Tapfere und treue Leser, von der Bilderflut der letzten Wochen und Monate unbeeindruckt, werden es zweifelsohne bemerkt haben: die Fotografie ist ein neues Steckenpferd geworden, ein Hobby, das mit dem Kauf einer digitalen Spiegelreflexkamera vor einem knappen Jahr den recht abprupten Anfang nahm. Seitdem strauchele ich noch etwas unbeholfen durch’s Terrain und versuche, dem vielfältigen Zusammenspiel von Brennweiten, Blendenöffnungen und Belichtungszeiten Herr zu werden. Meine Bilder sind keine Kür, aber erste ernsthafte Versuche, essentielles Handwerkszeug zu erlernen und ein Auge für stimmige Kompositionen und gelungene Bearbeitungen zu entwickeln. Das Fotografieren ist für mich eine intensivere Form des Sehens und Wahrnehmens, bedeutet zu entdecken, zu spielen, kreativ zu sein, sich auszuprobieren, vor allem aber das eine: Spass zu haben, auch am Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten (es gibt eine Menge hervorragender - auch deutschsprachiger - Blogs zum Thema), am Beobachten der eigenen Bemühungen und Fortschritte, am neudeutschen Gadget und dem damit verbundenen Techie-Palaver.
Die Lawine an visuell Erbrochenem wirkte in diesem Blog auf Dauer etwas deplaziert, sie liess die (in letzter Zeit zu seltenen) Texteinträge in buntem Rauschen untergehen. Ein dediziertes Fotoblog soll’s richten und neue Bilder in blogtypisch chronologischer Reihenfolge ansprechender präsentieren. Die Wahl fiel auf Pixelpost und ein mich begeisterndes Dark Matter Theme von Marco van Hylckama Vlieg:
Pixelpost bietet in dieser Installation Kommentarfunktionen mit Gravatar-Support, die Darstellung der wichtigsten EXIF-Tags, darüber hinaus RGB-Histogramme und natürlich RSS-Feeds, verpackt in reichlich stylegepimptem AJAX- und JavaScript mit den entsprechenden Fallbacks für Sicherheitsbewußte und Ewiggestrige. Mit dem Launch von fotoblog.basquiat.de verschwinden die unzähligen textfreien Fotoeinträge aus diesem Blog - auch wenn sich natürlich weiterhin der ein oder andere Post mit fotografierelevanten Sujets beschäftigen wird.