/* basquiat's lovely winter riot */: a unique and beautiful snowflake in your heart's lovely winter riot

Compiz Fusion auf Kubuntu Feisty Fawn

Selbstversuch: Compiz Fusion auf Kubuntu Feisty Fawn 7.04 (Thinkpad T41p).

Zugegeben, so langsam erlahmt trotz regelmäßiger Evaluation der Spieltrieb, auch wenn immer neue Effekte immer wieder Kinnladen um Etagen tiefer pimpen. Mir fehlt es auf Dauer schlicht an der notwendigen Stabilität (und Kompatibilität bzw. Integration) des virtuellen Augenschmauses im Alltag. Mit Blick auf das noch junge Alter von Compiz, Beryl & Co ist das entschuldbar, wenn auch deswegen nicht besser produktiv zu nutzen - wie wohl ich es voller ungeduldiger Vorfreude schon jetzt gerne täte. Positiv zu notieren bleibt abseits dessen - bei aller nach wie vor existenten Blödelei - unbedingt die mittlerweile vermehrt feststellbare Fokusierung vieler Plugins auf Usability-Aspekte.

Für regelmäßige Updates schwankender (Upstream)-Qualität empfiehlt sich Nutzern von Ubuntu und seiner Abarten übrigens Trevinos Eyecandy Repository. Wer’s nicht alleine hinbekommt: schwer ist’s nicht, man sollte aber dennoch wissen, was man tut.

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Compiz Fusion

Der Spass am Gerät mag durch die atemberaubenden Showeffekte auf heimischen Desktops nicht zwangsläufig die Produktivität steigern, wiewohl ich einige Features von Beryl Compiz Fusion - wie z.B. die Apples OS X nachempfundene Exposé-Funktion - durchaus arbeitserleichternd empfinde. Für den durchgehenden Gebrauch im Alltag aber fehlt mir noch das Quentchen Zuverlässigkeit, was den Unerschrockenen von einer regelmäßigen Evaluation natürlich nicht abhalten kann. Die in meinen Augen bisher beeindruckendste Demonstration des Ganzen hat Kris ausgegraben.

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More Berylism

Let the games continue: Mit Übersetzen des aktuellen SVN-Quellcodes rotiert nun auch auf meinem Gentoo-Desktop der dreidimensionale Dual-Screen-Würfel endlich so, wie er es eigentlich von Anbeginn an sollte, und nicht mehr in Gestalt zweier separierter Einzelkuben. Eyecandy at it’s best.
Beryl running on my Dual Head Gentoo Desktop Box
Beryl running on my Dual Head Gentoo Desktop Box

Eckdaten: Neben einem aktuellen Xorg-Server verwende ich zur Zeit die tagesaktuelle SVN-Version von Beryl & Co. Als Grafikkarte kommt eine NVidia GeForce 7600 GS zum Einsatz, für das Dual-Monitor-Setup zeichnet sich NVidias TwinView verantwortlich (siehe auch diesen Post).

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Berylism

Nicht erst seit der kürzlichen Umstellung meines Thinkpads von Gentoo GNU/Linux auf Kubuntu Edgy herrscht hier eine (einigermaßen) unvoreingenommene Distributions- und Derivatenvielfalt vor: Vertreten sind neben gängigen Linux-Distributionen wie Gentoo, Kubuntu und Debian auch waschechte Unices wie SGIs IRIX, Suns Solaris oder das altehrwürdige NeXT- bzw. OpenStep.

Das Einrichten von Kubuntu Edgy verlief derweil gewohnt problemlos: Hibernate, Suspend und WLAN taten ebenso “Out of the Box” wie die durch Open Source Treiber beschleunigte 3D-Grafik auf der verbauten ATI Radeon FireGL T2. Anzupassen waren lediglich diverse Kleinigkeiten, so dass ich momentan sogar einen generischen Distributionskernel dem Eigengebäck vorziehe. Nach dem flotten Setup blieb folgerichtig noch einige Zeit, aufkommende Schamgefühle durch das Ausleben des mir eigenen Spieltriebes als bekennender Deskmodder zu verdrängen - Beryl musste her:

Beryl running on my Kubuntu powered Thinkpad T41p

Anleitungen zu Installation und Konfiguration von Beryl finden sich mit reichlich Pointern auf distributionsspezifische Eigenheiten im Beryl-Wiki - meist sind Drittquellen oder fremde Overlays einzubinden. Die Codebasis von Beryl mutiert rasant und läßt so die Verfolgung des SVN-Trees sinnvoll erscheinen. Beryl läuft für Software im experimentellen Stadium auf meinen zwei Testrechnern erstaunlich stabil - weder Xorg noch KDE gingen bisher in die Knie, einzig das Capturen ganzer Screencasts will hier nicht gelingen (was zumindest am Desktop mit einer Auflösung von 3200x1200 Bildpunkten nicht wirklich verwundert) - doch Youtube hält genug Berylism bereit.

Beryl running on my Dual Head Gentoo Desktop Box

Die Überdosis Eyecandy mag für den Alltagseinsatz übertrieben wirken, alle Features lassen sich jedoch selektiv (de)aktivieren. Fenster müssen nicht in lodernden Flammen minimiert oder wabbelnd über den Desktop geschoben werden. Zum Breathtaking eignet sich der transparente 3D-Cube, manche werden den einfacheren Slidermodus bevorzugen. Obwohl fast alle Effekte des Beryldesktops tadellos performen, reichen vielen sicherlich etwas zurückhaltendere Transparenz, ein Schattenwurf, der schicke Applikationsswitcher und die an Apples Expose erinnernde Fensterübersicht für ein atemberaubendes Desktoperlebnis aus.

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Nvidia, Xorg und TwinView

Dualistic Blue
Nachdem ich - dank großzügiger Schrottentnahmeaufträge Spenden - in “Breitenwirkung” bereits von meinen “Dual Head”-Experimenten berichten konnte, beschlich mich ein leichter Unmut ob der nicht mehr ganz taufrischen Matrox G45+MDHA32DB, die mit spärlichen 32MB Kartenspeicher zwei übergewichtige CRTs zu versorgen hatte. Hardwarebeschleunigtes Rendern und damit eine annähernd brauchbare OpenGL-Performanz fielen so natürlich vollkommen flach, wären aber verschmerzbar gewesen. Schwerer wog die Tatsache, dass weder Xine noch Mplayer auf einem der beiden Displays ein fehlerfreies Abspielen meiner Videos im Dualbetrieb gewährleisteten, selbst unter Zuhilfenahme des herstellerspezifischen mga_vid-Kernelmoduls. Mit meiner bisher genutzten Karte, einer Albatron GeForce FX 5200 LP, waren schon die zaghaftesten Versuche von wenig Erfolg gekrönt: das Board besitzt zwar VGA-, TV- und DVD-I-Ausgänge, unterstützt Nvidias TwinView jedoch nur in einer sehr abgespeckten Form - der gleichzeitige Betrieb der VGA- und DVD-I-Optionen ist hier in der Hardware nicht realisiert.
OpenGL Screensaver

Als definitiv keiner “Gamer”-Fraktion zuzurechnendem Zeitgenossen ist die eingehende Beschäftigung mit Grafikkarten für mich eine neue, meine Begeisterung beim Einsatz einer GeForce 7600 GS umso größer. Nvidias TwinView läuft mit den herstellereigenen Binärtreibern auf Anhieb problemfrei, die Monitore werden sauber erkannt, Videos lassen sich ohne jedes Murren abspielen (wer’s braucht, der kann auch auf jedem Display einen anderen Streifen im Vollbildmodus genießen), selbst hardwarebeschleunigtes OpenGL erstreckt sich über beide Bildschirme. Quasi als Sahnehäubchen zeigt sich die Render-Extension in diesem Szenario erheblich stabiler als noch zu Zeiten meiner FX 5200, was flüssiges Arbeiten selbst mit massivstem Eyecandy verspricht.

Der dazugehörige Logeintrag liest sich erheblich besser als noch bei meinen vorherigen Versuchen mit Matrox’ G45+ und Nvidias FX 5200:

(**) NVIDIA(0): Enabling RENDER acceleration
...
(**) NVIDIA(0): TwinView enabled
(II) NVIDIA(0): Support for GLX with the Damage and 
(--) NVIDIA(0): Composite X extensions is enabled.
(II) NVIDIA(0): NVIDIA GPU GeForce 7600 GS at PCI:1:0:0
(--) NVIDIA(0): VideoRAM: 262144 kBytes
(--) NVIDIA(0): VideoBIOS: 05.73.22.40.01
(II) NVIDIA(0): Detected AGP rate: 8X
(--) NVIDIA(0): Interlaced video modes are supported 
(--) NVIDIA(0): on this GPU
(--) NVIDIA(0): Connected display device(s) 
(--) NVIDIA(0): on GeForce 7600 GS
(II) NVIDIA(0): at PCI:1:0:0:
(--) NVIDIA(0):     Sony GDM-5403AEP (CRT-0)
(--) NVIDIA(0):     Iiyama (CRT-1)
(--) NVIDIA(0): Sony GDM-5403AEP (CRT-0): 
(--) NVIDIA(0): 400.0 MHz maximum pixel clock
(--) NVIDIA(0): Iiyama (CRT-1): 
(--) NVIDIA(0): 400.0 MHz maximum pixel clock
(II) NVIDIA(0): Assigned Display Devices: CRT-0, CRT-1
...
(II) NVIDIA(0): Virtual screen size determined 
(--) NVIDIA(0): to be 3200 x 1200
...
(II) NVIDIA(0): Setting mode “1600x1200,1600x1200”
(II) Loading extension NV-GLX
(II) NVIDIA(0): NVIDIA 3D Acceleration
(--) NVIDIA(0): Architecture Initialized
(II) NVIDIA(0): Using the NVIDIA 2D
(--) NVIDIA(0): acceleration architecture

In der Praxis wirkt das Ganze durchaus beeindruckend:

One of my favourite Wallpapers
“glxgears”, über Bildschirmgrenzen hinweg.

Die entsprechende Xorg.conf ist einmal mehr trivial, sei der Vollständigkeit aber hier mitgegeben:

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Breitenwirkung

Durch eine Abteilungsauflösung innerhalb eines großen Industriebetriebes in Mannheim - es wurde in weniger lohnintensive Länder verlagert - fielen ein 21“-Röhrenmonitor der Marke ELSA sowie eine ”Dual Head"-fähige Grafikkarte von Matrox in meine experimentierfreudigen Hände. Als bekennender Deskmodder galt es natürlich sofort, die Stabilität des Schreibtisches durch Hinzufügen eines zweiten Großbildschirms zu testen, um so Xinerama evaluieren und mit gigantischen 3200x1200 Pixeln protzen zu können. Das Setup als solches sieht wie folgt aus und sorgte erstmal nur für resignierendes Kopfschütteln seitens der weiblichen Hausbewohnerschaft:
Dual Head Setup mit ELSA und Iiyama 21" CRTs

Die Grafikkarte, eine Matrox G45+MDHA32DB, erlaubt den Anschluß zweier VGA-Monitore, die es trotz ihrer spärlichen Speicherbestückung von 32MB mit jeweils 1600x1200 Pixeln bei 85Hz befeuern kann. Der Bitknappheit ist bei solchen Auflösungen ein Wegfall jeglichen direkten Renderns geschuldet, zumindest bei alltagstauglichen Farbtiefen - der verfügbare Buffer ist schlicht zu klein. Xinerama - die komfortabelste Möglichkeit, mit zwei (oder mehr) Screens zu hantieren - unterstützt als Xorg-Erweiterung prinzipiell kein DRI, bietet dafür aber gegenüber dem karteninternen Mergen der Screens handfeste Vorteile: so maximieren Fenster wahlweise nur in einem Bildschirmbereich, entsprechend vorbereitete Programme und Desktopmanager bieten darüber hinaus entsprechend weitere Funktionalitäten an, die das Leben in den neu erschlossenen Weiten leichter machen.

Die Konfiguration von Xinerama und Xorg ist trivial. Relevante Ausschnitte aus meiner Konfigurationsdatei machen schnell deutlich, wie die Behandlung der verschiedenen Bildschirme unter Xorg zu verstehen ist:

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X.Org 6.8

NOSX!

Nach dem Hin und Her ob der Veröffentlichung des X.Org Servers in der Version 6.8 war es heute endlich soweit: Das neue, offizielle Release ist erschienen. Nach dem Kompilieren des umfangreichen Quelltextes sieht erst einmal alles wie gehabt aus, ich bilde mir ein, glxgears würde etwas besser performen. Um die neuen Features wie echte Transparenz oder Fensterschatten zu aktivieren bedarf es folgenden Eintrags in der xorg.conf:

Section “Extensions”
        Option “Composite” “Enable”
EndSection

Per “xcompmgr” und “transset” lassen sich so händisch Fensterschatten setzen und einzelnen Fenstern beliebig intensive Transparenzstufen zuweisen. Die neuen Bonbons dürfen zur Zeit aber eher als “Proof of concept” angesehen werden: fluxbox kam mit “xcompmgr” überhaupt nicht klar und produzierte nur wirre Graphikfehler, KDE dagegen verdaut das Ganze etwas besser und akzeptiert neu zugewiesene Attribute eher, wird aber unbenutzbar langsam und ist auch nicht 100%ig frei von kleinen, optischen Unstimmigkeiten. X selbst frisst derweil nicht unbeträchtliche CPU Ressourcen. Dennoch: Deskmoddern und anderen Fetischisten dürften mit den nächsten Releases nach und nach die geheimsten Wünsche erfüllt werden, so die Desktop Entwickler ihren Windowmanagern die passende Funktionalität angedeihen lassen - wovon auszugehen ist. Schön zu sehen, dass das Entwicklungstempo seit dem Fork von X.Org wieder an Fahrt aufgenommen hat.

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