/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

BDSOD

Blue Dual Screen Of Death

Der universitäre Zwang zur Nutzung von Microsofts Visual Studio .NET war der täglichen Kasteiung offenbar nicht genug. Nein, mein Code war’s nicht.

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Bugs

Yeah, found a bug!

Was ich an einem jeden Sommer weniger mag, sind die dazugehörigen, lästigen Insekten - besonders dann, wenn sie sich derart dreist in den Vordergrund drängen müssen. Zum totschlagen bin ich zu weich, ganz abgesehen davon, dass das zu wirklich hässlichen Flecken auf dem Monitor führen kann und oft noch eklig zuckt. Im Moment versucht sich das Getier in der Hitze der Halogenlampe auf meinem Schreibtisch das kurze Leben zu nehmen - ich wünsche viel Erfolg dabei. Alles in allem hat das kühle Weissbier nach fruchtbarer Codingsession auf dem sommerlichen Balkon im Grünen jedoch mal wieder für derlei Kleinigkeiten und mehr entschädigen können. Ein Dank an Phil für das gelungene Catering! ;-)

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Verschlossene Türen

Es ist ein Phänomen: Dozenten an Universitäten und Fachhochschulen scheinen zunehmend darauf bedacht zu sein, Ihre Vortrags- und Übungsfolien per Passwortabfrage vor wissbegierigen Blicken zu schützen. Eine zum größten Teil öffentlich finanzierte Lehre will die Allgemeinheit nicht am Ergebnis ihrer Arbeit teilhaben lassen, neu geschaffenes oder didaktisch mehr oder weniger gelungen aufbereitetes Wissen soll nur einem ausgewählten Kreis zugänglich sein. Kein Kollege und kein Student anderer Universitäten soll bei seiner Netzrecherche an den Früchten der eigenen Arbeit teilhaben dürfen.

Man mag sich die Frage nach der Motivation einer solchen Vorgehensweise stellen. Wohl kaum eine der so vor der Öffentlichkeit weggeschlossenen Folien wird wegweisende Erkenntnisse enthalten oder auf bisher unbekannten, revolutionären Kniffs didaktischer Natur basieren. Selbst wenn dem so wäre: Sollten nicht gerade und unbedingt dann solche Ergebnisse denen, die Wissen wollen, zugänglich gemacht werden? Bildung sollte jedem, den danach dürstet, verfügbar sein, sie sollte nicht zu einem elitären Luxusprivileg verkommen, auch wenn manche Strömungen meist konservativer Prägung das hin und wieder anders sehen mögen.

Alles Wissen dieser Welt baut aufeinander auf, eine Erkenntnis fußt auf der anderen, nichts und niemand hat sich in einem Reinraum wissenschaftlicher und kultureller Leere entwickelt. Das übertriebene Versteifen auf das viel diskutierte “geistige Eigentum” in allen Lebenslagen entzieht diesem Prinzip seinen zugrundeliegenden Nährboden. Zu Ende gedacht gereicht ein solches Verhalten einzelnen zu vermeintlichem Vorteil, aber einer jeden Gesellschaft zum dauerhaften Nachteil.

Was für kommerziell getriebene Interessen legitim erscheinen mag, sollten die Stätten gesellschaftlich getragener Bildung schon aus eigener Überzeugung entschieden verneinen.

“In meinen Augen ist es niemals ein Verbrechen, Wissen zu stehlen. Es ist ein guter Diebstahl... Der Pirat des Wissens ist ein guter Pirat. Wenn ich noch einmal jung wäre, dann würde ich ein Schiff bauen, das so hieße: Pirat des Wissens. Was in der Wissenschaft derzeit schlimm ist, ist dass die Firmen ihr Wissen kaufen und es deshalb geheim halten wollen. Und deshalb werden die Piraten morgen die sein, die im Recht sind. Man wird das Geheimnis piratieren.” [Michel Serres]

Soweit mein kurzer Rant in eigener Sache, konnte ich mich doch eben nicht an das Passwort der von einem unserer Übungsleiter bereitgestellten Folien erinnern. Nervtötend.

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