Copy Controlled
Da ich nach jedem Auspacken neuer oder gebraucht gekaufter Digitalscheiben als erstes die Oberfläche nach Kratzern oder ähnlichem absuche, konnten diese kaum der Grund für die Arbeitsverweigerung meines Pioneer-DVD-ROMs sein, über das zwar die Anzahl der Tracks, ansonsten aber nur unsinnige Längenangaben und keinerlei Inhalte digital auszulesen waren. Mir schwante böses, und schnell wurde die dunkle Vorahnung bestätigt: Auf der Rückseite des neu erworbenen Tonträgers prangte das Symbol für bandenmässig organisierten Betrug am Kunden:

“Abspielbar auf CD/DVD-V/DVD-A/SACD-Player, PC MS Windows 95, Pentium 2, 233MHz, 64MB RAM +, Mac OS 8.6-9+, CarbonLib & Mac OS X” - “Sonstige” nicht. Ich hatte “Sonstige” und einen Hals wie ein Baumstamm. Die Lächerlichkeit solcher Kundengängelungsmassnahmen gibt sich allerdings erst dann vollends preis, wenn in einem zweiten Laufwerk das “Copy Controlled” Label nur noch zu einer ärgerlichen Farce verkommt. Mein alter Plextor-Brenner mag zwar nicht mehr verlässlich brennen, scheint aber recht immun gegen diese Form der Kundenverarsche zu sein. “Hail To The Thief” liegt nun im FLAC-Format dort, wo es mir als Kuden am komfortabelsten erscheint. Dass dazu zunehmend Klimmzüge erforderlich sind, sagt einmal mehr viel über eine Industrie aus, der man in der jetzigen Form nur noch den Untergang wünschen mag.
So far: FUCK EMI!. Das “Copy Controlled” Logo habe ich frech von Bronskis Seiten entnommen, der auch seine Erfahrungen mit diesem grossartigen “Kopierschutz” machen durfte.
Now Playing: Radiohead - 2 + 2 = 5
