Neben
dezidierten dedizierten Feedreader Applikationen wie
Liferea oder
aKregator ist die Möglichkeit einer webbasierten Aggregation der eigenen Lieblingsfeeds praktisch, wenn auch nicht immer ganz elegant. Die großen Vorreiter waren die “Planets” großer Open Source Projekte, auf denen die Blogs der beteiligten Entwickler zu einem großen “Logbuch” gebündelt wurden:
Planet Debian und
Planet Gnome. Mittlerweile bedienen sich viele “Communities” dieser Idee, von
Planet Apache über
Planet Jabber und
Planet KDE hin zu deren Pendants der Mozilla, Perl oder Python Entwickler - und diese Liste ist lange nicht komplett.
Kristian Köhntopp brachte mich beim Lesen seines Artikels “Blog the Planet” zum Planet Isotopp auf die Idee, selbst auch eine immer weiter anwachsende Blogroll durch die aggregierte Menge an interessierenden Einträgen zu ersetzen. Per Webbrowser stehen so nun die von mir gerne gelesenen Feeds von jedem Rechner, der eines Netzzugangs habhaft ist, an einem Sammelpunkt zusammengefasst zur Verfügung - zumindest in der Theorie, wehren sich einzelne Sourcen doch erfolgreich gegen ein problemfreies Parsen.
Momentan verwende ich zur Aggregation der Feeds “Planet” in der Version 0.2, Version 1.0 wollte gestern Nacht nach dem Auschecken aus dem entsprechenden Arch Repository nicht wirklich tun. Überhaupt war es etwas entnervend, auf einem SuSE Linux 8.1 das vorhandene Python 2.2 auf 2.3 zu aktualisieren. YaST & Co sind für mich unbekanntes Terrain und weigerten sich standhaft, dass umzusetzen, was mir im Geiste vorschwebte, sprich: Am Ende landetete ein Eigenkompilat in /usr/local/.
Rant am Rande: Warum alle Welt meint, Projekten wie Gentoo, Debian oder FreeBSD den Makel der Benutzerunfreundlichkeit anhängen zu müssen, erschliesst sich mir nicht ansatzweise. Ich zumindest hätte mir irgendeinen der genannten Drei als wartbaren Ersatz für die angestaube SuSE Installation gewünscht - wobei Debian in diesem Fall das Einspielen von Drittpaketen zwingend notwendig gemacht hätte, die aktuelle Stable Distribution “Woody” begnügt sich noch mit Python 2.1. Hier sei ein versöhnlicher Gruß an Tric angebracht, der Asbestanzug liegt mittlerweile wieder in der Ecke. ;-)
Ob ich mit dem Konzept des “Planets” als Metablog glücklich werde, wird sich noch zeigen. Die Installation war nun der erste Schritt hin zu einer umfassenderen Evaluation. Verbesserungen erwarte ich mir beim Parsen problematischer Feeds sowie beim Cachingverhalten für Beiträge ohne explizites Datum. Mag sein, dass diese Features in der Version 1.0 schon weiter gediehen sind, doch war es gestern irgendwann definitiv zu spät, noch Bughunting in irgendeiner Form zu zelebrieren.
Planet Basquiat zieht also von nun an seine Runden, Zukunft: Noch ungewiss.
Nachtrag: Planet in der Version 1.0 (bis inkl. Patch Nr. 22) läuft nach dem heutigen Checkout wunderbar und parsed auch einige der vorher problematischen Feeds.