/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

TENORI-ON: Music from outer space

In der Reihe cooler Gadgets mit abgefahrener Mensch-Maschine-Schnittstelle hebt Yamaha in Zusammenarbeit mit dem japanischen Medienkünstler Toshio Iwai das TERNORI-ON ins Licht der Öffentlichkeit. Bevor der naheliegende Wunsch nach neuem Besitztum auftauchen sollte: »TENORI-ON is still under development and is not currently on sale«. Zu erwerben ist das futuristische Objekt seit September diesen Jahres in offenbar sehr begrenzter Stückzahl auf Yamahas britischer TENORI-ON Zwischennetzspräsenz.

Die Bedienung des neuartigen Instruments erinnert ein wenig an die Hardwaresequencer vergangener Dekaden, das Interface besteht aus einer von Aluminuim umschlossenen, beidseitig einsehbaren 16x16-LED-Matrix - Musik soll dank des vielfältig gearteten, visuellen Feedbacks intuitiv erspielbar werden. Mehr Informationen und Hintergründe gibt’s auf oben verlinkten Produktseiten und hier.

So ganz taufrisch ist der blinkende Klangkörper freilich nicht: DE:BUG berichtete schon vor über einem Jahr über das schicke Prestigeobjekt des japanischen Herstellers.

Via Mitinsasse deNIZE, dem hiermit ernannten Seniorlieferanten stylishen Geekcontents.

1835 Klicks

Reactable

Nochmal YouTube mit neuen Ideen: Reactable ist ein Projekt der Pompeu Fabra Universität in Barcelona, das sich selbst mit folgenden Worten beschreibt:
The reactable is a state-of-the-art multi-user electro-acoustic music instrument with a tabletop tangible user interface. Several simultaneous performers share complete control over the instrument by moving physical artefacts on the table surface and constructing different audio topologies in a kind of tangible modular synthesizer or graspable flow-controlled programming language.

Wie so etwas aussieht? Beeindruckend:

 

1768 Klicks

Who's that face in my song?

Richard D. James
In grauer Vorzeit ergötzten sich hartgesottene Satansjünger am Blut frisch geopferter Jungfrauen, weniger deviant veranlagte Naturen erfreuten ihre dunklen Seelen an doppel- und manchesmal gar eindeutigen Symboliken in Literatur und Malerei. Neben den Texten von Led Zeppelin und Black Sabbath brachte das Abspielen von Schallplatten und Tonbändern in umgekehrter Richtung manch finstere Gestalt zum jauchzen, schallten doch vermeintlich satanische Verse durch die von Rauchschwaden umgebenen Schallwandler aus einer anderen Welt herüber.

Blutwurst!

Eine für mich neue Entdeckung war die Existenz ähnlicher Spielarten in der digitalen Klangwelt unseres Jahrtausends. So bettet zum Beispiel der kongeniale Richard D. James - AKA Aphex Twin AKA Polygon Window AKA Power Pill AKA Blue Calx AKA AFX und so weiter - seine nicht minder dämonische Hackfresse auf gewitzte Art und Weise unvergänglich in das eigene Werk: Eine Visualisierung des Klangspektrums des zweiten Tracks der Windowlicker EP lässt so die Höllenhunde auferstehen.

Wirklich aktuell ist diese Information mitnichten. Neben dem Wikipedia-Artikel über Aphex Twin befaßt sich vor allem bastwood.com mit dem beschriebenen Phänomen, um zusätzliche Hintergründe und weitere Vorkommnisse von in Klang eingesperrten Bildern zu liefern. Auch Wired hatte die Story schon 2002.

Es ist dennoch spassig, dieses Bild eigenhändig dem besagten Track zu entlocken. Wer’s selbst probieren will: Das von mir eingesetzte Programm nennt sich Sonic Visualiser und rennt (mindestens) unter Linux, Windows und OS X - der Quellcode ist unter der GPL frei verfügbar.

Via Dennis.

1560 Klicks