/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Rebirth of the Cool

Long time no see: Auch wenn es manch einem erst wie eine aus freien Stücken gewählte Abstinenz erschienen sein mag, so liegen die Gründe für das langanhaltende Fernbleiben aus der ominösen Gemeinschaft der klowandbesudelnden Meinungsanmaßer zu einem erheblichen Maße an von mir nicht wirklich zu beinflussenden Größen. An erster Stelle ist hier sicherlich mein halbjähriges Praxissemester zu nennen, welches mich erbarmungslos in den Tagesrhytmus der arbeitenden Bevölkerung gestoßen hat (und mich immernoch dort festhält). Die (für studentische Verhältnisse) nicht wirklich üppige Restfreizeit möchte zumindest ich nicht nur vor dem ewig lockenden Rechenknecht verbringen, sondern eben auch als Übung zur Verteidigung des künftigen Privatlebens in einer lohnabhängigen Zukunft verstanden wissen... mehr dazu sicherlich in einem anderen Artikel, vorab nur so viel: Spass macht’s!

Es begab sich also an einem 27. oder 28. Dezember des vergangenen Jahres, so ganz genau weiss ich das nicht mehr, als mein Bruder und ich im trauten, noch weihnachtlich gestimmten Familienkreis überdurchschnittlich gut gemästet die Nicht-Erreichbarkeit unseres Servers zur Kenntnis nehmen mussten. Bis dato war die Domäne “basquiat.de” eine von vielen auf meines Bruders Root-Server, dem Tummelplatz unzähliger Websites, Zielgruppen und “Kunden”. Ein Anruf beim damaligen Provider offenbarte ernüchterndes, war der komplette Rechner doch aufgrund ausgehender DoS-Attacken vom Netz genommen worden, eine Wiederbelebung möglich, aber mit einer saftig bewehrten Verstragsstrafe bei erneuten Vorkommnisen verbunden - 5050 Euro (Zitat: “In Worten: fünftausendfünfzig Euro”) sollte eine jede Zuwiderhandlung nach sich ziehen. Die Stimmung zu diesem Zeitpunkt war auf unserer Seite verständlicherweise ein wenig gedämpft, und so machten wir uns auf die Suche nach Alternativen. Da weder mein Bruder noch ich grosse Lust verspürten, die eigenen Freizeit in die regelmässigere Wartung eines Servers zu investieren, fiel unsere Wahl schliesslich auf ein vom Provider gepflegtes System, das damit zwar weniger Flexibilität, aber eben auch weniger Arbeit bedeutete. Backup und Restore kosteten ihre Zeit, waren aber im Vergleich zur Dauer der anfallenden Domänentransfers vernachlässigbar. Im klaren Bewußtsein darüber, dass die Sicherheit der eigenen Server ureigenste Verantwortung ist, möchte ich dennoch dem intellektuell offenbar reichlich entkernten Individuum für seine Handlungen und ein paar versaute Festtagsstunden sowie reichlich anschliessende Mühen danken.

Sei es drum, “basquiat.de” präsentiert sich in leicht erneuerter Pracht. Das Design ist “runder” und nicht mehr ganz so deckend weiß, wobei sich besagte Rundungen bei Gecko-basierten Browsern dank der (noch nicht) standadisierten “-moz-border-radius”-Property durchaus im wörtlichen Sinne bemerkbar machen. Warten wir ab, was CSS3 bringt. Zu einer abschliessenden Entscheidung, ob ich das Runde nun dem Eckigen vorziehe, bin auch ich noch nicht gelangt.

Zugegeben, etwas Wehmut schwingt sicherlich auch bei diesem Relaunch mit. Was habe ich nicht alles verpasst! Unzählige Vorlagen zu ausschweifenden (und manchesmal sogar guten) Rants zogen ungenutzt an mir vorbei, die immer skurillere Politik (verdanke ich dieses Adjektiv nun der Lektüre von Anton Wilson und Robert Shea?) ebenso wie sich das in Teilen nun wirklich unabstreitbar suspekt entwickelnde Bloggertum betreffend. Nein, irgendwann gehören die bemüht nachdenklichen Sprecher der immer mehr Verbreitung findenden Podcasts ordentlich abgewatscht, und auch manche Selbstgefälligkeit bekannter Schreiberlinge bringt einen immer näher an die Schmerzgrenze - mal sehen, inwieweit ich da mithalten kann...

Abschließend der wirklich gerechtfertigte und hiermit ehrlichst gehuldigte Dank meinem Bruder, der den Großteil des Schlamassels über sich hatte ergehen lassen müssen, obwohl auch er gerade dieser Tage mehr als ausreichend in andere Dinge eingespannt ist. Danke!

Sollte manches noch etwas unrund laufen, so bin ich für einen Hinweis hierüber stets dankbar. Ich würde mich sehr wundern, hätte ich in der Eile keinen gröberen Schnitzer an der einen oder anderen Stelle verbockt.

Kallisti!

(Siehe auch: Totgeglaubte leben länger)

Nachtrag:

Auch Spreeblick (noch mehr hier) war zwischenzeitlich das Opfer herumirrender Netzasozialer - dort hat’s allerdings nur eine Weiterleitung erwischt. Dennoch wenig erbaulich, und hoffentlich keine aufkommende Trendsportart - “Shoot my Blog”.

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Schrecksekunde

Phew, das war knapp. Seltsames Gefühl, virtuelle Eindringlinge ganz real im Flur zu spüren, eingesperrt in eine kleine, metallene Kiste, unverdächtig surrend und harmlos freudig blinkend. Langweilig muss es ihm oder ihr gewesen sein, und wie so oft war es wohl der dumpfe Drang nach Zerstörung, der das gemeine Scriptkiddie meine arme, unschuldige Pandora überfallen ließ, welche treusorgend das heimische Netzwerk mit allerlei Daten und Diensten versorgt - ein gesunder Spieltrieb letzlich würde kreativere Glanzleistungen zu Tage fördern. Entrüstet nehme ich also diesen Hausfriedensbruch zur Kenntnis.

Doch kommen wir nun zu den Details, die mit dem Pinguin weniger vertraute Zeitgenossen allerdings eher nicht interessieren dürften...

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Wardriving ain't no crime!

Die Polizei Paderborn hat einen 19jährigen Wardriver erwischt, der in seinem Auto sitzend die eigenen E-Mails über ein fremdes, offenbar ungesichertes Funknetzwerk abgerufen hatte. Sichtlich verschreckt durch das Auftauchen der Ordnungshüter war der Auszubildende sofort geständig.

Kristian Köhntopp zitiert in diesem Zusammenhang intern.de, welche die hochgegriffenen Straftatsbestandskonstruktionen[tm] der Paderborner Gesetzteshüter anzweifeln:

Doch die strafrechtliche Ausgangslage für die beschriebene Situation ist extrem dünn. Darauf wurde schon im Jahr 2002 in einem Aufsatz der Autoren Dornseif, Schumann und Klein verwiesen, die zunächst einmal den in diesem Zusammenhang häufig zitierten §202a StGB (Ausspähen von Daten) auf den Prüfstand stellen. §202a StGB ist aber nach Einschätzung der Autoren nur dann anwendbar, wenn der Täter sich oder einem anderen Zugang zu Daten verschafft, “die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind”. Das ist bei einem offenen W-LAN nicht der Fall.

Nonetheless: Ein Strafverfahren ist mittlerweile eingeleitet worden, die Polizei Paderborn spricht im Kontext ihrer Pressemitteilung von “Datenräubern”, die auf “Kosten der Besitzer” “Datenspionage” betrieben. In Zeiten weit verbreiteter Flatrates und grosszügiger Volumentarife dürfte zumindest der pekuniäre Aspekt hier immer seltener zutreffen, alles andere sind bloße Vermutungen frei jeden Anhaltspunktes.

Prinzipiell ist ein offenes Netzwerk ein offenes Netzwerk - solche Dienste werden mittlereile von interessierten Privatpersonen, aber auch von Vereinen und Städten grosszügig angeboten, eine Suche oder ein Einloggen in diese intendiert ungeschützen WLANs sollte also kaum strafbar sein. Die Diskussion, ob eine WEP-Verschlüsselung bei den bekannten Schwächen und Unzulänglichkeiten einen “besonderen Schutz” darstellt, ist in meinen Augen dagegen akademischer Natur - der Wille des Betreibers, die Nutzung des eigenen Netzes durch Fremde zu unterbinden, ist offensichtlich und zu respektieren, wenn auch auf Seiten des Verschlüsselnden optimaler umzusetzen.

Etwas bitter stößt mir als potentiell Betroffener die sofortige Beschlagnahmung des “Tatwerkzeugs” auf, das nicht selten eben auch benötigtes Arbeitswerkzeug ist, und sei es nur für studentische Programmierübungen und Projekte. Hier geht jede Verhältnissmässigkeit verloren - die meisten Wardriver schliesslich sind nicht an persönlichen Daten oder einer Schädigung Dritter interessiert, sondern schmunzeln lieber über kreative Netzwerknamen oder die Blauäugigkeit schlecht beratener WLAN-Betreiber - und die erschreckende Anzahl derer.

Nachtrag:

Udo Vetter gibt in seinem Lawblog einige Anstöße für mögliche Verhaltensweisen bei drohender Beschlagnahmung des geliebten Rechenknechtes, yamb hatte ebenfalls schon vor einiger Zeit berichtet.

Paderborn ist überall?

Auch in Karlsruhe scheint die Polizei wenig zimperlich zu sein. So berichtet ka-news.de über einen ählichen Fall:

Vorläufig festgenommen wurde am Montagabend ein 24-jähriger Mann in der Karlsruher Oststadt wegen des unbefugten Ausspähens von Daten. Ein Zeuge hatte die Polizei darüber informiert, dass in der Rintheimer Straße seit längerem ein Mann in einem geparkten Auto sitzt.

Das doritge Funknetzwerk war ebenfalls unverschlüsselt, was die Beamten wiederum nicht von einer Beschlagnahmung des Notebooks abhielt.

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We own all your code!

SCO pwned.

Obwohl kein grosser Fan von Defacements, habe ich mir hier ein Lächeln nicht verkneifen können:

“Recently we found parts of our code in almost all Microsoft® software. We want to bring an action against Microsoft® and our legal department is working on that. Parts of code found in in all Microsoft® products from MS-DOS 2.1 to Microsoft® Windows Longhorn. Currently we are checking older MS-DOS sources. It’s obvious, that all while (1){ do_something; } and for (i = 0; i < 16; i++) loops came from our code.” (Text der manipulierten SCO Seite)

Relevante Links:

SCO gehackt: We own all your code
SCO-Server gehackt
SCO hacked

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Atombombentest in Erftstadt

Das Ende der Entspannungspolitik?

Haben sich die Christsozialen auf eine neue Ausrichtung ihrer Verteidigungspolitik geeinigt? Diesen Eindruck konnte man gewinnen, wenn man die Seite der Union im Erft-Kreis besuchte: Dort war ein “Kernwaffentest in der Atmosphäre über Erftstadt” angekündigt. Mittlerweile scheint die Parteilinie aber wieder geändert, der Schutz unseres Vaterlandes wurde offensichtlich mal wieder Opfer körnerfressender Moralapostel in Bürgerbewegungen und Alternativen Listen. Spiegel berichtet.

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