/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Ein Geschenk des Abends

Nachreiche: das Haifa Symphony Orchestra, verrauscht durch’s Sony Ericsson v600i.

Heute Gestern Abend fand im Rahmen der Mannheimer Schlossfestspiele ein Deutsch-Israelisches Freundschaftskonzert statt, von dem wir bis zu jenem Zeitpunkt mal wieder absolut nichts wussten. Nach einem verdient kühlen Feierabendbier die Straßen der Innenstadt entlang und heimwärts schlendernd jedoch zogen uns unvermittelt seltsam bekannte Klänge an, die in der lauen Luft eines angenehm frischen Sommerabends die Häuserschluchten der Quadratestadt hinunter schwebten. Am Quell der tönenden Magie angelangt konnten wir im Rücken einer großen Tribüne die Dimensionen des Klangkörpers nur entfernt erahnen, was uns - zusammen mit anderen zufällig verweilenden Passanten - nicht davon abhielt, auf dem Bürgersteig sitzend oder an Absperrungen lehnend andächtig der dargebotenen Musik zu lauschen.

Vollkommen unverhofft überraschte eine sympathische Geste des angestellten Sicherheitpersonals die versammelten und einigermaßen verdutzten Zaungäste, welche gute zwanzig Minuten vor Ende der Aufführung leise in den Innenraum gebeten wurden, um den bombastischen Finalsatz von Beethovens neunter Sinfonie und Schillers Ode an die Freude hautnah miterleben zu können, aufgeführt vom Haifa Symphony Orchestra und dem Mannheimer Festspielchor, dirigiert von Noam Sheriff.

In jenen Momenten liebe ich diese Stadt.

Vielleicht gibt’s am Sonntag ein verrauschtes Erinnerungsfoto meines mobilen Telefonieapparates - bis dahin nämlich verweile ich erst einmal nach dem morgig heute erledigten Arbeitstag bei meiner stets vermissten Sippe in Freiburg, um ein wenig die eigene Seele baumeln zu lassen.

Update: Es ist Montag geworden, doch sind’s der Bilder dafür vier.

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Schildbürgertum

Parkraum ist ein knappes Gut, besonders in der Quadratstadt an Rhein und Neckar. Die hiesige Universität verlost deshalb die wenigen verfügbaren Parkmöglichkeiten und hat dazu eine Website ins Netz gestellt, auf der unter anderem folgendes geschrieben steht:
“Behinderte Parkplatzbewerber wenden sich parallel zur Internet-Bewerbung bitte an die Behindertenbeaufragte der Universität [...] Da das Gebäude nicht rollstuhlzugänglich ist, sind Rollstuhlfahrer gebeten, vorab telefonisch einen Termin und Treffpunkt zu vereinbaren. Bringen Sie bitte ihren Behindertenausweis mit!”

Klopf, klopf, McFly - jemand zu Hause? Wenn ich obigen Satz richtig verstehe, ist das Büro der Behindertenbeauftragten der Universität Mannheim recht offensichtlich nicht behindertengerecht und für Rollstuhlfahrer eine uneinnehmbare Festung. Manchmal möchte man mit dem Kopf gegen die Wand schlagen, immer und immer wieder - bis es aufhört, weh zu tun.

np: Die Sterne - Abstrakt

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