/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Abmahnungsabonnements

Etliche Blog-Installationen bieten die praktische Möglichkeit, Kommentare zu bestimmten Artikeln zu abonnieren, um fortlaufende Diskussionen mitverfolgen zu können - bei einem neuen Kommentar wird der Subscriber auf Wunsch per E-Mail informiert. Prinzipiell eine gute Sache, der Haken dabei: Wird die dort angegebene Mail-Adresse nicht ausreichend verifiziert, kann ein jeder eintragen, was im Lichte der eigenen Intention opportun erscheint - und so ein Blog gegebenenfalls zur Spamschleuder umfunktionieren.

Droht hier die nächste Abmahnwelle? Zumindest ein Fall scheint schon bekannt. In Relation zum generierten Mehrwert des Plugins erscheint mir das Risiko einer kostenbewehrten Unfreundlichkeit zu hoch, und auch anderen sei ans Herz gelegt, Installationen von Blogsystemen und ähnlichem auf derartige Funktionalitäten abzuklopfen.

Kris zeigt in einfachen Schritten, wie man unter Serendipity dem Abmahnspass entgeht. Mit dem nächsten Major-Release des besten Blogs von Welt in Version 1.4 steht offenbar ein Double-Opt-In für Kommentarabonnements ins Haus; bis dahin bleiben diese hier deaktiviert.

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Alternativlos?

Google hat sich die Hervorhebung von Suchresultaten in Dokumenten, die über ein Netzwerk verteilt werden, erfolgreich patentieren lassen. Das Abstract zur Patentschrift 6,839,702 liest sich wie folgt:
“A system highlights search terms in documents distributed over a network. The system generates a search query that includes a search term and, in response to the search query, receives a list of one or more references to documents in the network. The system receives selection of one of the references and retrieves a document that corresponds to the selected reference. The system then highlights the search term in the retrieved document.”

Damit wurde ein weiteres Trivialpatent der nicht enden wollenden Liste bestehender “Innovationssicherungen” hinzugefügt - der von Google patentierte Mechanismus wird so schon seit geraumer Zeit von den verschiedensten Projekten und Websites verwendet. Es bleibt zu hoffen, dass im Fall der Fälle Prior Art nachzuweisen ist - das Patent wurde von Google im Dezember 2000 beantragt.

Auch das allerbeste Weblog, Serendipity, bietet Plugins zur Hervorhebung passender Suchbegriffe an. Kaum verwunderlich, dass die erfolgte Vergabe des Patents auch hier von einigen Entwicklern besorgt beobachtet wurde: “Certain S9Y plugins may be a violation of US patents”. Garvin fasste treffend zusammen: “Certain judges and/or patents may be a violation of common thinking and human brain interaction”.

Mittlerweile also sollte selbst der unkritischste Geek dem Unternehmen Google mit seinen Ablegern GMail und Orkut skeptisch gegenüberstehen. Florian Weimer lässt so auf der FITUG-Mailingliste anklingen:

“Es gibt ziemlich viele gute Gründe, Google zu boykottieren: das kaputte Usenet-Archiv, die Vorzensur, mangelnde Sorgfalt bei den Adwords, die niedrigen Softwarequalitätsstandards bei Gmail, Toleranz gegenüber Cloaking, Dialer-Spammern und Wikipedia-Räubern, Nichtbeachtung von Urheberrechten, mangelnde Transparenz beim Datenschutz -- die Liste kann man sicherlich noch fortführen. Nur kann es sich im Moment niemand leisten.”

You can’t live with them and you can’t shoot them?

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SpamAssassin, SURBLs und Blogs

Ein nettes Feature des heute Nacht hier auf den aktuellen Stand gebrachten SpamAssassins ist die Unterstützung sogenannter SURBLs (Spam URL Realtime Block Lists). Im Unterschied zu gewöhnlichen RBLs, die nach Auswertung diverser Received:-Header die dort enthaltenen IPs oder Domain-Namen nach bekannten und gelisteten SPAM-Quellen (schlecht gewartete Mailserver, offene Relays und Proxies) auswerten, beschränken sich SURBLs auf den Body einer Nachricht, also den eigentlichen Inhalt selbst. Gesucht werden hier Verweise auf Domains, die bekannterweise durch SPAM beworben und deshalb in einer SURBL Schwarzliste eingetragen sind.

Wie alle RBLs ist auch eine SURBL mit Vorsicht zu genießen, macht man sich doch von der Sorgfalt und Zuverlässigkeit Dritter abhängig - ein Umstand, der im schlimmsten Fall zu unerwünschten False Positives (fälschlicherweise als SPAM markierten Mails) führen kann. Ein gelegentlicher Blick auf die Funktionalität solcher Filter ist also angebracht. Dennoch: Gerade bei deutschsprachigem SPAM, der SpamAssassin hier sonst sehr viel größere Probleme bereitet als englischer oder asiatischer Werbemüll, erscheint der Einsatz von SURBL durchaus effizient. Etliche Werbenachrichten dieser Natur wurden erst durch das Scoring auf gelistete SURBL Einträge zuverlässig als SPAM klassifiziert.

Für spezifisch deutschsprachige Regeln existiert weiterhin das GermanRules-Wiki, ein Sammelbecken passender Regelsätze, welche die Erfolgsquote beim Aussortieren heimischer Verbraucherinformationen erhöhen sollen - es sind allerdings keine Wunder zu erwarten, wie obiger Absatz verdeutlicht.

Prinzipiell wären SURBLs in meinen Augen auch zum Blocken von Comment SPAM in Weblogs geeignet, mit den schon genannten Einschränkungen. Aktuell laufen bei Kristian und auf der s9y-Mailingliste interessante Diskussionen zu dieser Thematik, zu vorderst allerdings über das Für und Wider eines Abgleichs der IP des Posters mit bekannten Blacklisten, welcher in meinen Augen in diesem Zusammenhang wenig Sinn ergibt. Ausgangspunkt war Garvins kurze Zusammenfassung der für das nächste s9y-Release geplanten Anti-SPAM Konzepte.

Ansonsten bleiben mit dem neuen SpamAssassin Release große und kleine Veränderungen bei der Bayes Datenbank, einzelnen Konfigurationsoptionen und verschiedenen Startparametern beachtenswert, ebenso wie die Einführung des nicht NFS-tauglichen, aber sehr viel effizienteren “Flock” Locking-Mechanismus - “Strongly recommended if you’re not using NFS”. Einen Überblick auf die Neuerungen des 3.0er Releases bietet “Note for Users Upgrading to SpamAssassin 3.0.0”.

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A Lovely Winter Riot...

Irgendwie haben mich diese Worte schon immer fasziniert. Aneinandergereiht erklären sie für mich eine, meine Welt. Zurückrudernd: Sie erklären nicht, sie beschreiben. Die Assoziationen: Musik, Jungle, Drum ‘n’ Bass, ruhige und einschmeichelnde Harmonien, unter denen sich hektische Beats gegenseitig das Genick brechen. Gegensätze, Unvereinbarkeiten und Spannungen entladen sich mal kreativ, dann schon wieder fast selbstzerstörerisch. Überall, in der Musik wie auch in der Literatur und dem Rest alles irdischen und berauschten, LTJ Bukem vs. Harry Haller. Gerd Kornmann, der Vater des Gedankens, hat dieses Geschenk mir und der Ewigkeit gemacht, unachtsam oder fahrlässig. Danke.

Und nun: Ein Blog, auch hier. Spielwiese und Meinungsmultiplikator, spannend spannungsabbauend. Der Beat, die Harmonie, der Kontrapunkt? Die Komposition ist am enstehen, nun geboren und schon prinzipbedingt für immer unvollendet.

Dennoch: Keine großen Pläne, kein weiteres Projekt auf dem Schafott spontanen Desinteresses. Nur Lust und Laune. Geistige Momentaufnahmen, dann und wann, stützend, wirre Gedanken ordnend. Weite Felder, thematisch ungebunden, frei und flexibel. Es lohnt nicht, über kommendes zu spekulieren, vielleicht aber, existentes zu kommentieren. Das Blog macht es Mensch einfach. Spielend. Hier: Serendipity. Und nochmal: Danke.

Doch weiter im Text...

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