/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

MadWifi Aussetzer

Es wiederholt sich und passiert immer in den unpassendsten Momenten: das regelmäßige Stocken der Verbindung beim Einsatz des Madwifi-Treibers unter GNU/Linux. Der Grund dafür ist simpel, wird aber manchem schon eine stundenlange, ergebnislose Fehlersuche beschert haben - denn Schuld sind oft keine zickigen Access Points oder fehlerbehaftete WPA-Konfigurationen, sondern ein im Abstand von wenigen Minuten durchgeführter Hintergrundscan des Treibers.

Der Aufruf von iwevent hilft hier bei der Lokalisierung des Problems. Folgen auf regelmäßige Aussetzer ebenso regelmäßige Rückmeldungen des Hintergrundscans, so ist der Verursacher in der Regel gefunden:

root@thinkpad:/home/basquiat# iwevent
Waiting for Wireless Events from interfaces...
16:06:06.670110   ath0     Scan request completed
16:11:35.885831   ath0     Scan request completed
16:16:56.914699   ath0     Scan request completed

Der Scan des Madwifi-Treibers lässt sich manuell deaktivieren, wobei ath0 an die jeweilige Benamung anzpassen ist:

root@thinkpad:/home/basquiat# iwpriv ath0 bgscan 0

Was bei einem Handover den reibungslosen Wechsel von Access Point zu Access Point für hyperaktive Konferenzteilnehmer oder rastlose Studenten sicher stellen kann, nervt spätestens im Heimbetrieb, wenn die Musik im Medienstream stottert und die SSH-Session immer wieder für Sekunden einzufrieren scheint. Die beste Voreinstellung? Eine zielgruppenabhängige Frage. Kanalmitinsasse Dennis liefert zumindest für Freunde des IBM’schen Denkblocks interessante Ansätze: Nutzen wir den HDAPS-Sensor zur Bewegungsmessung, um Cybergeeks auf Wanderschaft als solche zu identifizieren, können wir den Hintergrundscan entsprechend aktivieren oder deaktivieren - verändert sich die Position des Notebooks nachhaltig, erscheint die Notwendigkeit eines Handovers wahrscheinlicher als im stationären Fixbetrieb.

Wer also schmeisst nun seinen gcc an und erfüllt den Wunsch des werten Kollegen nach einer netten Erwähnung seiner Person im printk() Format-String (ja, die Integration in eine Userlandapplikation wie dem NetworkManager erschiene natürlich weitaus passender)? Und überhaupt: GPS, anyone?

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Madwifi: Remote Exploit

Madwifi nennt sich der Open Source Gerätetreiber für WLAN-Chips der Firma Atheros, wie sie nicht nur in meinem IBM Thinkpad verbaut werden. Heise berichtet nun über eine kritische Schwachstelle, die es Angreifern unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, fremden Code in das System einzuschleusen - und diese Voraussetzungen sind so exotisch nicht:
Bis einschließlich zur aktuellen Version 0.9.2 ist der Madwifi-Treiber [...] unter bestimmten Umständen anfällig für Remote Exploits. Sucht er im Client-Modus nach WLAN-Basisstationen (Access Points), dann kann ein Angreifer, der sich als AP ausgibt, fremden Code über die Funkverbindung einschleusen und im Kernel-Kontext ausführen lassen.

Eine fehlerbereinigte Interims-Version 0.9.2.1 existiert bereits, mit dem regulären Erscheinen des Nachfolgers 0.9.3 wird Ende nächster Woche gerechnet. Das Originaladvisory kann auf der Madwifi-Mailingliste eingesehen werden. Update!

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