein weiteres Projekt auf dem Schafott spontanen Desinteresses. Nur Lust und Laune. Geistige Momentaufnahmen, dann und wann, stützend, wirre Gedanken ordnend. Weite Felder, thematisch ungebunden, frei und flexibel. Es lohnt nicht, über kommendes zu spekulieren, vielleicht aber, existentes zu kommentieren. Das Blog macht es Mensch einfach. Spielend. Hier: Serendipity. Und nochmal: Danke.
Doch weiter im Text...
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