283 Gründe gegen Linux?
Wenig überraschend spricht sich die OSRM für eine Reform des amerikansichen Patentwesens aus und möchte auf Basis der Grokline Seiten ein Projekt ins Leben rufen, das etwaigen Patenansprüchen durch die Suche nach sogenannter “Prior Art” zuvor kommen will. Grokline wurde von Pamela Jones gegründet, die sich daneben auch für Groklaw verantwortlich zeichnet und seit Februar 2004 “Director of Litigation Risk Research” der OSRM ist. Während Groklaw minutiös die Vorkommnisse der unendlichen Geschichte um SCO und den angeblichen Urheberrechtsverletzungen im Linux Kernel begleitet, diente Grokline, gegründet im Mai diesen Jahres, ergänzend als gemeinschaftlich erarbeitete Historie der UNIX Entwicklung, um Besitzverhältnisse und -Ansprüche am UNIX Code ausfindig zu machen.
Mit dem Vorstellen ihres Papiers möchte die OSRM zeitgleich auch die eigenen Versicherungen an den Mann bringen, um so in der Lage zu sein, Unternehmen vor den potentiellen Risiken durch eventuelle Patentansprüche Dritter zu schützen. Heise spekuliert, dass das Angebot einer solchen Versicherung auf den Einschätzungen der OSRM Forscher beruht, wonach die 283 in Frage kommenden Patente entweder durch “Prior Art” nichtig oder durch alternative, freie Reimplementierungen umgehbar gemacht werden können.
“Prior Art” bezeichnet die Möglichkeit, Patente wegen einer schon vor dem Zeitpunkt ihres Einreichens bestehenden Existenz des zu patentierenden Gegenstandes als ungültig erklären zu lassen.
Relevante Links:
Versicherung: 283 Patente gefährden Linux
283 US-Patente gefährden Linux
In diesem Zusammenhang:
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