/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Mein schönstes Urlaubsfoto

Ein 37jähriger Bowmore von 1968 für knappe 1200 Euro.

Westerland. Natürlich gab und gibt es auch anderes und schöneres zu sehen und zu berichten, davon später an dieser Stelle mehr. Bis dahin sei den hoch geschätzten Trinkern Liebhabern frei nach Pawlow der Mund wässrig gemacht, auf dass das nächste Tasting näher rücke. (To whom it might concern).

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Jürgens Whiskytasting

Ein wirklich eindrucksvolles Whiskytasting bescherte uns am vergangenen Freitag mein Arbeitskollege Jürgen, der mir damit auf seiner Gartenterasse erstmalig auch einen kleinen Einblick in einen Teil seiner sagenumwobenen Sammlung erlesener Tropfen schenkte. Den Erhalt der recht eindeutigen Beweisfotos möchte ich für eine kleine Zusammenfassung nutzen.

Schätze einer vergangenen Nacht

Los ging’s - zum Abbau oder zur Verfestigung diverser Vorurteile - mit drei Bourbon Whiskey, die mich zwar nicht zum Liebhaber maisiger Maische bekehren konnten, aber besänftigend belegten, dass auch ein Bourbon durchaus genießbar sein kann. Nach einer außergewöhnlich jungen Privatabfüllung irischen Single Malts waren die Geschmacksnerven für den Rest des Abends hinreichend kalibriert, ein lautstarkes Ständchen auf der Great Highland Bagpipe des sonst eher als Meister des australischen Blasrohrs bekannten Mandelbrötchens zeigte - auch ohne den sträflich vernachlässigten Schottenrock - unüberhörbar die weitere Richtung an.

Ein klarer Höhepunkt des nun folgenden, schottischen Spektakels war die spannende Reise durch die bewegte Geschichte der Ardbeg-Destillerie, angefangen vom sechs Jahre alten, ungestümen Ardbeg Very Young über den etwas weniger kantigen Ardbeg Ten, um nach einem Ardbeg 1977 und dem Lord of the Isles bei den älteren und ältesten Semestern, einem Ardbeg 1975 und dem 30 Jahre alten Ardbeg Very Old zu landen. Es erstaunte, wie deutlich die Vertreter aus Islay über Jahrzehnte ihren unverwechselbaren Charakter konsistent halten konnten, meinte man beim Vergleich der 16 Jahre alten Bowmores zwischen Mackillop’s Single Cask und der Standardabfüllung doch beinahe, zwei gänzlich unterschiedliche Malts vor sich zu haben.

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Neue Whiskyfreuden

Und wieder einmal ein gelungenes Tasting im Piccadilly English Shop in Heidelberg: Geschmacklich etwas weniger rauchig als das Treffen im November, fand der Liebhaber torfiger Rüpel in mir dennoch zwei erwähnenswerte Single Malts, die hiermit kurz notiert werden wollen.

Die Expertise und Fassauswahl des “Masters of Wine”, Lorne Mackillop, bescherten einen wunderbaren Royal Brackla (Speyside, 59,4% Alkohol) von 1976, der vor seiner Abfüllung ganze 30 Jahre reifen durfte, sowie den erschwinglicheren Bowmore (Islay, 59,9% Alkohol) von 1990, der immerhin 14 Jahre im Fass zubrachte und für seine überraschenden Qualitäten zu einem fairen Preis daherkommt.

Nicht ganz so groß, aber dennoch ganz klar einer Erwähnung wert: Der Scapa (Orkney, 55% Alkohol) von 1989, ebenfalls der Fassauswahl Mackillops entstammend.

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Neue Liebe

Kurze Notizen vom gestrigen Whisky Tasting im Piccadilly English Shop Heidelberg und damit Kaufempfehlungen und Wunschliste zugleich. Zwei neue Freunde in Form eines Benriach von 1987 (Speyside, Mackillop’s Choice, 55.7% Alkohol) und des 17jährigen Bowmore (Islay, Mackillop’s Choice, 44% Alkohol) gefunden. Hoffnungslos verliebt in einen Caol Ila von 1979 (Islay, Mackillop’s Choice, Cask Strength, 60.4% Alkohol), der mit etwas Wasser verdünnt unglaublich groß wird. Letzlich einen bezahlbaren und vom Aussterben bedrohten Jungspund abgeschleppt (Ardbeg Very Young, Islay, 58,3% Alkohol).

Ich freue mich auf rauchige Stunden im Torf.

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