Big Ass Table
Size does matter. Microsoft Surface, das Multitouch-Gadget der Redmonder.
Take that, Apple!
/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot
Size does matter. Microsoft Surface, das Multitouch-Gadget der Redmonder.
Take that, Apple!
Bruce Schneier über Microsofts Windows Vista, digitales Restriktionsmanagement, die Unterhaltungsindustrie, Verteilungskämpfe und Steve “talk is cheap” Jobs. In diesem Zusammenhang sei Peter Gutmanns schon etwas älterer Artikel “A Cost Analysis of Windows Vista Content Protection” wärmstens empfohlen - Leser des Linux-Magazins werden den Neuseeländer aufgrund zahlreicher Beiträge bereits kennen. Ein Mitarbeiter von Microsoft bloggt Antworten, die Fragen offen lassen.
Die große Erleichterung über die Abwehr des größtmöglichen Übels sollte dennoch nicht darüber hinweg täuschen, dass das Thema noch nicht vom Tisch ist. Nach wie vor existiert die umstrittene Patentvergabepraxis des europäischen Patentamts, seit dem heutigen Tag allerdings in einem etwas luftleereren Raum. Zu denken sollte auch die plötzliche Unterstüzung der Ablehung der Ratsrichtlinie durch die eigentlichen Verfechter der weitergehenden Patentierbarkeit von Software computerimplementierten Erfindungen geben: die Türen werden offengelassen. Der mehrmals gemässigte Vorschlag des französischen Ex-Premiers Michel Rocard sollte mit allen Mitteln und in jedem Fall verhindert werden.
Bedenkt man, welcherlei Menschen über derart wichtige Sachfragen abzustimmen haben, möchte man verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. So zitiert heise online im heutigen Artikel zur “Beerdigung” der Softwarepatentrichtlinie den CDU-Abgeordneten Werner Langen:
Heise selbst, wohl nicht ganz ohne jede berechtigte Süffisanz, führt dazu weiter aus:
Der Nuhr’sche Imperativ würde wohl in vielen Parlamenten dieser Welt für Grabesstille sorgen.
Relevante Links:
EU-Parlament beerdigt Softwarepatentrichtlinie
Softwarepatente: Besser keine Richtlinie als eine schlechte
Softwarepatente: Industrielobbying mit gezinkten Karten?
Artikelübersicht: Der Streit um Softwarepatente in Europa
Softwarepatente? Abgelehnt!
Europaparlament stimmt gegen Software-Patente
Richtlinie zu Softwarepatenten vom Tisch
Echo Chamber:
Aus diesem Grund berät Guido Zakrzewski vom Beratungs- und Informationszentrum Elektronischer Geschäftsverkehr (BIEG) Hessen seit einiger Zeit die Mitglieder der Industrie- und Handelskammern:
Vermutlich um anderen Unternehmen ein Beispiel zur Orientierung zu geben, vergibt das Deutsche Handwerk mittlerweile einen der unzähligen, netzweiten “Internetpreise”. Die Begründung der Jury für den erkorenen Preisträger des Jahres 2002, den Flötenbauer Mollenhauer aus Fulda, liest sich überzeugend:
Wie wichtig dem Unternehmen eine gelungene Internetpräsenz ist, unterstreichen die weiteren Ausführungen des Artikels auf heise online, in denen auch die finanziellen Seiten eines solchen Angebots zur Sprache kommen:
Die Erwartungen beim spontanen Klick auf die Sieger-Seite sind nach diesen unzähligen, lobenden Worten vergleichsweise hoch, werden aber schnell und recht unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Man fragt sich unvermittelt und ungläubig, ob denn tatsächlich diese Seite gemeint war, und ja, sie war es offensichtlich.
Einige ausgewählte Highlights:
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<meta name=“GENERATOR” content=“Microsoft FrontPage 5.0”>
<meta name=“ProgId” content=“FrontPage.Editor.Document”>
<title>Neue Seite 1</title>
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“Nichts ist schlimmer als eine amateurhaft gestaltete Homepage”, warnt der Fachmann. Zweifelsohne kein Einzelfall, und somit sicherlich noch nicht einmal der Bodensatz real existierender Firmenhomepages. Stellt sich also die Frage, welche Qualen die Jury beim Betrachten der geschlagenen Konkurrenz über sich ergehen lassen musste.
Ohne eine weitergehende Kommentierung (oder Vorwarnung) überlasse ich hiermit den geneigten Leser der eigenen Meinungsbildung.
Im Verlauf des weiteren Interviews spielt das Thema TCG/TCPA eine gewichtige Rolle. Das treffender als “digitales Restriktionsmanagement” umschriebene DRM sieht Greve als einzigen denkbaren Anwendungsfall für die “bestenfalls nutzlose Technologie” des Trusted Computings.
Erneut spricht sich der Präsident der FSFE für die weltweite Abschaffung von Softwarepatenten aus, nicht ohne den gewohnten, wichtigen Hinweis, dass die Richtlinie für ein europäisches Patentsystem in diesem Kontext kein nur für freie Software spezifisches Problem darstellt: “Es gibt keine Effekte von Softwarepatenten, die spezifisch für freie Software wären - Aussagen über den Nutzen einer Vereinheitlichung greifen also zwingend weiter. Zunächst ist Vereinheitlichung kein Wert an sich. Eine Vereinheitlichung der durch Softwarepatente geschaffenen Rechtsunsicherheit bringt sicherlich nicht mehr Rechtssicherheit.”.
Lesen: Das komplette Interview von Golem mit Georg Greve.
Siehe auch:
====== Top 10 Spammails =============================================== Subject: **SPAM** Score: 232.45: Small Busi.ness, No T.erminals--vagina Subject: **SPAM** Score: 191.50: Re: kill claustrophobic Subject: **SPAM** Score: 190.00: Re: bought staid Subject: **SPAM** Score: 186.10: Re: embeddable mare Subject: **SPAM** Score: 179.60: Re: switzerland checkerberry Subject: **SPAM** Score: 178.60: Re: eightfold Subject: **SPAM** Score: 168.60: assist it, another joined Subject: **SPAM** Score: 166.60: plodded back and forth Subject: **SPAM** Score: 166.10: Re: opinionate Subject: **SPAM** Score: 164.70: avogadro expose ======================================================================= number of spammails: 100233 minimum/maximum : 4.0/232.45
Es ist definitiv wieder an der Zeit, meinen SPAM-Ordner zu leeren. Die hier teilweise ungewohnt hoch erscheinenden SpamAssassin-Scores ergeben sich aus angepassten und externen Regelsätzen. Demnächst müssen diese allerdings einer Frischzellenkur unterzogen werden, in letzter Zeit kommen hier einige False Negatives durch, meist deutschsprachig.
Microsoft spielt derweil gekonnt auf dem so unglaublich innovationsfördernden Instrumentarium des Patentrechts und ist offensichtlich munter dabei, herrlich unspezifisch in die Breite gehende Anträge einzureichen, die bei erteiltem Segen der zuständigen Ämter wohl durchaus in der Lage wären, diverse Ideen und Lösungen im Kampf gegen die ungeliebte Werbeflut zu erschlagen. An dieser Front aktuell aus naheliegenden Gründen also Stillstand statt Fortschritt.
In diesem Kontext wirken die Prophezeiungen der Züricher Ökonomin Margit Osterloh beängstigend real und kalkuliert: In einer Ära legitimierter Softwarepatente hätte Open Source keine Überlebenschance - “Dieses System wird sterben”. Setzt man die erschreckend erfolgreichen Beeinflussungsbemühungen diverser Lobbyisten auf eine willfährige Gesetzgebungspolitik und das Geschäfts- und Patentierungsgebaren großer IT Konzerne sinnbildend zusammen, so ergibt sich eine düstere Zukunftsvision, in der die Größe der Patentportfolios und hauseigenen Justizabteilungen grundlegend über Partizipationsmöglichkeiten am Markt entscheiden wird.
Sicherheit bedeutet immer auch ein Stück weit Administrationsaufwand und Komfortverlust, zumindest bei Systemen, die flexibel und für viele Aufgabenbereiche anpassbar sein sollen. Es ist kaum verwunderlich, dass sich technisch notwendige Restriktionen dem weniger vorgebildeten Käufer schlechter vermarkten lassen als ein Produkt, das “Out Of The Box” läuft und kaum Konfigurationsaufwand verursacht. Es bedurfte einigen netzweiten Erdbeben, um den Kundenkreis zumindest etwas für diese Belange zu sensibilisieren. Microsofts Verdienst allerdings war das nicht - zu lange gaukelte man eine heile Welt vor und schob alle Schuld auf den Endanwender, konzeptionelle Schwächen wurden mit immer fadenscheinigeren Argumenten abgetan.
Service Pack 2 sollte das ändern, mit restriktiveren Voreinstellungen und anpassbareren Sicherheitsmechanismen, selbst bei möglichem Komfortverlust oder zu erwartenden Kompatibilitätsproblemen. Ein Schritt in die richtige Richtung, von vielen lange erwartet und mit entsprechendem Wohlwollen honoriert. Niemand wird ernsthaft angenommen haben, das eine solche Umstellung reibungslos und fehlerfrei von statten geht - dazu ist ein solches Vorhaben zu komplex. Verwundern mag nur die Art und Weise, wie Microsoft mit Hinweisen auf offensichtliche Schwachstellen ihres neuen Konzepts reagiert. Der neue, frische Wind scheint schon jetzt wieder abzuflauen: Wo eben noch verlorenes Vertrauen zurück gewonnen werden konnte, wird es durch altbekannte Verhaltensweisen schnell wieder verspielt.
Einen kurzen Erfahrungsbericht dazu liefert heise Security.
Bisher jedoch sind Schritte von Seiten Microsofts in diese Richtung ausgeblieben. Beobachter vermuten aber, dass Microsoft vor allem auf Grund der laufenden Kartellverfahren in den USA und Europa Zurückhaltung an den Tag legt. Es sollte dabei nicht übersehen werden, dass der Riese aus Redmond derzeit vehement dabei ist, neue Patente zu lizensieren und nach eigenem Bekunden plant, diese in Zukunft auch aktiv zu verwerten. Die noch ausstehende Entscheidung der EU zum Thema Softwarepatente spielt in diesem Kontext sicherlich ebenfalls keine ganz unbedeutende Rolle.
Die Zeit des “If you can beat ‘em, buy ‘em” scheint vorrüber. “If you can’t buy ‘em, sue ‘em!” - Oder patentiere es wenigstens!
Relevante Links:
Microsoft könnte Software-Patente gegen Open Source verwenden
Befürchtungen um einen “Patentkrieg” Microsofts gegen Open Source
Auch wenn Microsoft nicht zu den von mir favorisierten Größen der IT-Branche gehört, geht das Urteil so in meinen Augen absolut in Ordnung. Wer Spammern das Handwerk legt und ins monetäre Mark trifft, hat sogar im Falle des Redmonder Riesen meine Sympathien auf seiner Seite.
Warum?
> ./scripts/spamstats.sh ======================================================================= Top 10 Spammails, sorted by SpamAssassin Score Number of spammails: 82716 ======================================================================= Subject: **SPAM** Score: 232.45: Small Busi.ness, No T.erminals--vagina Subject: **SPAM** Score: 191.50: Re: kill claustrophobic Subject: **SPAM** Score: 190.00: Re: bought staid Subject: **SPAM** Score: 186.10: Re: embeddable mare Subject: **SPAM** Score: 179.60: Re: switzerland checkerberry Subject: **SPAM** Score: 178.60: Re: eightfold Subject: **SPAM** Score: 168.60: assist it, another joined Subject: **SPAM** Score: 166.60: plodded back and forth Subject: **SPAM** Score: 166.10: Re: opinionate Subject: **SPAM** Score: 164.70: avogadro expose =======================================================================
Darum.