/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

1596 Tage Uptime

Uprecords, garnicht kleinlich.

Zugegeben, da verdreht der kleine Buchhalter etwas die Zahlen. Schick schaut’s dennoch aus - womit gleichzeitig die erste Phase der platzschaffenden Staubfängerentrümpelung eingeläutet ist. Trennungsschmerz, ick hör dir trapsen.

Wer ein Herz und ausreichend Zeit für altgediente UNIX-Workstations hat, der sollte dran bleiben. Mehr dazu demnächst, momentan nur soviel: zur Adoption stehen für liebhabende Selbstabholer Rechenknechte der Firmen SGI, Sun und NeXT.

1961 Klicks

Tod auf Raten

SGI O2 & SGI Indigo² IMPACT 10000

Die Revolution frisst ihre Väter. Was lange abzusehen war, ist eingetreten: SGI stellt zum Jahresende die Produktion der auf MIPS-Prozessoren basierenden Server und Workstations ein - und läutet damit zeitgleich die Todesglocken für das hauseigene UNIX-Derivat IRIX. Die Presseerklärung dazu gibt’s hier, das Presseecho hier, hier und hier. Auch die Blogosphäre bleibt nicht ungerührt.

Noch gegen Ende des letzten Jahrtausends standen Rechner von SGI synonym für die obere Spitze dessen, was an Computergrafik auf diesem Planeten zu erstehen war - fast möchte ich wetten, das ein jeder meiner geschätzten Leser zumindest einen auf SGI-Computern entworfenen oder gerenderten Animationsfilm gesehen hat. Potente Workstations und durchsatzstarke Server allerdings setzten auch preislich Maßstäbe, und so brachte die immer stärker werdende Konkurrenz aus dem x86-Lager mit Ati und Nvidia nicht nur in Sachen Hardware, sondern vor allem mit Linux auch wegen der immer leistungsfähigeren und frei verfügbaren Betriebssysteme die Firma aus Mountain View unter immensen Druck. Mittlerweile sucht man dort die Rettung in großen Serverlinien, verbaut Prozessoren von Intel und setzt - wie sollte es anders sein - auf freilaufende Pinguine. Ein schrecklicher Todeskampf auf Raten. Wir danken für OpenGL, XFS und Kernelpatches für’s Enterprise Computing.

3597 Klicks

I got wired.

Wired hat einen kurzen Artikel über die Gemeinde der Hobbyisten rund um die Hardware des Herstellers SGI aus Mountain View publiziert. In Zeiten, in denen SGI langsam, aber stetig von MIPS-getriebenen IRIX-Boliden auf Intel und Linux umzuschwenken scheint, ist das nicht nur wegen der an vielen Stellen durchkommenden, bitter-süssen Nostalgie einer Erwähnung wert:
“If the Mac community is dwarfed by the Microsoft horde, the number of SGI users amounts to a rounding error. Mac users may form a cult, but the SGI community is the tech equivalent of the pre-Reformation Moravian church -- unknown, tiny and years ahead of its time.”

Fast schon geehrt fühle ich mich, auf Seite zwei einen Link auf meine Gallerie von IRIX-Screenshots (obsoleted) zu finden - zwischen so bekannten Community-Größen wie Pete Plank und Ian Mapleson.

Nur um meinen Traffic mache ich mir so langsam Sorgen, wired.com schliesslich dürfte nicht zu den eher spärlich besuchten Seiten des Netzes zählen. Mal abwarten und die Sache im Auge behalten. ;-)

Nachtrag: (01.12.2004)

Den durch Wired generierten Traffic habe ich erst einmal verdauen können, statt den sonst etwa 300 Zugriffen beehrten mich mit Erscheinen der Wired-Story schlagartig um die 1600 Besucher pro Tag. Der erwähnte Link des Wired-Artikels direkt auf meine IRIX Screenshot-Gallerie liess das übliche Datenvolumen von 100-150 Megabyte auf tägliche 2 bis 3 Gigabyte anwachsen. Graphisch aufbereitet sieht das ganze dann so aus:

Got wired.

Mittlerweile flaut die Anzahl der Zugriffe zum Glück deutlich ab, auf momentan etwa 700 Gäste und ca. 600 Megabyte Traffic am Tag - allerdings etwas langsamer als erwartet, da ähnliche Artikel auf hotwired Japan und Yahoo! Japan mit den gleichen Verweisen auf meine IRIX-Gallerie erschienen sind.

Nun denn, meinem Google-Ranking kann’s nur genutzt haben. ;-)

2892 Klicks