/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

amaroK, so fern und doch so nah...

Smarte und optisch bevorteile Menschen nutzen irssi zur Kommunikation im IRC, so man der Tagline von irssi.de glauben schenken darf. Eben jener Client läuft bei mir zentralisiert auf meinem Router, um auch fernab der Heimat meine gewohnte Umgebung zum flauschigen Plausch im Netz vorfinden zu können.

Musikalisch hingegen lasse ich mich von amaroK verwöhnen, dem KDE-Audioplayer, der nicht nur einfach reichlich schnieke aussieht, sondern sich der stetig wachsenden Zahl an durchdachten Features wegen zur wahren Killerapplikation entwickelt. Neben dem Covermanager begeistert so vor allem die vorbildliche Audioscrobbler-Einbindung, die ein weiteres, nettes Gimmick möglich macht: “Suggested Songs”. Im Rahmen der von Audioscrobbler erstellten Statistiken schlägt amaroK zum aktuell gesplielten Song weitere, auf der eigenen Platte vorhandene Tracks vor, die meist erstaunlich gut zum Kontext passen. Nicht selten habe ich mich damit stilsicher durch meine Sammlung gehangelt und schon vergessene Songs immer wieder neu entdeckt. Genial auch: “Smart Playlists”, mit denen man nach den unterschiedlichsten Kriterien gefiltert, sortiert und begrenzt die eigene Beschallung zusammenstellen kann. Kurzum: “amaroK - rediscover your music”.

Was mir bisher allerdings fehlte war die Möglichkeit, den Audioplayer von meinem IRC Client aus zu kontrollieren, ohne dafür das Fenster wechseln oder die Hände von der Tastatur nehmen zu müssen. Und zugegeben: Auch ich lasse die uninteressierte Umwelt im IRC gerne wissen, was mich aural gerade in höchste Verzückung versetzt - wenn auch nicht in terrorisierend kurzen Intervallen. Wie schon beschrieben laufen amaroK und irssi jedoch auf verschiedenen Rechnern, so dass eine solche Funktionalität bis dato schmerzlich vermisst wurde. Heute nun entdeckte ich amarok_ssh.pl von Tobias Wulff auf scripts.irssi.org, das unter Zuhilfenahme von SSH und DCOP meinen Wünschen fast vollends entgegenkommt:

/amarok song [loud]
   Prints the artist and title of the song which is currently played.
   If the argument loud is given, all users in the current channel can
   see what song you are currently listening.
/amarok time [loud]
   Prints the total time of the song as well as the played time
   and remaining time. Same behaviour for given argument loud
   as above.
/amarok pause
   Pauses (or unpauses) the current song.
/amarok play
   Plays the current song (again).
/amarok stop
   Stops the current song.
/amarok next
   Skips to the next song.
/amarok prev
   Skips to the previous song.
/amarok seek [+|-]secs|min:secs
   Seeks to the given position. If + or - is given amaroK seeks
   relatively the amount of minutes and/or seconds to the
   current position.
/amarok vol [0 to 100]
   Prints or changes the output volume of amaroK.
/amarok mute
   Toggles between volume 0 and the last used volume.

Settings you can change with /SET
   amarok_use_ssh:    Enable or disable remote amaroK’ing
   amarok_ssh_client: IP or hostname of the remote pc
   amarok_dcop_user:  user who is running dcop and amaroK

Nun endlich kann ich meinen favorisierten Audioplayer von jedem Rechner auf jedem Rechner bequem über meinen favorisierten IRC Client fernbedienen - danke dafür!

Übrigens: Wer nicht nur seinen IRC Client, sondern auch seinen Audioplayer zentralisieren will, der ist mit dem Music Player Daemon gut beraten: “Music Player Daemon (MPD) allows remote access for playing music (MP3, Ogg Vorbis, FLAC, AAC, Mod, and wave files) and managing playlists. MPD is designed for integrating a computer into a stereo system that provides control for music playback over a local network. It is also makes a great desktop music player, especially if you are a console junkie, like frontend options, or restart X often.”.

Das Allerletzte: Mein Audioscrobbler-Profil. Etwaige Peinlichkeiten sind natürlich ausschließlich der Zufallswiedergabe zu verdanken, das Allermeiste ist jedoch vollkommen Ernst gemeint! ;-)

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Kriegsspiele

Ganz grosses Kino. Minderbegabte Scriptkiddies verwechselten einmal mehr Kommunikation mit Kriegspielen und meinten, öffentlich ihre geistige Entkernung dem staunenden Publikum vorführen zu müssen. Unsere vor “1337n355” nur so strotzenden Freunde (Hostmasks wie “tipo@ist.der.beste.hacker.auf.derwelt.de” sagen hier mehr über deren Inhaber aus, als diesem lieb sein könnte) bewiesen sich gegenseitig ihre “5k331z”, in dem sie die feindliche Übernahme eines sonst eher müde dahindümpelnden Channels initiierten. Ein Channel, in dem früher oder später sowieso jeder seine Prinzenrolle neben den Nick gestellt bekommt. Soviel zu sinnbehaftetem Handeln.

Für sozialpsychologische Studien eignet sich die Webpräsenz des Hackerkindergartens allerdings durchaus: Unter dieser URL findet sich ein reiches Sammelsurium an selten dämlichen Pubertätsphantasien offenbar gelangweilter Kids, die nicht wissen, was sie mit ihrer Zeit kreatives anstellen könnten. Was macht das dumpfe Gemüt also dann? Genau: Lieber zerstören.

Es ist traurig und schade, dass ein Dienst, der ehrenamtlich in der Freizeit vieler engagierter Oper betreut und von vielen Usern schlicht und ergreifend für friedliche Kommunikation genutzt wird, dermassen von selbtverliebten Vollidioten mutwillig kaputt gemacht werden muss. Verlieren können dabei am Schluss nur alle.

Nachwuchsasoziale.

// If idiots could fly, IRC would be an airport.

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RIP irc.netsurf.de

Es ist wieder soweit: Der nächste Server des IRCnets muß aufgrund anhaltender DDoS-Attacken abgeschaltet werden. Wie schon in unzähligen Fällen zuvor wird die engagierte und ehrenamtliche Arbeit der Administratoren und ihrer Helfer so vollkommen sinnbefreit zunichte gemacht. Mit ein paar stumpfen Klicks und Scripts beweisen sich offensichtlich wirr pubertierend habende Möchtegern-Hacker ihre geistige Entkernung in beängstigender Vollkommenheit. irc.netsurf.de ist einer der beliebtesten Server des deutschen IRCnets, mit dem sich bis dato Tag für Tag tausende, zufriedene Chatter verbinden. Auch wenn diese nun zwangsläufig auf die verbleibenden Server ausweichen werden - es mag nur eine Frage der Zeit sein, welcher Host der nächste auf einer immer kürzer werdenden Liste sein wird. Den Menschen hinter dem Dienst - ‘racoon’, ‘rince’ und ‘tawi’ - sei hiermit ebenso gedankt wie der Easynet GmbH, die in diesem Zusammenhang als großzügiger Sponsor auftrat. Leider werden Attacken dieser Art die Bereitschaft von Firmen und Institutionen, IRC-Netzwerke finanziell und materiell zu unterstützen, nicht eben wahrscheinlicher machen. Langsam aber sicher wird das eigene Medium kaputtgemacht.

irc.netsurf.de wird zum 01. Juli 2004 Geschichte sein.

Quoting NOFX: The Idiots Are Taking Over.

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