/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Turin Brakes

Etwas wirklich umfassendes, das einer Rezension auch nur im Entferntesten nahe käme, wird das hier nun nicht, dazu bin ich zu müde, zu heiser, zu prämalade. Dennoch sei soviel gesagt - die Turin Brakes sind unbedingt das sympathischste an Klangschaustellern, welche die Welt neben Travis zu bieten hat. Zwei Gitarren, ein Kontrabass, Spaß am Spiel und saitenschmatzendes Handwerk, selbst wenn sich der Mann am Mischpult anfangs heftigst die schmerzhaft rückkoppelnde Blöße gab: das war groß. So klingt Leben in Musik. Stimmen aus dem Orbit und sphärische Jams, Pink Floyd ohne Plug, nicht ganz, aber fast. Nur Panic Attack, das habe ich vermisst. Unterm Strich das nächtliche Fazit aus der Alten Feuerwache in Mannheim: Doppelplusgut. Gute Nacht, Future Boy.
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Jessica Simpson, you've got it all wrong, your fraudulent smile, the way that you faked it the day that you died.

(Ein versprochener Rapport)

Adam Green, der Junge mit der Gitarre. Nur er klampft garantiert noch beschissener als Neil Young und gewinnt auch am Klavier keine Nachwuchspreise, singt dafür zum Ausgleich aber deutlich besser als Bob Dylan. Abseits dessen - dem Alter blossen Griffbrettwichsens sind wir schon lange entwachsen - wurde in der Alten Feuerwache beinahe perfektes Damentennis geboten. Betont lässig schwadronierte der bekennende Drogenliebhaber und Frontmann der Moldy Peaches mit verstimmtem Instrument und einmaliger Adlertechnik am Piano mutterseelenalleine durch’s Programm, das stellenweise in wahre Stand-Up-Comedy entartete, manchmal auch gefühlte Male zu oft. Dennoch grosses Entertainment, grundsympathisch dargeboten.

Als Support-Act spielte Ellen Klinghammer am Flügel auf, tönte zwischen Tori Amos und Norah Jones nichts wirklich weltbewegendes, hatte aber manch magischen Moment. Unverständlich bleibt, warum ausgewählte Konzertgänger nicht einfach die Fresse halten oder zum ausgiebigen Plausch ins hintere Grundrauschen verschwinden können. Pest und Cholera.

Fazit: Mit einer anständigen Erkältung ist nur frenetisches Applaudieren jenseits persischen Jubelgeheuls drin (die Stimme schließlich war schon kurz nach Feierabend ruiniert), dafür hauen drei Bier wahrlich kräftig. Und den ewig mäkelnden sei gesagt: Adam Green lohnt, immernoch. Vielleicht war er früher besser (wie sowieso alles und jeder und nichts), but who gives a shit? There’s no wrong way to fuck a girl with no legs.

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Adam Green in Mannheim

Für den Feuilleton und selbsternannt geschmacksautarke Individualisten ist er schon lange nicht mehr cool genug, doch wir freuen uns ganz mainstreammäßig darauf: Adam Green in der Alten Feuerwache. Und ohne diese verfluchte Erkältung würd’s bestimmt nochmal so gut. Ein Rapport folgt.

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